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Farbenblindheit – Woran Sie Farbsehstörungen erkennen!

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Farbenblindheit
© eevl - Fotolia.com

Insgesamt sind verschiedene Formen von Farbsehstörungen zu verzeichnen. Hier gibt es zum einen die so genannte Farbsinnstörung. Diese spezielle Form der Fehlsichtigkeit stellt eine Farbenschwachsichtigkeit dar. Zudem sind inzwischen drei verschiedene Formen der Farbenblindheit verzeichnet. Die am weitesten verbreiteten Farbsehstörungen sind genetisch bedingt, werden innerhalb einer Familie vererbt und sind somit auch angeboren.

Oftmals sagt man, dass ausschließlich Männer von Farbsehstörungen betroffen sind. Das ist nicht richtig. Auch wenn Männer häufiger von diesen Sehstörungen betroffen sind, gibt es auch Frauen die Farben nicht oder verändert erkennen.

Weit verbreitet ist lediglich die Information, dass Farbenblinde die Farben Rot und Grün verwechseln beziehungsweise nicht erkennen können. Fakt ist, dass die Farbenblindheit deutlich vielschichtiger ist, als das verbreitete Laienwissen darstellt.

Die Farbsehstörung kann durch spezielle Farbtafel ermittelt werden. Therapien oder vorbeugende Maßnahmen gegen die Farbsehstörung sind nicht bekannt.

» Formen der Farbenblindheit
» Ursachen für Farbenblindheit
» Varianten der Farbenblindheit
» Anatomische Hintergründe für Farbenblindheit
» Wie häufig tritt die Farbenblindheit auf?
» Symptome / Anzeichen für Farbenblindheit
» Wie kann man Farbenblindheit erkennen?
» Gibt es eine Therapie bei Farbenblindheit?
» Wie verläuft die Farbenblindheit?
» Die Vererbung der Farbenblindheit
» Die Probleme von Farbenblinden im Alltag
» Gezielte Hilfsmittel für Farbenblinde

Formen der Farbenblindheit

Insgesamt sind verschiedene Arten und auch Ausmaße der Farbenblindheit zu verzeichnen. Unterschieden wird in eine Farbensehstörung, die auch als Farbenschwachsichtigkeit bezeichnet wird sowie drei andere Formen von Farbenblindheit.

» Monochromasie
Die so genannte Monochromasie stellt eine komplette Farbenblindheit dar. Der Betroffene von dieser Form der Farbenblindheit kann Farben überhaupt nicht erkennen. Die gesamte Umwelt wird von den Betroffenen in verschiedenen Graustufen sowie Schwarz/Weiß wahrgenommen.

» Dichromasie
Bei der so genannten Dichromasie handelt es sich um ein Zweifarbsehen, dass in der Umgangssprache auch als Farbenblindheit bezeichnet wird. Dabei werden unterschiedliche Farben nicht korrekt wahrgenommen.

  • Die Rotblindheit wird als Protanopie bezeichnet. Hier fehlt bei Betroffenen eine bestimmte Sineszellenart im Auge, nämlich der L-Zapfen. Durch diese fehlenden Sinneszellen kann das Auge die Farbe Rot nicht erkennen.
  • Ist eine Grünblindheit, die sogenannte Deuteranopie, gegeben, fehlt eine andere Sinneszellenart, nämlich die sogenannten M-Zapfen. In diesem Fall kann die Farbe Grün vom Auge nicht wahrgenommen werden.
  • Bei der Blaublindheit, die vom Mediziner als Tritanopie bezeichnet wird, fehlen die Sinneszellen, die als S-Zapfen bekannt sind. Durch diese fehlenden Sinneszellen kann dann die Farbe Blau vom Auge nicht erkannt werden.

» Anomale Trichromasie
Die dritte Variante der Farbenblindheit wird durch die so genannte anomale Trichromasie gebildet. Hierbei handelt es sich um ein vom Mediziner als anomales Dreifarbsehen bezeichnetes Phänomen. Bei Betroffenen sind zwar alle Zapfen im Auge vorhanden, die für das Farbsehen verantwortlich sind, allerdings ist bei einem dieser Zapfen ein falsches Spektrum gegeben, weshalb Farben dem Gehirn falsch übermittelt werden.

