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Diätpillen können lebensgefährlich sein

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Abnehmen mit der Stoffwechselkur - Diätphase mit Globuli
© Björn Wylezich - Fotolia.com

Für viele Menschen, die mit Gewichtsproblemen und Fettpölsterchen zu kämpfen haben, klingt es wie ein Traum – die Diätpille, die man einfach nur über einen gewissen Zeitraum einnehmen muss, und schon purzeln ohne großes weiteres Zutun die Pfunde. Doch was die Werbung verspricht, hat in den meisten Fällen leider nichts mit der Realität zu tun und die als Wundermittel angepriesenen Diätmittel können mitunter sogar lebensgefährliche Konsequenzen haben.

Oft sind die scheinbaren Wundermittel wirkungslos

Die meisten Diätpillen machen große Versprechungen, kosten oft viel Geld und sind schlicht und einfach weitgehend wirkungslos. Sie bestehen oft aus pflanzlichen Extrakten, die im Magen aufquellen und ein Sättigungsgefühl auslösen sollen, was jedoch häufig gar nicht funktioniert. Oft sind eine unangenehme Verstopfung oder Blähungen die Folge, aber keine nennenswerte Gewichtsabnahme. Zudem sollte man bei der Einnahme von Ballaststoff-Pillen und anderen Quellstoffen darauf achten, dass man genug Flüssigkeit zu sich nimmt, da sie die Geschwindigkeit der Darmpassage und die Stuhlmenge erhöhen. Ersetzen lassen sie sich übrigens deutlich preisgünstiger durch einfache Vollkornprodukte.

Finger weg von Diätpillen aus dem Netz

Immer häufiger werden auch im Internet die verschiedensten Diätpillen zu scheinbar günstigen Preisen angeboten. Doch hier ist besondere Vorsicht geboten, da die Inhaltsstoffe dieser meist aus dem Ausland eingeführten Mittel manchmal durchaus lebensgefährliche Wirkung haben können. So werden zum Beispiel Appetitzügler und Schlankmacher aus Asien angepriesen, die einen gefährlich hohen Anteil des chemischen Wirkstoffes Sibutramin enthalten können. Auch in Deutschland ist diese Substanz in bestimmten Medikamenten enthalten, jedoch in deutlich geringerer Dosierung. Die Präparate aus dem Ausland sind nicht selten doppelt so hoch dosiert. Nebenwirkungen wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Beschwerden können für den Konsumenten lebensbedrohlich sein. Zudem können viele der illegal im Netz verkauften Schlankmacher auch zu einer Abhängigkeit führen. Verbraucherexperten raten aus diesen Gründen dringend von solchen Mitteln ab, die zwar als schlichte Nahrungsergänzungsmittel beworben werden, aber tatsächlich Arzneimittel mit erheblichen Nebenwirkungen sind.

Neben Sibutramin wurden in den im Netz verkauften Diätpillen noch andere gefährliche chemische Substanzen entdeckt, wie etwa das früher als Potenzmittel eingesetzte Yohimbin, das Aufputschmittel Ephidrin und oft auch hohe Dosen an Koffein. Da viele der verkauften Mittel auch keine Beipackzettel mit Informationen über die Zusammensetzung und mögliche Nebenwirkungen enthalten, ist es nicht möglich, sich auf einem sicheren Wege über das jeweilige Mittel näher zu informieren.

Schlüssel zum Erfolg: Bewegung und gesunde Ernährung

Generell ist es deutlich sinnvoller, auf herkömmlichem Wege sein Gewicht zu reduzieren, also mit Bewegung und einer gesunden Ernährung. Auf diese Weise belastet man seinen Organismus nicht mit chemischen Substanzen und der Körper hat Zeit, sich dauerhaft auf ein neues Gewicht und eine geänderte Lebensführung einzustellen. So vermeidet man auch den gefürchteten Jojo-Effekt. Bei Fragen und Problemen ist immer zuerst der Hausarzt der richtige Ansprechpartner, er kann möglicherweise auch bestimmte Medikamente aus dem Diätbereich verordnen. So geht man dann auch auf Nummer sicher, dass man keine gefährlichen chemischen Cocktails einnimmt, die den Körper schädigen können.

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