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Arthrose – Ursachen, Symptome und Behandlung

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Arthrose Ursachen
© ipopba - Fotolia.com

Gelenkprobleme gehören zu den Volkskrankheiten, die in den letzten Jahren deutlich verstärkt auftreten. Veränderte Lebensumstände, Ernährungsgewohnheiten sowie auch insgesamt ein veränderter Lebensstil führen zu Gelenkproblemen verschiedener Art.

Eine dieser Gelenkkrankheiten ist die Arthrose. Bei der Arthrose ist es der Verschleiß der Gelenke, der Probleme bereitet. Hier kommt es dazu, dass sich der natürliche Knorpel, der als Schutzschild im Gelenk dient, mehr und mehr abnutzt.

» Arthrose – Wer ist betroffen?
» Arthrose – Ursachen und Symptome
» Verlauf der Arthrose
» Folgen der Arthrose
» Arthrose & Behandlung
» Arthrose – Vorbeugende Maßnahmen

Arthrose – Wer ist betroffen

Rund 50 Prozent der über 50jährigen sind von der Arthrose betroffen, aber auch in jungen Jahren kann das Problem auftauchen und so ist inzwischen schon jeder Zweite von über 35 Jahren berufs- oder sportbedingt von der Gelenkabnutzung betroffen.

Wichtig zu wissen ist, dass eine unbehandelte Arthrose voranschreitet und letztlich sowohl Bänder und Sehnen als auch die angrenzenden Knochen nachhaltig schädigt.

Arthrose – Ursachen und Symptome

Generell führt die Überlastung der Gelenke zur Arthrose. Hier kann es sowohl die Überlastung aus sportlichen Aktivitäten oder die berufsbedingte Überlastung sein, aber auch Übergewicht hat einen großen Anteil an der Erkrankung der Gelenke. Ziehende Schmerzen sind der Anfang der Arthrose und auch der sogenannte Anlaufschmerz nach längern Ruhepausen kann ein Anzeichen für eine beginnende Arthrose sein. Wenn das Aufstehen morgens aus dem Bett oder nach einer längeren Ruhephase vom Sofa schwerfällt, sollte der Weg zum Orthopäden führen. Testen Sie sich doch einfach mal selbst und machen Sie den Arthrose-Check.

Ob nach der Radtour, der Wanderung oder dem Spaziergang – immer wenn nach solchen Aktivitäten Schmerzen auftreten, ist ein Hinweis auf einen frühzeitigen Verschleiß gegeben. Dabei sind aber nicht nur harte Belastungen durch Sport, Arbeit und Übergewicht für die Arthrose verantwortlich, denn auch X- oder O-Beine können diese Krankheit der Gelenke begünstigen. Der größte Risikofaktor, an der Arthrose zu erkranken, liegt allerdings im Alter begründet, denn die Regenerationsfähigkeit der Gelenke sinkt im Alter zunehmend.

Verlauf der Arthrose

Die Arthrose nimmt ihren Anfang in den Knorpelbereichen, die die Gelenkknochen überziehen und die für eine unproblematische Bewegung der Gelenke verantwortlich sind. Kleine Risse in dieser Beschichtung werden langfristig immer tiefer und so können die Gelenke dann nicht mehr reibungsarm ihre Arbeit wahrnehmen. In schlimmen Fällen der Arthrose ist die Gleitfähigkeit der Gelenke komplett aufgehoben und die Knochen reiben ohne Schmierung aufeinander.

Die Knorpelteile, die abgerieben werden, reizen die Gelenkinnenhaut und führen zu Entzündungen. Gelenkschwellungen und Schmerzen sind die Folge. Oftmals erfolgt auch eine Auffüllung der Gelenkhöhlen mit Flüssigkeit, bei der der Mediziner von dem Reizerguss spricht, der wiederum für eine Aufblähung des Gelenks sorgt.

