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8 Tipps gegen kalte Füße im Winter

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Kalte Füße im Winter
© Halfpoint - Fotolia.com

Ja, ja die Frauen leiden und die Männer lachen, wenn Frau wieder mal nicht weiß wohin mit ihren Eisfüßen. Aber landen diese dann am Körper des Mannes, dann vergeht diesem schnell das Lachen. Es ist nun mal wirklich so, dass an Wintertagen die Fußtemperatur von Frauen bis auf acht Grad herabfallen kann. Unglaublich aber wahr!

Aber warum bekommen denn nur Frauen solch extreme Eisfüße? Das ist ganz einfach erklärt: Männer bestehen zu 40 Prozent aus Muskeln. Wenn diese arbeiten, dann wird die dazu benötigte Energie zu 80 Prozent in Wärme umgewandelt. Frauen hingegen haben nur einen Muskelanteil von 23 Prozent. Wie sich nun unschwer erkennen lässt, produzieren Frauen also von Natur aus weniger Wärme. Und die Wärme, die überhaupt produziert wird, wird dann an wichtige Organe wie die Bauch- und Brustorgane und an das Gehirn gesendet, denn diese brauchen eine konstante Temperatur von 37 Grad, um richtig funktionieren zu können. Für die Finger, die Füße und für die Nase reicht diese Wärme dann nicht mehr aus (interessante Videoerklärung dazu hier).

Darüber hinaus sind Frauen meist auch zierlicher als Männer, was obendrein noch einen höheren Wärmeverlust bedeutet. Dazu kommt auch noch die Tatsache, dass der Wärmetransport bei einer Frau anders funktioniert als beim Mann und auch die Haut der Männer etwa 15 Prozent dicker ist.

Im Winter haben Eisfüße Hochsaison

Mit dem Wintereinbruch haben kalte Hände und Füße wieder Hochsaison. Das ist doch klar, denn was wäre denn der Winter ohne Spaziergänge durch den Schnee und dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt? Aber werden die Füße schon so kalt, dass es schmerzt, dann haben Frauen nun wirklich nichts mehr zu lachen. Hier deshalb nun ein paar Tipps, mit denen Sie der Eiszeit an Ihren Zehen den Kampf ansagen und so für wohlig warme Füße im Freien sorgen können.

Mit diesen Tipps haben kalte Füße keine Chance

Tipp 1 – Das richtige Schuhwerk tragen:

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie im Winter das richtige Schuhwerk tragen. Wenn Sie in der kalten Jahreszeit mit Turnschuhe umher laufen, dann ist es ja kein Wunder, dass Ihre Zehen zu Eiszapfen werden. Das perfekte Schuhwerk für den Winter sollte:

➥ eine feuchtigkeitsabweisende Gummisohle haben
➥ aus atmungsaktiven Material bestehen
➥ nicht zu eng sitzen (ansonsten wird die Durchblutung der Füße gestört)

So schön Ihre Pumps und Halbschuhe auch aussehen mögen & im Winter sollten sie lieber im Schuhschrank stehen bleiben.

Tipp 2 – Die richtigen Socken tragen:

Ziehen Sie lieber zwei paar Strümpfe übereinander an oder Socken aus Naturmaterialien oder Mischgewebe. Sie nehmen den Schweiß auf und isolieren Ihre Füße.

Wichtig ist obendrein, dass die Socken locker sitzen und Ihre Füße nicht einschnüren. Der Druck auf die Blutgefäße hemmt nämlich die Durchblutung, was dann wiederum kalte Füße fördert.

Tipp 3 – Thermosohlen benutzen:

Tragen Sie in den Schuhen obendrein noch eine Thermosohle. Am besten solch eine mit Aluminiumfolie, denn diese bietet einen Kälte- und Nässeschutz. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sohlen in jeden Schuh passen.