Ursachen für Farbenblindheit

So vielfältig wie die Varianten der Farbenblindheit, so unterschiedlich sind auch die Ursachen durch die diese Farbenblindheit entsteht.

» Ursachen für komplette Farbenblindheit
Bei der kompletten Farbblindheit handelt es sich um eine Erbkrankheit der Netzhaut. Von dieser Krankheit sind Frauen und Männer in gleichem Maße betroffen. Etwa einer von 100.000 Menschen leidet unter dieser totalen Farbblindheit, bei der die Umwelt ausschließlich in Graustufen wahrgenommen wird. Mediziner bezeichnen diese Menschen als Achromaten und der Auslöser für das Farbsehen ist die so genannte Achromatopsie. Begleitend zur totalen Farbenblindheit treten dann auch noch eine mangelhafte Sehschwäche sowie eine starke Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht auf. In Deutschland sind circa 3000 Personen von der Achromatopsie, also der kompletten Farbenblindheit, betroffen.

» Ursachen für Rot-Grünblindheit
Eine Variante der Achromatopsie ist die so genannte Blauzapfen-Monochromasie. Hier ist bei Betroffenen noch eine restliche Wahrnehmung von Farben im Blaubereich vorhanden. Die Farbenblindheit kann auch in Form einer so genannten cerebralen Achromatopsie gegeben sein. Sowohl nach einem Schädel-Hirn-Trauma, nach anderen Hirnverletzungen oder nach einem Schlaganfall kann diese spezielle Form der Farbenblindheit auftreten.

Im Gegensatz zur klassischen Achromatopsie handelt es sich hierbei nicht um eine angeborene beziehungsweise vererbte Farbenblindheit, sondern um eine erworbene Farbsinnstörung. Bei dieser Farbenblindheit liegt die Ursache für die falsche Wahrnehmung nicht im Auge sondern in einer Störung der Verarbeitung des Sinnes.

Varianten der Farbenblindheit

Insgesamt unterteilt sich Farbenblindheit in vier verschiedene Grundformen.

» Komplette Farbenblindheit
Erste Variante der Farbenblindheit ist die komplette Farbblindheit die sich aufgrund eines genetischen Defektes ergibt. Hier sind im Auge, die für das Farbsehen verantwortlichen Gene überhaupt nicht angelegt. Daraus ergibt sich, dass diese Farbenblindheit ein Leben lang besteht und auch nicht behoben werden kann, da die organischen Voraussetzungen für das Farbsehen überhaupt nicht gegeben sind.

» Augenzittern (Nystagmus)
Die zweite Variante der Farbenblindheit ist das sogenannte Augenzittern. Dieses wird auch als Nystagmus bezeichnet. Im sogenannten gelben Fleck des Auges, der für das schärfste Sehen zentral auf der Netzhaut verantwortlich ist, sind keine Stäbchen (Sinneszellen in der Netzhaut) angelegt. Um diesen Defekt auszugleichen, nimmt das Auge sehr schnelle Bewegungen wahr.

» Photophobie (Überempfindlichkeit der Augen)
Die dritte Variante für die Farbenblindheit ist in der so genannten Photophobie gegeben. Hierbei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit der Augen gegen Licht. Die Stäbchen in den Augen sind auf eine geringere Lichtmenge im Auge eingestellt, sind daher für das Sehen in der Dämmerung verantwortlich. Weil keine funktionstüchtigen Zapfen im Auge vorhanden sind, ist eine Hemmung der Stäbchen bei einfallendem Sonnenlicht nicht möglich. Im Gegensatz hierzu sind bei farbsehenden Menschen die Stäbchen vorhanden, die das einfallende Licht im Auge ausgleichen können.

» Visus (eingeschränkte Sehschärfe)
Die vierte Form der Farbensehschwäche ist in der eingeschränkten Sehschärfe gegeben. Der Mediziner spricht hierbei von einem so genannten Visus. Bei dieser Augenerkrankung sind die Städtchen im zentralen Gesichtsfeld in zu geringer Dichte angeordnet.