Später erfolgt ein Wachstum des Knochens zum Gelenkknorpel mit Ausbildung von knotigen Verdickungen. Diese sind besonders bei älteren Frauen an den Fingergelenken erkennbar. Auch wenn die Auswachsungen kosmetisch problematisch sein können, müssen sie aber nicht unbedingt Schmerzen mit sich bringen.

Folgen der Arthrose

Folgen der Arthrose zeigen sich in eingeschränkter Beweglichkeit und zudem auch in Schmerzen. Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland – also eine sehr große Anzahl – sind von der Arthrose betroffen.

Die verbreiteste Gelenkerkrankung überhaupt schädigt die Gelenkknorpel nachhaltig. Betroffen sind in der Regel die am stärksten belasteten Gelenke des Körpers, also entweder die Knie oder die Hüftgelenke. Aber auch Finger- und Fußgelenke weisen häufig frühe Verschleißerscheinungen auf. Allerdings zeigen sich Schmerzen in Fingern und Füßen häufig anders als in den anderen Gelenken, weshalb die Arthrose in diesen Gliedmaßen häufig erst spät als solche erkannt wird.

Arthrose & Behandlung

In den Anfängen der Arthrose können Paracetamol oder Acetylsalicylsäure die Schmerzen lindern und die Entzündungsprozesse minimieren.

» Kortison
Die Kortison-Injektion in die Gelenkhöhle ist eine gängige Behandlung durch den Mediziner, die eine Minderung der Gelenkinnenhautreizung bewirken soll. Allerdings ist die Wirksamkeit der Behandlung sehr umstritten.

» Akupunktur
Akupunktur wird von den Krankenkassen als Therapiemaßnahme inzwischen hinsichtlich der Kostenübernahme als Behandlungsmaßnahme akzeptiert, wenn die Beschwerden speziell in den Kniegelenken mehr als sechs Monate andauern. Die Nadeltherapie kann gemäß Studienergebnissen die Schmerzreduzierung bei Arthrose wesentlich unterstützen.

Wenn Sie von den Erfahrungen anderer profitieren möchten, oder selbst eine Frage haben, die nicht geklärt werden konnte, können Sie sich an die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. wenden. Auch das Deutsche Arthrose Forum bietet Hilfe für Betroffene und Angehörige.

Arthrose – Vorbeugende Maßnahmen

Erste Regel: Reine Schonung der Gelenke in jeder Hinsicht – oftmals in der Vergangenheit propagierte Vorsorge – ist völlig falsch! Im Gegenteil ist es so, dass durch eine Belastung der Gelenke nach neuen Erkenntnissen die Bildung der Gelenkschmiere angeregt werden kann!

» Gelenke nicht überfordern
Die wichtigste Regel heutiger Erkenntnisse bei der Arthrose lautet, dass alles vermieden werden soll, was die Gelenke überfordert. Übergewicht muss abgespeckt und Sportarten müssen angepasst werden, damit die Gelenke Entlastung finden.

» Radfahren und Schwimmen
Radfahren und Schwimmen sind für die Gelenke die gesündesten Sportarten und gerade passionierte Handballspieler, Skater oder Skifahrer müssen oftmals auf ihre geschätzte Sportart verzichten, um ihre Gelenke möglichst lange fit und beweglich zu halten. Bei Handball, Skifahren oder Skaten ist zudem ein erhöhtes Unfallrisiko gegeben, was die Arthrose begünstigen kann.

Auch wenn die Gelenke schmerzen, ist kontinuierliche, schonende Bewegung aber sehr wichtig. Nur so kann die Nährstoffversorgung durch gute Durchblutung gewährleistet werden, die wiederum für die Gelenkschmiere sehr wichtig ist. Weiterhin liefert moderate und angepasste Bewegung eine Stimulanz der Hautschichten, die für die Ernährung der Gelenke zuständig sind. Das Ziel sollte beim Sport eine ausgeprägte Muskulaturausbildung sein, die den Gelenken wirksame Unterstützung liefert.

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