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Herzgespann als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Herzgespann
© pgstudija - Fotolia.com

Das Herzgespann, lat. Leonurus cardiaca, zählt zu den Pflanzen der Lippenblütler. Ebenfalls bekannt ist es unter dem Namen Löwenschwanz. Diese Pflanze ist verbreitet in Europa, Vorder- und Mittelasien. Früher war sie häufig als Zierpflanze in Bauerngärten anzutreffen. Heute wächst sie an Wegrändern, Zäunen, Halden und auf Brachland.

Die Blütezeit ist von Juni bis September, wobei rosa bis cremeweiße Blüten ausgetrieben werden. Die Pflanze kann bis 1,20 Meter hoch werden und wächst krautig. Sie hat rötliche oder violette, vierkantige, hohle Stängel.

Ihren zweiten Namen Löwenschwanz verdankt sie ihren Blättern, diese sind herzförmig oder länglich, von mittelgrüner Farbe und auf der Unterseite flaumig behaart. Im Volksmund werden weiter die Namen Herzgold, Herzheil und Herzkräutl gebraucht. Jenes ist auf ihren Gebrauch als Heilmittel zurück zu führen.

Das Herzgespann findet sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde Verwendung. Als Gewürz ist die Nutzung eher selten. Sie können frische oder getrocknete Blätter zum Würzen von Linsen- und Erbsensuppe nehmen. Früher wurde Herzgespann als Würzmittel für Bier verwandt.

Die Inhaltsstoffe von Herzgespann sind Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Kaffeesäureverbindungen und ätherisches Öl. In der Medizin werden die blühenden Pflanzen verwendet, daher wird Herzgespann in seiner Blütezeit geerntet.

In der Pflanzenheilkunde ist Herzgespann für seine beruhigende, krampflösende Wirkung bekannt. Bereits im Altertum fand es bei Magenleiden Anwendung, im Mittelalter wurde seine gesundheitliche Wirkung auf das Herz entdeckt.

Heute wird Herzgespann bei Erkrankungen oder Beeinträchtigungen des Magens, wie zum Beispiel Blähungen und Magenkrämpfen, bei Herzproblemen wie nervösen Herzbeschwerden, Herzklopfen und Atemnot oder alltäglichen Beschwerden des Alltags wie Schlaflosigkeit, Nervosität und Gereiztheit eingesetzt.

Herzgespann können Sie im Hausgebrauch als Tee zu sich nehmen. Eine Dosierung von 2 Tassen täglich, in kleinen Schlucken getrunken, ist zweckmäßig.

Trotz allem Guten in dieser Pflanze muss vor Herzgespann auch gewarnt werden. In großen Mengen ist diese Pflanze giftig. Eine Anwendung sollten Sie immer mit Ihrem Arzt abstimmen. In der Schwangerschaft vermeiden Sie Herzgespann besser ganz, da es den Uterus stimuliert und abtreibend wirken kann.