Alle vier Varianten der Farbenblindheit sind angeboren, können daher nur bedingt ausgeglichen werden, verschlechtern sich allerdings im Gegenzug hierzu in der Regel nicht.

Anatomische Hintergründe für Farbenblindheit

Innerhalb des Auges sind die Farb-Rezeptoren, also die sogenannte Zapfen vorhanden. Durch diese Zapfen erfolgt die farbliche Wahrnehmung der Umgebung. Der Achromat (Farbenblinde) weist keine funktionierende Zapfenart im Auge auf, damit ist die Farberkennung komplett gestört.

Bei hellem Tageslicht sind die Stäbchen im Auge von Achromaten völlig überlastet, dadurch geht die Sehkraft bei diesen Betroffenen auch am Tage völlig zurück. Zudem erkennt der Achromat seine Umwelt nur neblig und weiß-grau. Die Krankheit wird deshalb auch als Tagblindheit bezeichnet. Während bei gesunden Menschen auf der schärfsten Stelle der Netzhaut ausschließlich Zapfen aber keine Stäbchen vorhanden sind, befinden sich bei den Achromaten an dieser Stelle der Netzhaut überhaupt keine funktionstüchtigen Sinnesrezeptoren.

Wie häufig tritt die Farbenblindheit auf?

Die meisten Farbsehstörungen sind angeboren und werden dann auch an das Geschlecht gebunden an die Nachkommen vererbt. Insgesamt sind eher Männer als Frauen von der Farbenblindheit betroffen. In der gesamten Bevölkerung sind rund 8 Prozent aller Männer farbenblind, während bei den Frauen etwa 0,4 Prozent von dieser Schwäche betroffen sind.

Die am häufigsten vertretene Farbsehschwäche ist die Grünschwäche. Sie ist in 50 Prozent aller Fälle gegeben. Gefolgt wird die Grünschwäche von der Grünblindheit, an der rund 25 Prozent aller Betroffenen leiden. Die Rotblindheit liegt bei 15 Prozent, gefolgt von der Rotschwäche mit 10 Prozent. Ebenso wie die totale Farbenblindheit ist auch die Blauschwäche und Blaublindheit nur sehr selten vertreten.

Symptome / Anzeichen für Farbenblindheit

Abhängig von der Ursache der Farbzerstörung sind auch die Symptome intensiver oder weniger intensiv ausgeprägt.

  • Überwiegend ist eine Schwäche im Rot-Grün-Bereich zu verzeichnen. Dabei ist gerade die Unterscheidung der Farben Grün und Rot für Betroffene sehr schwierig. Ein grüner Farbeindruck wird diesen Personen als graue Farbe dargestellt.
  • Ist die sehr seltene Form der kompletten Farbenblindheit gegeben, dann sehen diese Personen überhaupt keine Farben, können insgesamt nur durch Unterschiede in der Helligkeit Farben differenzieren.
  • Ist die Farbsinnstörung angeboren, dann besteht die Möglichkeit, dass durch diese Basiserkrankung auch andere Funktionen eingeschränkt sind. So kann bei diesen Personen beispielsweise eine Verkleinerung des Gesichtsfeldes gegeben sein, die die Schärfe stark reduziert oder auch eine besonders intensive Lichtempfindlichkeit vorliegen.

Wie kann man Farbenblindheit erkennen?

Um eine Diagnose bezüglich der Farbenblindheit zu stellen, kann der Augenarzt bei einem Verdacht auf eine Farbsehstörung zunächst den Farbsinn des Betroffenen testen.

» Farbenblindheit erkennen mit Ishihara-Tafeln
Diese Prüfung findet mit Farbtafeln statt, die als Ishihara-Tafeln bezeichnet werden. Die Tafeln enthalten Farbpunkte. Innerhalb der Farbpunkte auf der gesamten Karte sind Zahlen aus andersfarbigen Farbpunkten dargestellt. Die Zahlen haben eine andere Farbe, weisen allerdings die gleiche Helligkeit wie die Umgebungsfarbe auf, damit der Betroffene eine Differenzierung nicht aufgrund der Helligkeit vornehmen kann. Leidet ein Patient unter der Farbsehstörung, werden die Zahlen falsch oder überhaupt nicht erkannt. Anhand dieses Tests kann der Arzt eine Auswertung vornehmen, welche Zahlen der Patient erkennt und welche nicht. Die Untersuchungsergebnisse geben Aufschluss über die Art und die Stärke der vorhandenen Farbsehstörung.

Neugierig geworden? Dann machen Sie doch einmal den Farbenblindheit-Test!

» Farbenblindheit erkennen durch Anomaloskop
Eine weitere Möglichkeit der Diagnose besteht in der Nutzung des so genannten Anomaloskops. In diesem ist eine zweigeteilte Prüfscheibe vorhanden. Der Patient schaut durch ein Rohr auf die Prüfscheibe. Während die obere Hälfte der Prüfscheibe eine Farbvorgabe hat, muss der Patient passend hierzu die Farbe an der unteren Seite der Scheibe am Gerät einstellen. Ziel ist es, dass der Betroffene dabei die Grün- und Rotwerte am Gerät so einstellt, dass sie möglichst identisch mit der oberen Seite der Scheibe sind.

Bei einer Farbsehstörung gibt der Betroffene zu viel von der benötigten Farbe hinzu, was dann dazu führt, dass ein für den Betroffenen vergleichbares Gelb als Farbe erzeugt wird. Durch diese Untersuchung ist es möglich, die Farbsehstörung zu objektivieren.

Gibt es eine Therapie bei Farbenblindheit?

Generell ist es nicht möglich, eine Farbsehstörung, die angeboren ist, zu therapieren.

Liegt die Farbsehstörungen allerdings in einer Augenerkrankung begründet, dann sind Behandlungsmaßnahmen möglich, die der Augenarzt in Abhängigkeit zu der Grunderkrankung auswählt. So können beispielsweise stark betonte Gläser bei Brillen oder stark vergrößernde Sehhilfen als Therapie genutzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Augentropfen, die die Pupille verengen, zu nutzen.

Ist die Farbenblindheit in einer Verletzung begründet, besteht auch hier eine Therapiemöglichkeit. Diese richtet sich aber immer auf die Grunderkrankung aus, nicht auf die Farbenblindheit selbst, die dann lediglich als Symptom zu verzeichnen ist.

Wie verläuft die Farbenblindheit?

Ist die Farbenblindheit angeboren, bleibt sie in ihrer Ausprägung gleich. Eine Verschlechterung der Farbsehrkraft ist in diesem Fall nicht zu erwarten. Es ist weiterhin nicht zu erwarten, dass beispielsweise die Sehschärfe aufgrund der Farbenblindheit gefährdet oder beeinflusst wird. Farbenblindheit und Sehkraft sind getrennt voneinander zu bewerten.

Liegen gesundheitliche Gründe für die Verschlechterung der Farbensehkraft zugrunde, dann kann sich die Farbensehkraft durchaus verändern. Die Farbensehkraft ist dann von der jeweils auslösenden Erkrankung abhängig und auch eine Verschlechterung der Farbsehkraft hängt dann mit einer Verstärkung der Erkrankung beziehungsweise einer Verschlechterung des Krankheitsbildes zusammen.

Die Vererbung der Farbenblindheit

Bekommen zwei gesunde Personen ein Kind, von denen eine Person ein Gen-Träger der Farbensehschwäche ist, der andere gesund ist und das Gen nicht in sich trägt, ist die Wahrscheinlichkeit zu 100 Prozent gegeben, dass das Kind keine Farbensehschwäche aufweisen wird. Trotzdem ist in diesem Fall eine 50prozentige Wahrscheinlichkeit gegeben, dass das Kind Gen-Träger der Farbensehschwäche ist.

Bekommen zwei gesunde Personen ein Kind, bei denen beide der Gen-Träger der Farbensehschwäche sind, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 75 Prozent, dass das Kind ein gesundes Farbsehen entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind das Gen in sich trägt, liegt bei 50 Prozent. 25 Prozent der Kinder dieser Elternkonstellation tragen das Gen für die Farbensehschwäche nicht in sich.

