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Brechwurzel als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Brechwurzel
© Heike Rau - Fotolia.com

Die Brechwurzel, die auch unter den Namen Kopfbeere oder Speiwurzel bekannt ist, ist eine immergrüne Pflanze, die bis zu 40 cm hoch werden kann. Die tropische Pflanze ist meist in den Tropenwäldern Brasiliens, aber auch in Costa Rica beheimatet und verfügt über ganzrandige Blätter und weiße Blüten, die in so genannten Köpfchen stehen. Die von der Brechwurzel ausgebildete Frucht ist oft fleischig und blauschwarz.

Zwar findet die Wurzel der Kopfbeere in der Medizin Verwendung, allerdings ist sie dem Grunde nach eine Giftpflanze. Deshalb sind auch alle Arzneimittel, die die Wurzeln dieser Pflanze beinhalten generell verschreibungspflichtig.

Durch die in der Brechwurzel enthaltenen Alkaloide, die das Bronchialsekret verflüssigen, wurde die Brechwurzel früher oft bei trockenem Husten eingesetzt, insbesondere dann, wenn dieser den voraussichtlichen Beginn einer Bronchitis ankündigte. Allerdings musste immer sehr genau auf die Dosierung geachtet werden, was selten gelang, so dass ein starker Brechreiz mit der Behandlung einherging.

Deshalb wird die Brechwurzel heute auch nicht mehr zur Bekämpfung einer Bronchitis verwandt, sondern allenfalls, um das Erbrechen bei einer auftretenden Vergiftung herbeizuführen. Hierfür wird die Brechwurzel in Form von Sirup verabreicht.

Auch in der Homöopathie findet diese Pflanze immer häufiger Anwendung, allerdings sind diese ebenso bis zur 3. Dezimalverdünnung verschreibungspflichtig und sollten ausschließlich unter ärztlicher Beobachtung eingenommen werden.

Zu hohe Dosierungen der Brechwurzel führen nicht nur zu erheblichem Brechreiz, sondern können auch für Vergiftungen sorgen, die sich eben u. a. in Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen bis hin zum Koma äußern können. Durch das ebenfalls lang anhaltende Erbrechen, was mit der Vergiftung einhergehen kann, ist es sogar möglich, dass die Magenschleimhäute so stark gereizt werden, dass es zu blutigen Durchfällen, ja sogar zum Magendurchbruch kommen kann.

Auch bei äußerlichem Kontakt mit dieser Pflanze ist Vorsicht geboten, denn leicht können dadurch Allergien entstehen.

Die Brechwurzel sollten Sie also ausschließlich unter ärztlicher Beobachtung verwenden, denn sonst kann es zu dauerhaften schwerwiegenden Schäden kommen.