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Gelbwurz als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Kurkuma Gelbwurz
© HildaWeges - Fotolia.com

Der Gelbwurz, lat. Curcuma longa, ist weiter unter den Namen Kurkuma, chinesische Wurzel und indischer Safran bekannt. Er gehört zu der Familie der Ingwergewächse. Seinen Ursprung hat er in Südasien. Heute wird er ebenfalls in Indien, Westindien und Südamerika angebaut.

Das eigentliche Gewächs zur Gewinnung von Gelbwurz ist die Kurkumapflanze, die eine Höhe von 1 bis 2,5 Meter erreicht. Sie ist eine mehrjährige, schilfähnliche Pflanze, die einen knolligen Wurzelstock, den tatsächlichen Gelbwurz, hat.

Wie der Name schon sagt, wird von dieser der Wurzelstock verwendet. Die Wurzel wird nach der Ernte zerteilt, dann kurz überbrüht oder gekocht. Nach dieser Behandlung wird der Gelbwurz in der Sonne getrocknet, geschält und gemahlen. Heraus kommt ein feines gelbes Pulver, dessen Aroma schnell verfliegt und welches fast jedem von uns bekannt ist, denn es gibt dem Curry und Senf seine gelbe Farbe.

Das Pulver des Gelbwurzes wird vorwiegend als Gewürz eingesetzt. In Indien ist es in fast allen Gerichten zu finden. Weltweit wird es zum Färben von Reis, Couscous, Paella, Dressings, Puddings und Soßen genutzt. Hierzulande ist der Gelbwurz als Lebensmittelfarbstoff E 100 zum Färben von Käse, Butter, Margarine, Gebäck und Likör gebräuchlich.

Der Gelbwurz ist aber nicht nur als Gewürz sehr gefragt, er hat gleichfalls in der Medizin einen festen Platz gefunden. Er ist ein gefragtes Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und hilft bei Erkrankungen der Galle, Leber und Niere.

Die Inhalts- bzw. Wirkstoffe des Gelbwurzes sind ätherisches Öl, welches den Geschmack bestimmt, und der intensive Farbstoff curcumin, der für die gelbe Farbe verantwortlich ist. Weiter ist zu einem Grossteil Stärke enthalten. Daher wird der Gelbwurz in seinen Ursprungsländern als Hauptnahrungsmittel verwendet.

Der Gelbwurz erfüllt alle Anforderungen an die moderne Pflanzenmedizin. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ist inzwischen weltweit wissenschaftlich belegt. Medikamente aus Gelbwurz regen eine vermehrte Bildung von Gallensäure an und verhelfen zu einer besseren Entleerung der Gallenblase. So werden Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Darmkrämpfe vermindert. Weiterhin haben solche Arzneimittel Einfluss auf die Blutfettwerte, die bei Einnahme derselben im Normbereich gehalten werden.

Den Gelbwurz bei Beschwerden einzunehmen, ist denkbar einfach. Kaufen Sie sich handelsübliches Kurkumapulver und nehmen Sie 0,5 bis 1 Gramm mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten ein. Holen Sie sich stets nur eine kleine Menge, da das Pulver bereits nach wenigen Monaten sein Aroma verliert. Die Lagerung sollte in gut schließenden Behältern an einem kühlen und dunklen Ort erfolgen.