Ist ein Elternteil ein gesunder Gen-Träger der Farbensehschwäche, der andere Elternteil dagegen farbenblind, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent, dass auch das Kind die Farbensehschwäche entwickelt. Generell traben aber alle Kinder dieser Eltern das Gen für die Farbensehschwäche in sich.

Bekommen zwei Farbensehschwache gemeinsam ein Kind, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 100 Prozent, dass auch das Kind die Farbensehschwäche ausbildet.

Die Probleme von Farbenblinden im Alltag

» Hohe Lichtempfindlichkeit
Eine Problematik für Farbenblinde ergibt sich im Alltag aus ihrer starken Blendungsempfindlichkeit. Obwohl Farbenblinde ohnehin schon über eine geringere Sehschärfe verfügen, wird diese schon bei geringem Lichteinfall noch weiter reduziert.

» Getönte Brillen von Vorteil
Ist ein Wechsel der Lichtverhältnisse gegeben, müssen Betroffene in der Regel auch einen Brillenwechsel vornehmen. Klassische Brillen für Farbenblinde sind mit einer angepassten Tönung oder einem Kantenfilter ausgestattet.

» Hilfe beim Einkauf (Kleidung)
Gerade bei der Auswahl von Kleidung oder anderen Gegenständen, bei denen die Farbauswahl eine Rolle spielt, haben Farbenblinde ein Handicap.

Gezielte Hilfsmittel für Farbenblinde

Generell werden die Hilfsmittel, auf die Farbenblinde zurückgreifen können, in drei verschiedene Gruppen unterteilt.

  • Hilfsmittel zur Minderung der Blendung
  • Hilfsmittel gegen mangelnde Sehschärfe
  • Hilfsmittel zum Ausgleich des fehlenden Farbsehens

» Hilfsmittel gegen die Blendung
Für die Reduzierung der Blendung stehen spezielle Brillen zur Verfügung. Diese sind mit einem ganzen Filter ausgestattet. Auch getönte Kontaktlinsen können eine Hilfe bieten, wenn die Blendung reduziert werden soll. Ist eine besonders hohe Empfindlichkeit gegeben, können auch Brillen mit einem Blendschutz verwendet werden, der seitlich angesetzt ist und somit auch den seitlichen Lichteinfall reduziert.

Viele Farbenblinde sind so lichtempfindlich, dass sie zudem eine Schirmmütze gegen Sonnenblendung verwenden müssen. Ist eine Kantenfilterbrille im Einsatz, muss diese häufig bei unterschiedlichen Lichtbedingungen ausgetauscht werden, um eine optimales Sehen für den Farbenblinden zu erzielen.

» Hilfsmittel bei mangelnder Sehschärfe
Damit die mangelhafte Sehstärke ausgeglichen wird, stehen Vergrößerungshilfen für Farbenblinde zur Verfügung. In der Regel sind dies heute optische oder sogar elektronische Lupen oder Lupenbrillen. Inzwischen stehen auch Brillen zur Verfügung, die über integrierte Lupensegmente verfügen und damit ohne den Einsatz weiterer Hilfsmittel ein optimales Sehen ermöglichen.

» Hilfsmittel gegen mangelndes Farbsehen
Um einen Ausgleich für das mangelnde Farbsehen zu erzielen, können Farbenblinde heute oftmals schon auf elektronische Farberkennungsgeräte zurückgreifen.

Ein relativ neues Hilfsmittel auf dem Markt ist ein sogenanntes Eyeborg. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, das auf die Hilfe einer Kamera zurückgreift und dabei für den Farbenblinden die Farbinformationen der Computer in akustische Signale verwandelt. So kann der Farbenblinde die Farben sozusagen hören.

Einen äußerst interessanten Artikel über Neil Harbisson, einem farbenblinden Künstler, können Sie auf Yahoo nachlesen. Harbisson war maßgeblich an der Entwicklung des ersten Eyeborg beteiligt.