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Bärentraube als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Bärentraube
© Heike Rau - Fotolia.com

Die Bärentraube, deren wissenschaftlicher Name Arctostaphylos uva-ursi ist, gehört zu den Heidekrautgewächsen. Bärentraube ist ein niedriger Strauch, der weiße bis rosafarbene Blüten trägt, die krugförmig sind.

Ein Bärentrauben-Strauch kann zwischen 30 cm bis 1 m hoch werden. Die Blütezeit ist von März bis in den Juni. Aus den Blüten entwickeln sich erbsengroße rote Beeren. Die Blätter der Bärentraube fühlen sich wie Leder an und sind dunkelgrün. Anzutreffen ist die Bärentraube in Bergwäldern, auf sonnigen Zwergstrauchheiden und in geschützten Felsnischen. Es gibt die Bärentraube sowohl im Westen von Kanada, als auch in den Alpen und in den südlichen Mittelgebirgen, aber auch in Nordeuropa und zwar bis in Höhen von bis zu 2800 m.

Die Bärentraube braucht zum Gedeihen kalkhaltigen Boden. Die Blätter der Bärentraube enthalten unter neben Arbutin auch Gerbstoffe, sowie Flavone und Glykoside. Bärentraube ist eine Heilpflanze, die in der Naturheilkunde vielseitig Anwendung findet. Zum Beispiel hilft Bärentraube nachweislich bei Harnwegsinfektionen, aber auch bei Durchfall und bei Gallenbeschwerden.

Bärentraube wird aber auch als Wehenmittel eingesetzt, wobei die Einnahme von Bärentraube allerdings nicht über längere Zeit (höchstens acht Tage) erfolgen sollte und auch nicht öfters als fünfmal im Jahr. Der Grund dafür ist, dass aus dem in Bärentraube enthaltene Arbutin Hydrochinon entsteht, was als krebserregend gilt. Darüber hinaus kann Bärentraube die Leber schädigen. Weitere mögliche Nebenwirkungen bei der Einnahme von Bärentraube können die darin enthaltenen Gerbstoffe auslösen. Diese können den Magen reizen. Bei einer Überdosierung kann dies zu Verstopfung führen.

Früher wurden die Blätter der Bärentraube wegen ihres hohen Gerbstoffgehalts auch zum Gerben von Leder verwendet.

Brüht man sich einen Tee aus den Blättern der Bärentraube, so sollte man darauf achten, dass man diese mit kaltem Wasser übergießt – auf keinen Fall mit heißem Wasser, da ansonsten der Gerbstoffanteil sehr hoch wird, was zu Magenproblemen mit Erbrechen und Übelkeit führen kann.