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Exklusiver Fett-Vergleich: Welches Speiseöl ist wirklich gesund?

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Fett Vergleich
© id-art - Fotolia.com

Rund 177 Millionen Liter Speiseöl wurden im Jahr 2010 von deutschen Verbrauchern gekauft und verzehrt. Eine beachtliche Zahl, die zeigt, wie wichtig den Deutschen das Fett in der Ernährung ist. Fett ist ohne Zweifel ein Geschmacksträger und daher aus privaten Haushalten und Restaurants nicht mehr weg zu denken. Wir benutzen es zum Braten, Kochen und Backen, doch wussten Sie, dass Öl nicht gleich Öl ist?

Wenn man es ganz genau nimmt, darf man Speisefett und Speiseöl nicht in einen Topf werfen. Gemeint ist hier nicht der mit dem Deckel, sondern die Unterscheidung der beiden Varianten. Ist handelsübliches Speiseöl (Olivenöl, Rapsöl) bei etwa 20 Grad flüssig, so sind Speisefette (Margarine, Kokosfett) bei dieser Temperatur noch streichfähig bzw. halbfest. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf die beliebtesten Speiseölsorten und klären, welches Öl wirklich gesunde Aspekte aufweist.

» Olivenöl
» Sonnenblumenöl
» Rapsöl
» Kürbiskernöl

➤ Olivenöl – gesund und sättigend

Olivenöl wird aus den Früchten des Olivenbaums, also den Oliven gewonnen. Verwendet werden hierbei sowohl das Fruchtfleisch als auch der Kern. Am häufigsten wird Olivenöl zum Braten verwendet und als Dressing für diverse Salate. Bei dieser Variante des Speiseöls unterscheidet man in nativ und raffiniert, je nach Art der Herstellung. Olivenöl gilt als deutlich schneller sättigend als andere Speiseöle.

Natives Olivenöl wird kaltgepresst. Das heißt, zur Gewinnung wird keine Wärme eingesetzt. Der Vorteil dieser Herstellungsvariante: Sowohl Geschmack als auch Vitamine und ungesättigte Fettsäuren bleiben erhalten. Raffiniertes Olivenöl ist deutlich günstiger in der Herstellung, deshalb aber nicht weniger schlecht für unsere Gesundheit. Nur beim Geschmack kann das raffinierte Olivenöl nicht ganz mithalten. Durch die Raffination werden nämlich Geschmacksstoffe entfernt, allerdings auch mögliche Schadstoffe.

➥ Olivenöl: gesundheitliche Aspekte

  • + hoher Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren
  • + positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel
  • + enthält Vitamin E
  • + auch zur Hautpflege geeignet (Sonnenbrand)
  • + sättigt schneller als andere Fette
  • + geringeres Schlaganfallrisiko
  • – wenige mehrfach ungesättigte Fettsäuren

➤ Sonnenblumenöl & goldgelbes Vitaminwunder

Sonnenblumenöl wird aus den Kernen der blütenträchtigen Pflanze gewonnen. Diese werden, je nach Sorte, geschält oder ungeschält, gesäubert und anschließend getrocknet. Wie auch beim Olivenöl gibt es die Varianten natives, also kaltgepresstes, oder raffiniertes Sonnenblumenöl.

Das vitaminreichere kaltgepresste Sonnenblumenöl hat eine goldgelbe Farbe und einen nussigen Geschmack. Erhitzen sollte man diese Variante aber nicht, da sich sonst die gesunde Wirkung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auflöst. Raffiniertes Sonnenblumenöl ist weniger geschmacksintensiv und deutlich blasser in der Farbe. Auch preislich ist diese Variante durchaus erschwinglich. Hinzu kommt, dass raffiniertes Sonnenblumenöl stark erhitzt werden kann, was für den Einsatz in der Küche quasi perfekt ist.

➥ Sonnenblumenöl: gesundheitliche Aspekte

  • + enthält viel Linolsäure (Omega-6-Fettsäure)
  • + Cholesterinsenkend
  • + enthält viel Vitamin E
  • + Hautpflegemittel gegen Ekzeme
  • – wenige Omega-3-Fettsäuren (Entzündungshemmer)

➤ Rapsöl & günstig aromatisch

Kannte man Rapsöl bis vor ein paar Jahren nur als Treibstoff oder Schmieröl, so läuft das flüssige Gold heute dem bisher so beliebten Olivenöl immer mehr den Rang ab. Gewonnen wird das, auch Rüböl genannte, pflanzliche Fett aus den Samen der Pflanze. Rapsöl kann sowohl kalt verzehrt werden, ist aber auch stark erhitzbar. Küchenprofis setzen Rapsöl immer mehr ein.

Damit sich ein Rapsöl kaltgepresst (nativ) nennen darf, muss besonders gute Saat verwendet werden. Sobald bei der Herstellung Wärme zugeführt wird, ist diese Bezeichnung nicht mehr erlaubt. Natives Rapsöl hat einen aromatischen Geschmack, der ins nussige geht. Raffiniertes Rapsöl wird durch Erhitzen haltbarer gemacht. Dadurch kann zwar mehr Öl gewonnen werden, allerdings leiden auch Geschmack und Farbe.

➥ Rapsöl: gesundheitliche Aspekte

  • + gutes Verhältnis von Omega-6-zu-Omega-3-Fettsäuren
  • + enthält kaum Cholesterin
  • + verlangsamt den Alterungsprozess
  • + beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor
  • wird schneller ranzig

➤ Kürbiskernöl & gesunde Delikatesse

Das in Deutschland erhältliche Kürbiskernöl stammt zu großen Teilen aus der österreichischen Steiermark. Für das Öl werden die Samen des speziellen Ölkürbis verwendet, geröstet, gesalzen und anschließend mit Salz vermischt. Kürbiskernöl ist eher höherpreisig, nicht übermäßig lange haltbar und sollte daher nicht in großen Mengen eingekauft werden.

Kaltgepresstes Kürbiskernöl enthält besonders viele Vitamine. Geschmacklich ist dieses Speiseöl kräftig, in Richtung nussig gehend. Die Farbe ist je nach Sorte hellgrün bis grün. Es gibt zwar auch raffiniertes Kürbiskernöl, welches Sie unter anderem an der rötlichen Farbe erkennen. Aus gesundheitlichen Aspekten ist aber immer die frisch gepresste, native Variante zu empfeheln.

➥ Kürbiskernöl: gesundheitliche Aspekte

  • + stärkt Prostata und Blase
  • + festigt das Immunsystem
  • + verhindert hohe Blutfettwerte
  • + enthält kein Cholesterin
  • + enthält hochwertiges Eiweiß
  • – wird bei Wärmeeinwirkung schnell bitter

Bei einer bewussten Ernährung mit Fetten kommt es also darauf an, intensive Geschmacksmomente zu erhalten und dennoch auf ungesunde Appetitanreger zu verzichten – hier geht es zum Online-Shop, in dem Sie eine große Auswahl an pflanzlichen Speiseölen finden. Diese sind folglich definitiv gesünder als tierische Fette, weil diese deutlich mehr gesättigte Fettsäuren enthalten.