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Katzenbart als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Katzenbart
© cjansuebsri - Fotolia.com

Der Katzenbart, lat. Orthosiphon aristatus Miquel, gehört zu der Familie der Lippenblütler. Die Pflanze wird 40 bis 80 Zentimeter hoch und ist ausdauernd und krautig. Seine Bezeichnung hat dieses Gewächs von seinen auffallenden, langen Staubblättern erhalten, die an einen Katzenbart erinnern. Zur Blütezeit bringt der Katzenbart blau bis hellviolette Lippenblüten hervor.

Ihren Ursprung hat die Pflanze in den Tropen von Asien. Heute werden die schon geernteten und fertig bearbeiteten, für die Medizin benötigten Stoffe aus Indonesien importiert.

In der Medizin werden die kurz vor der Blüte gesammelten Stängelspitzen und Blätter angewendet. Die im Katzenbart enthaltenen medizinischen Wirkstoffe sind ätherisches Öl, Kaliumsalze, Saponine, Pflanzensäure und Flavonoide. Diese wirken entzündungshemmend, ausschwemmend, leicht krampflösend und keimabtötend.

Die getrockneten Blätter werden im Handel als Orthosophinblätter angeboten und sind als Tee erhältlich. Gleichfalls sind sie in Teemischungen enthalten. Im Volksmund ist Tee aus den Blättern des Katzenbartes daneben noch als Nierentee oder Javatee bekannt. Weitere Namen sind beispielsweise Kumis, Orthosiphon oder Kutjin.

Anwendungsgebiete sind Erkrankungen der Nieren, zum Beispiel bei Nierengrieß, und der Harnwege. Wässrige Auszüge aus Orthosophinblättern werden bei Durchspülungstherapien angewendet.

Einen Tee können Sie aber auch selber herstellen. Dazu übergießen Sie 2 Teelöffel, etwa 2 Gramm, der getrockneten, fein geschnittenen Blätter mit 150 ml kochendem Wasser, seihen den Sud nach ca. 15 Minuten ab und trinken den frisch zubereiteten Tee. Die Einnahme sollte mehrmals täglich erfolgen. Eine Tagesdosis von mehr als 6 bis 12 Gramm der Substanz darf aber nicht überschritten werden.

Halten Sie sich an die vorgeschriebene Einnahme der verschriebenen Präparate. Bei bestimmungsmäßigen Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt. Trinken Sie aber bei der Einnahme ausreichend, aber keine koffeinhaltigen Getränke.

Beachten Sie auch, dass Katzenbart keine Wirkung gegen von Herz- oder Nierenerkrankungen hervorgerufenen Ödemen hat. Leiden Sie unter denselben, gehen Sie unbedingt zu einem Arzt!

Kenntnisse über eine Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit liegen noch nicht vor. Deshalb sollten Sie in dieser Zeit besser auf Medikamente mit dem Bestandteil Katzenbart verzichten.