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Bockshornklee als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Bockshornklee
© Yogesh More - Fotolia.com

Der Bockshornklee, der als Heilpflanze bekannt ist, ist eigentlich ein Kraut, das teils bis zu 50 cm hoch wachsen kann. Es verfügt über einen kräftigen Stängel und blassgelbe Schmetterlingsblüten. Diese sind einzeln oder paarweise in den Blattachseln angeordnet. Das Kraut treibt außerdem eine abstehende, oft bis zu 20 cm lange Hülsenfrucht, die wiederum 4 bis 20 flachgedrückte Samen enthält.

Obwohl der Bockshornklee als Heilpflanze bezeichnet wird, sind es letztlich nur die Samen, die in der Medizin verwendet werden. Nach dem Trocknen sind diese sehr hart, so dass sie zur weiteren Verarbeitung oft erst zerkleinert bzw. gemahlen werden.

Ursprünglich stammt der Bockshornklee, der zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse gehört, aus China, Indien, der Ukraine und ist auch im Mittelmeergebiet beheimatet. Weitläufig bekannt ist er außerdem unter Namen wie „Griechisches Heu“, „Heusamen“ oder „Kuhbohnen“.

In der Medizin verwendet man Bockshornklee um den Blutzucker bzw. das Cholesterin zu senken, wie die genaue Wirkungsweise allerdings aussieht und welche Dosierung hier empfehlenswert ist, ist noch nicht eindeutig bewiesen. In der inneren Anwendung des Bockshornklees spielt die Appetitanregung eine große Rolle, in der äußeren nutzt man ihn oft zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Ekzemen oder Furunkeln.

Viele Menschen sind auch der Ansicht, dass Bockshornklee die Milchbildung in der Stillzeit erhöhen kann, ob dies aber tatsächlich so ist, konnte noch nicht nachgewiesen werden.
Im asiatischen Raum dagegen verwendet man den Bockshornkleesamen oft als Bestandteil des beliebten Gewürzes Curry, die jungen Triebe der Pflanze werden hier als Gemüse verarbeitet.

Sollten Sie also an Appetitlosigkeit leiden, versuchen Sie doch einmal einen halben Teelöffel getrockneten, zerkleinerten Bockshornkleesamen mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten einzunehmen. Natürlich können Sie auch einen Kaltwasserauszug zubereiten. Dafür setzen Sie den Samen mit kaltem Wasser an und seihen die Mischung drei Stunden später einfach ab.
Zur äußeren Anwendung sollten Sie einen Brei zubereiten. Hierfür benötigen Sie 50 g gepulverten Bockshornkleesamen und 250 ml Wasser. Beides kochen Sie etwa fünf Minuten, bis ein Brei entsteht. Mit diesem können Sie dann einen feucht-warmen Umschlag vorbereiten.

Aber auch manche Arzneimittel gegen Magen-Darmkrankheiten beinhalten mittlerweile schon die Samen des Bockshornklees.

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie vor der inneren Anwendung des Bockshornklees unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen, denn dieser kann unter Umständen auch toxische Wirkungen haben. Auch bei Diabetes-Patienten sollte die Gabe von Bockshornklee unterbunden werden, da er eine Blutzucker senkende Wirkung hat. Wenn Sie sich zu oft mit den beschriebenen Breiumschlägen behandeln, können evtl. auch Hautirritationen auftreten.