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Brunnenkresse als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Brunnenkresse
© Heike Rau - Fotolia.com

Die Brunnenkresse, die weltweit in fließenden Gewässern wächst, wird oft auch als Bach- oder Wasserkresse bezeichnet. Sie stellt eine mehrjährige Staude dar, die über kleine gelblichweiße Blüten verfügt und wird oft mit dem Bitteren Schaumkraut verwechselt. Der entscheidende Unterschied bei der Brunnenkresse liegt jedoch in dem hohlen Stängel.

Nur die oberirdischen Pflanzenteile der Brunnenkresse finden in der Medizin Verwendung, allerdings wird die Pflanze aufgrund ihres scharfen und bitteren Geschmackes auch gerne als Gewürz verwendet. Dieser entsteht übrigens durch die enthaltenen Senfölglykoside, aus denen sich die scharf schmeckenden Senföle entfalten.

Ist die Brunnenkresse noch sehr frisch, beinhaltet sie zudem einen hohen Vitamin-C-Gehalt sowie weitere wichtige Vitamine und Mineralstoffe, weshalb sie auch als Salatzubereitung sehr bekannt und beliebt ist.

Auch in der Medizin hat die Brunnenkresse natürlich ihren Platz gefunden. Oft wird sie zur Behandlung von Husten oder Bronchitis eingesetzt, in der Volksmedizin verwendet man sie aber auch gerne als Appetit anregendes Mittel und auch bei Verdauungsproblemen.
Selbst die Kosmetikindustrie hat die Brunnenkresse für sich entdeckt und nutzt Extrakte aus dieser für Cremes und Mittelchen, die Hautflecken bleichen sollen.

Allerdings sollten Sie Brunnenkresse nie verwenden, wenn Sie Magen- oder Darmprobleme haben, denn sie hat eine stark Schleimhaut reizende Wirkung. Durch die frische Pflanze sind auch die gefährlichen Eier des Großen Leberegels zu übertragen, so dass Sie bei der Zubereitung auf eine gründliche Reinigung, also mehrmaliges Waschen, nie verzichten sollten.

Zudem verfügt die Brunnenkresse über einen Vitamin K-Gehalt, der sich oft nicht mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung verträgt. Deshalb ist auch hier von der Einnahme der Brunnenkresse abzuraten, um die Wirkung der Arznei nicht zu beeinträchtigen. In seltenen Fällen kann diese Pflanze auch Allergien und Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Deshalb ist auch eine längerfristige Einnahme nicht ratsam.

Außerdem sollten Sie Kindern unter vier Jahren keine Brunnenkresse geben. Da diese den scharfen Geschmack aber oft sowieso nicht mögen, werden sie die Pflanze sicher auch von selbst ablehnen.