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Bilharziose – Symptome, Verlauf und Schutz

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Bilharziose Symptome Verlauf
© drubig-photo - Fotolia.com

Was ist Bilharziose?

Die Bilharziose ist eine Erkrankung, die ihren Namen vom deutschen Entdecker, nämlich einem Dr. Bilharz hat. Hierbei handelt es sich um eine Süßwasserkrankheit, die durch einen parasitären tropischen Wurm übertragen wird.

Die Infektion mit der Bilharziose kann somit in tropischen Regionen stattfinden, allerdings nur in stehenden Gewässern. Überträger hier ist ein Blutegel aus der Gattung der Schistosoma.

Übertragung der Bilharziose

Der weibliche Wurm scheidet über seinen Harn und seinen Stuhlgang innerhalb des menschlichen Körpers seine Eier aus. Zur Übertragung der Eier reicht es aus, wenn der Mensch sich in einem tropischen Binnengewässer aufhält, denn hier erfolgt durch die Penetration der Haut – die übrigens nicht spürbar für den Menschen ist – eine Überragung in intakte Hautbereiche. Die These, dass es lediglich in verletzten Hautbereichen zu einer Infektion mit den Eiern kommen kann, ist somit falsch.

Bei der Wanderung durch den Körper gelangt der Wurm über Lunge und Leber in den Harn-Darm-Bereich, wo der Wurm letztlich auch seine Paarung durchführt. Die Lebensdauer des Wurmes liegt bei rund drei bis fünf Jahren.

Risikogebiete für Bilharziose

Risikogebiete für die Infektion mit Bilharziose sind

  • Afrika
  • Bereiche Südamerikas
  • die Karibik
  • Asien
  • sowie der Nahe Osten.

Die Infektionsrate variiert hinsichtlich des Status des Immunsystems und der Häufigkeit des Wasserkontaktes mit Binnengewässern.

Symptome und Verlauf der Bilharziose

Das Krankheitsbild der Bilharziose zeigt sich in folgenden Symptomen:

  • plötzlich auftretendes Fieber
  • Muskelschmerzen
  • Husten
  • Hautausschläge
  • starke Mattigkeit

Einige Patienten wiesen sogar massive Durchfälle, starke Bauchschmerzen und Leberprobleme auf.

Im Verlauf der Erkrankung kann sich letztlich eine chronische Blasenerkrankung sowie auch Nierenerkrankungen ergeben. Langfristig schließen Tropenmediziner auch die Ausbildung von Blasenkrebs als Folgeerkrankung der Bilharziose nicht aus.

Schutz vor Bilharziose

Ein Schutz vor der Infektion ist nur gegeben, wenn Binnengewässer in tropischen Regionen komplett gemieden werden. Ein Bad im Meer ist dagegen ungefährlich, da sich der Wurm hier aufgrund des Salzgehaltes nicht aufhält. Einen Impfschutz gegen Bilharziose gibt es nicht.