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Bischofskraut als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Bischofskraut
© RukiMedia - Fotolia.com

Das Bischofskraut gehört zu den Doldengewächsen. Es kann bis zu 1 m hoch werden. Bei Bischofskraut handelt es sich um eine ein- bis zweijährige Pflanze, die vorwiegend im Mittelmeergebiet, sowie auch in Argentinien, in Chile und in Mexiko heimisch ist.

Aus den Früchten des Bischofskrauts können einzelne Inhaltsstoffe gewonnen werden. Diese Früchte enthalten die Furanochromone Khellin und Visnagin und Pyranocumarine. Diese Inhaltsstoffe werden für die Herstellung von Fertigarzneimitteln verwendet. Früher wurde Bischofskraut auch als Teedroge verwendet. Die Verwendung als Teedroge ist aber heute nicht mehr gebräuchlich.

Die Inhaltsstoffe Khellin und Visnagin wirken krampflösend, insbesondere auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Kanals, sowie der Bronchien und der Gallen- und Harnwege, sowie der Herzkranzgefäße. Khellinhaltige Präparate werden daher bei Asthma, Keuchhusten, Nieren- und Gallenleider, sowie bei Darmkoliken angewandt, wohin gegen die visnadinhaltige Präparate für die Förderung der Durchblutung des Herzmuskels eingesetzt werden.

Präparate mit den Inhaltstoffen Khellin und Visnagin sollten in der Schwangerschaft und auch während der Stillzeit nicht angewendet werden. Darüber hinaus sind bei der Anwendung von Präparaten aus Bischofskraut einige weitere Verhaltensweisen zu beachten. Beispielsweise sollte man während der Dauer der Anwendung von derartigen Präparaten aus Bischofskraut unbedingt auf Sonnenbäder und auch auf Solarien verzichten, denn die Früchte des Bischofskrauts enthalten phototoxische Furanocumarine. Diese erhöhen nachweislich die Lichtempfindlichkeit der Haut.

Ebenfalls nicht anwenden sollte man Präparate aus Bischofskraut mit Khellin bei einer bereits vorgeschädigten Leber, denn es ist bekannt und erwiesen, dass Khellin bei Einnahme einer hohen Dosis derartiger Präparate zu einer Erhöhung der Leberenzyme führt.

Präparate aus Bischofskraut können darüber hinaus weitere Nebenwirkungen haben. Diese können zum Beispiel Übelkeit oder Schwindel sein. Diese Präparate können aber auch zu Appetitlosigkeit und zu Kopfschmerzen führen, aber auch zu Verstopfungen sowie darüber hinaus zu starken allergischen Reaktionen. Bei einigen führt die Anwendung von Präparaten aus Bischofskraut auch zu Schlafstörungen.