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Astigmatismus – Brille oder Kontaktlinsen bei Hornhautverkrümmung?

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Hornhautverkrümmung
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Die Hornhautverkrümmung ist ein Brechungsfehler des Auges, der angeboren sein kann oder sich erst im Laufe der Zeit entwickelt. Korrigiert werden kann dieser so genannte Astigmatismus in den meisten Fällen mit einer Brille, Kontaktlinsen oder einer Laserbehandlung.

Astigmatismus – warum wir unscharf sehen

Bei einer Hornhautverkrümmung ist nicht, wie bei einer normalen Kurz- oder Weitsichtigkeit, eine Verformung des Augapfels Schuld am unscharfen Sehen, sondern eine Verformung der Hornhaut. Die Hornhaut ist dabei nicht konvex gewölbt, sondern weist eine Delle auf. Durch diese Verkrümmung wird das Licht nicht mehr gleichmäßig gebrochen und der Lichtstrahl erfolgt auf der Netzhaut in stabförmiger Abbildung. Der Astigmatismus kann angeboren sein oder sich im Laufe der Zeit entwickeln – eine leichte Hornhautverkrümmung bis zu 0,5 Dioptrien gilt dabei als normal und muss nicht korrigiert werden. In der Augenmedizin werden vier verschiedene Arten des Astigmatismus unterschieden:

  • Astigmatismus hyperopicus
  • Astigmatismus myopicus
  • Astigmatismus mixtus
  • Astigmatismus compositus.

Brille, Kontaktlinsen oder Laser?

In den meisten Fällen kann ein Astigmatismus gut mit Brille und Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Das Ausmaß des Astigmatismus wird dabei in Dioptrien (Dpt.) angegeben, die benötigte Korrekturart in Zylinder (Cyl.) und dessen Position in Achslage (Achse). Bei der Brille werden zylindrische Brillengläser benötigt, die aus sphärischem und torischem Glas bestehen. Ein Ausgleich der Fehlsichtigkeit kann zudem auch mit Kontaktlinsen erreicht werden. Sollen weiche Kontaktlinsen verwendet werden, dann müssen diese zwingend torisch sein, die mit einer angepassten Gewichtsverteilung immer die richtige Ausrichtung auf der Hornhaut behalten. Ebenfalls zum Ausgleich eignen sich formstabile torische Linsen, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Ist der benötigte Grad der Korrektur nur gering, können auch formstabile, sphärische Linsen genutzt werden. Durch den Tränenfilm, der zwischen der Linse und der Hornhautoberfläche entsteht, wird der Astigmatismus ausgeglichen. Eine weitere Möglichkeit stellt die chirurgische Korrekturmethode mittels Laseroperation dar. Die Kosten dafür, ebenso wie für torische Kontaktlinsen und Brillen, werden jedoch nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen und müssen so selbst gezahlt werden.

Richtig korrigiert zum scharfen Sehen

Ein Astigmatismus ist bis auf wenige Ausnahmefälle gut mit Brillen, Kontaktlinsen oder einer Operation korrigierbar. Wichtig ist das genaue und sorgfältige Messen der benötigten Korrektur, damit die Sehhilfen auch zum gewünschten Ergebnis führen – dann ist das scharfe Sehen auch mit Astigmatismus kein Problem mehr.


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