Thermosohlen sind grundsätzlich in drei Schichten aufgebaut. Die oberste, die direkt am Fuß anliegt, ist mit Aluminium bedeckt. Darunter kommen eine Isolierungsschicht, die Kälte von den Füßen fern hält, und eine Schicht mit Profil, damit die Sohle im Schuh nicht verrutscht.

Tipp 4 – beheizbare Einlegesohlen nutzen:

Neben den Thermosohlen gibt es im Handel auch beheizbare Einlegesohlen zu kaufen. Auch diese lassen sich wieder auf die eigene Schuhgröße zuschneiden. Einfach einlegen und die an der Schuhsohle befindliche Beinmanschette um die Knöchel legen. Schon wird es in den Schuhen angenehm warm.

Tipp 5 – Thermoleggins tragen:

Damit die Füße nicht kalt werden, sollten Sie obendrein am besten auch noch ein Thermoleggins oder sogar eine richtige Thermohose tragen, die Ihre Beine optimal warm hält. Sind die Beine warm, dann geht es den Füßen meist auch besser.

Thermohosen gibt es zum Beispiel bei Amazon in den unterschiedlichsten Längen und Farben. Hier sollte also wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Sie sind innen angenehm weich und wärmend angeraut.

Tipp 6 – Fuß-Wärmecreme nutzen:

In der Apotheke, aber auch im normalen Handel gibt es auch Fuß-Wärmecreme zu kaufen. Diese pflegt die Füße, fördert die Durchblutung und sorgt dadurch für ein wohlig warmes Gefühl an den Füßen.

Mit solch einer Creme schlagen Sie also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: zum einen pflegen Sie Ihre Füße damit und zum anderen sorgen Sie so dafür, dass Ihre Füße schön warm sind.

Tipp 7 – scharf essen:

Wenn Sie wissen, dass Sie gleich vor die Tür gehen oder sogar schon draußen sind, sollten Sie etwas Scharfes essen. Chili, Curry, Pfeffer, Ingwer und Zimt bringen die Durchblutung auf Trab und sorgen für wohlige Wärme von innen.

Natürlich werden Sie diese Gewürze nicht zur Hand haben, wenn Sie unterwegs sind, aber im Handel gibt es z.B. Ingwerbonbons zu kaufen. Einfach in die Tasche stecken und ab und zu mal einen lutschen. Das bringt gleich die Durchblutung in Wallung.

Tipp 8 – Zehen-Gymnastik durchführen:

Damit die Zehen gar nicht erst kalt werden, sollten Sie unterwegs ab und zu mal Zehen-Gymnastik machen. Stehen Sie dazu aufrecht und drücken Sie sich mit Ihren Zehen nach oben und dann wieder nach unten. Diese Übung ist durchblutungsfördernd und hilft somit super gegen kalte Füße.

Was tun, wenn die Füße schon kalt sind?

Wir wollten Ihnen mit diesen Tipps zeigen, wie Sie fast erfrorene Zehen von vornherein vermeiden können. Ist es schon passiert und Ihre Füße sind Eisblöcke, dann helfen dagegen:

➤ warme Fußbäder
➤ ein warmes Körnerkissen oder Kirschkernkissen
➤ Wärmecreme
➤ ein elektrischer Fußwärmer

Vorbeugende Maßnahmen gegen kalte Füße

Wenn Sie generell etwas gegen kalte Füße unternehmen und diese vorbeugen möchten, dann sollten Sie:

➤ mindestens zwei Liter am Tag trinken (verdünnt das Blut und stärkt die Durchblutung)
➤ Mangel an B-Vitaminen vermeiden
➤ Beine nicht übereinander schlagen (blockiert die Venen)
➤ Sport treiben
➤ einmal in der Woche in die Sauna gehen
➤ viel barfuß gehen
➤ Füße massieren (z.B. mit einem Igelball oder einer Bürste)
➤ warm-kalte Wechselbäder/Wechselduschen machen