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Henna als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Henna
© Swapan - Fotolia.com

Die Henna, lat. Lawsonia inermis L., gehört zur Familie der Blutweiderichgewächse. Die Hennapflanze ist ein Strauch, der eine Höhe von 2 bis 6 Meter erreicht. Sie treibt kleine Blüten aus, die weiß oder rosa gefärbt sind. Diese werden getrocknet und pulverisiert in den verschiedensten Bereichen verwendet.

Wo der Hennastrauch seinen Ursprung hat, ist nicht bekannt. Beheimatet ist die Henna in Indien und dem Orient. Aus Ägypten und Indien wird der Wirkstoff, die getrockneten Blüten, importiert.

Früher war Henna unter dem Namen Echte Alkanna bekannt. Weitere Namen sind Ägyptisches Färbekraut, Ägyptischer Färbestrauch, Hennastrauch und Mundholz.

Angewendet wird das aus den getrockneten Blüten hergestellte Pulver. Es gibt verschiedene Pulverarten. Unterschieden wird neutrales, rotfärbendes und schwarzes Hennapulver.

Die heilende Kraft der Henna ist bei uns nicht sehr bekannt. Vorwiegend wird sie in unseren Breiten als Haarpflege- und Färbemittel verwendet. Die Anwendung auf Haar und Kopfhaut bringt eine antiseptische Wirkung hervor und hilft bei Kopfhautproblemen und gegen Haarausfall.

Neutrales Hennapulver pflegt die Haare ohne zu färben. Eine Überprüfung der Nicht – Färbe – Wirkung sollten Sie aber vorher durchzuführen. Das rotfärbende und schwarze Hennapulver wird mit heißem Wasser und diversen Zusatzstoffen angerührt. Der dadurch entstehende Brei wird heiß auf die Haare aufgetragen und nach einiger Zeit wieder abgewaschen. Hier ist Vorsicht walten zu lassen. Die Haut wird mitgefärbt und kann zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen bis hin zu schweren Entzündungen.

Die für die Heilmedizin bedeutsamen Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe und Gallussäure. Bevorzugt wird Henna in der Ayurveda – Medizin eingesetzt. Hier wird unter anderem auch die Zubereitung eines Sudes aus den Blättern des Hennastrauches empfohlen. Dieser soll gegen Erkältungskrankheiten, bei Rheuma und Magenschmerzen helfen. Frauen verwenden diesen auch nach der Geburt, um ihren Zyklus wieder zu regulieren.

Bei Nervosität wird eine Zusammensetzung von Rindenextrakten der Hennapflanze empfohlen. Zur Stimulierung der Zellbildung wird der Samen zu Pulver verarbeitet und eingenommen.

Außerdem wird in den Anbaugebieten der Henna eine kühlende, die Schweißproduktion hemmende, Paste hergestellt, welche auf den Händen und Fußsohlen aufgetragen wird und eine Kühlung des ganzen Körpers zur Folge hat. Cremes und Lotionen, die Henna enthalten, sind inzwischen auch hier erhältlich.

Eine Anwendung von Henna sollte während Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden, ebenso die Anwendung bei Kindern.

Im Allgemeinen wird auch von der Einnahme von Henna abgeraten, auch wenn dies in der Ayurveda–Therapie praktiziert wird.