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Berberitze als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Berberitze
© kolesnikovserg - Fotolia.com

Der botanische Name der Gewöhnlichen Berberitze ist Berberis vulgaris. Im Volksmund bezeichnet man die Gewöhnliche Berberitze auch als Essigbeere oder Sauerdorn. Beheimatet ist die Berberitze sowohl in Europa, als auch in Asien. Die Gewöhnliche Berberitze ist ein sommergrüner Strauch, der Blattdornen hat. Der Stauch kann eine Wuchshöhe von 1 bis 3 Metern erreichen.

Die Rinde des Berberitze-Strauchs ist äußerlich gelbbraun bis grau und innen drinnen leuchtend gelb. Die Blüten der Berberitze riechen unangenehm und sind gelb und blühen jährlich von Mai bis Juni. Von August bis Oktober trägt der Berberitze-Strauch ca. 1 cm lange rote Beeren. Verbreitet ist diese Pflanze sowohl in Südeuropa, als auch in Mittel- und in Westeuropa, wobei man die Berberitze in den Alpen bis in eine Höhe von 2500 m antrifft.

Finden kann man die Berberitze an mäßig feuchten Standorten. Sie bevorzugt Gebüsche, Waldränder aber auch lichte Auen und liebt Halbschatten ebenso wie auch volle Sonne.

Die Berberitze gilt als Zwischenwirt des für Getreide schädlichen Schwarzrostpilzes. Nachdem man bereits im 18. Jahrhundert den Zusammenhang zwischen der Berberitze und dem Schwarzrostpilz erkannt hatte, was schließlich 1866 auch noch wissenschaftlich bestätigt wurde, wurden die Bestände der Berberitze in Europa stellenweise nahezu ausgerottet.

Die Wurzel der Berberitze findet als Heilpflanze Verwendung und zwar unter anderem bei
Leberfunktionsstörungen, Gallenleiden, aber auch bei Gelbsucht und Verdauungsstörungen. Der Hauptwirkstoff, der in Berberitze enthalten ist, ist Berberin, welcher in allen Pflanzenteilen vorkommt, bis auf die roten Beeren. Diese sind sehr vitaminreich, schmecken aber säuerlich. Sie werden für die Herstellung von Konfitüre verwendet.

Insbesondere aber die Blätter und die Rinde der Berberitze enthalten Alkaloide. Diese können Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Beispielsweise kann schon der Verzehr von nur vier Gramm Rinde Nasenbluten, Benommenheit und Atembeschwerden zur Folge haben.