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Ackerschachtelhalm als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Ackerschachtelhalm
© emer - Fotolia.com

Der Ackerschachtelhalm heißt lateinisch botanisch Equisetum arvense. Er gehört wie übrigens die Farne auch zu den farnartigen Gewächsen. Andere Bezeichnungen sind zum Beispiel Katzenwedel, Zinnkraut, Scheuerkraut oder auch Acker-Zinnkraut.

Der Ackerschachtelhalm ist eine mehrjährige Pflanze, die sich durch die Bildung von Sporen vermehrt, so wie es bei den Farnen auch bekannt ist. Gesehen hat bestimmt jeder schon einmal den Ackerschachtelhalm, denn er ist sehr verbreitet, und das nicht nur in unseren Gebieten, sondern auch in Asien, Nordamerika und manchmal sogar bis in die Arktis hinein. Diese Pflanze liebt Äcker, Böschungen und Gräben, sowie feuchte und lehmige Wiesenränder.

Der größte Teil des Ackerschachtelhalmes lebt unter der Erde, so hat er weit verzweigte und tief gehende Wurzeln. Die Sporentriebe sind gut an ihrer Farbe zu erkennen, sie bilden sich rot bis braun aus, werden dann im Sommer zu grünen Trieben, die unfruchtbar sind.

Genau diese grünen Triebe werden medizinisch verwendet. Hier findet man einen hohen Gehalt an Kieselsäure, auf den auch der Name Zinnkraut zurück zu führen ist. Früher wurde nämlich mit dem Ackerschachtelhalm Zinn geputzt. Auch die medizinische Verwendung geht sehr weit zurück, teilweise bis ins Altertum, hier fand die Pflanze Verwendung als blutstillendes Mittel.

Andere wichtige Bestandteile des Ackerschachtelhalmes sind Carbonsäure, Flavonoide, Glykoside, Kalium und Saponine. Sebastian Kneipp machte in der neueren Zeit den Ackerschachtelhalm bekannt, er benutzte ihn, um Gicht, Rheuma und Wunden zu behandeln. Hierzu nahm er das bereits erwähnte grüne Kraut.

Aus dem Ackerschachtelhalm kann man aber auch Tee herstellen, der heilende Wirkungen haben soll. Der Tee wird eingesetzt zur Durchspülung bei entzündlichen oder bakteriellen Erkrankungen der Harnwege und der Nieren, aber auch bei Nierengrieß. Auch bei Husten und Ödemen sollen heilende Kräfte auftreten.

Auch Gelenkentzündungen und Bänderbeschwerden können mit dem Ackerschachtelkraut behoben werden. Das Rezept dazu: Man kocht das Kraut mindestens 20 min im Wasser. Das gekochte Kraut wird auf die schmerzenden Stellen gelegt und dort für einige Stunden belassen. Hier ist es aber nachvollziehbar, dass Gelenkverschleiß nicht heilbar ist, auch nicht mit Kräutern aus der Natur.

Auch die Schulmedizin hat die Wirkung von Ackerschachtelhalm schon erkannt und man findet seine Bestandteile heute in vielen Präparaten wieder, wie beispielsweise in Husten-, Blasen-, Rheuma-, Nieren- und Blutreinigungstees.

Aber in anderen Bereichen findet diese Pflanze ebenso Verwendung, zum Beispiel im Gartenbau, denn setzt man einen Sud an, so kann dieser den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen helfen. Außerdem nehmen Schädlinge und Parasiten Reißaus.