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Kalmus als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Kalmus
© jbphotographylt - Fotolia.com

Der Kalmus ist eine auf der ganzen Welt bekannte Heilpflanze. Er kann als Heilmittel auf eine lange Geschichte verweisen. Bereits im Altertum war er ein angesehenes Mittel zur Heilung von Magen- und Darmkrankheiten. In China wurde er schon 3700 Jahre vor Christus in alten Schriften erwähnt. Ebenso taucht er in der Bibel, in altpersischen Schriften und im indischen Weda auf. In der arabischen Welt wurde er neben seiner verdauungsfördernden Wirkung als Aphrodisiakum geschätzt.

Ursprünglich kommt der Kalmus aus Ostasien. Heute finden Sie den Kalmus überall an Gräben, Teich- und Flussrändern. Er steht bevorzugt in der Uferzone bis zu einer Wassertiefe bis 30 Zentimeter. Die Pflanze wird ca. 1,50 Meter hoch und erreicht eine Breite von bis zu 2 Metern. Blütezeit ist im Juni und Juli.

In der Heilkunde verwendet man den Wurzelstock. Geerntet wird dieser von September bis Oktober. Nach dem Ernten wird die Wurzel des Kalmus in fingerlange Stücke geschnitten, welche man dann der Länge nach spaltet und zum Trocknen an Fäden aufhängt.

Kalmus enthält Bitterstoffe, ätherische Öle und Gerbstoffe. Die Wurzel riecht sehr stark, dabei aber angenehm.

Wie bereits eingangs erwähnt, findet der Kalmus Anwendung bei Erkrankungen des Magens und Darms. Außerdem wird er als Stärkungsmittel bei Infektionskrankheiten eingesetzt. Die Wirkung des Kalmus ist belebend, kräftigend und appetitfördernd. Die Säureproduktion des Magens wird angeregt.

Eine Rolle in der Medizin spielt der Kalmus vor allem als Tee, die Wurzel kann aber ebenfalls gekaut werden. Dies soll auch bei der Entwöhnung von Nikotin Wirkung zeigen. Zahnenden Kindern können Sie die Kalmuswurzel gleichfalls zum Kauen geben.

Die Verwendung als Tee kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene empfohlen werden. Dieser wird zubereitet wie folgt: 2 Teelöffel getrockneten und zerkleinerten Wurzelstock mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen, fünfzehn Minuten ziehen lassen und das Ganze abseihen. Jetzt muss das Getränk noch etwas abkühlen, dann lauwarm trinken.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt.