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Katzenpfötchen als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Katzenpfötchen
© Schmutzler-Schaub - Fotolia.com

Das gelbe Katzenpfötchen ist ein etwa 40 cm hohes, ausdauerndes Kraut und verfügt über weißfilzig behaarte und längliche Blätter. Der Stängel ist ebenso behaart, die orangefarbenen Röhrenblüten sind von gelben, strohigen Hüllblättern umgeben und sollte nicht mit den weißen und rosa Katzenpfötchen verwechselt werden. Die in Trugdolden stehenden gelben Blüten werden kurz vor dem Aufblühen gesammelt und finden in getrockneter Form Verwendung in der Medizin.

Das Katzenpfötchen, was auch unter den Namen Mottenkraut- oder Harnblume, Fuhrmannsröschen oder Strohblume bekannt ist, wächst hauptsächlich in Mittel-, Süd- und Osteuropa.

Den in den Katzenpfötchen enthaltenen Flavonoiden sagt man eine krampflösende und leicht Gallefluss anregende Wirkung nach. Die beinhalteten Bitterstoffe sollen anregend auf die Magensaft- und Pankreassekretion wirken. Aber all diese Wirkungen sind nicht wissenschaftlich belegt, weshalb Katzenpfötchen fast ausschließlich in Teemischungen zum Einsatz kommen. In verschwindend geringem Maße werden sie aber auch zur Behandlung von dyseptischen Beschwerden verwendet.

Durch die gelben Blüten dienen die Katzenpfötchen in Teemischungen aber weniger dem Geschmack als vielmehr dem Aussehen. Einen Katzenpfötchentee können Sie sich aber auch ganz einfach zu Hause herstellen. Sie benötigen nur 1 Teelöffel der getrockneten Blüten, den Sie mit 150 ml Wasser aufgießen, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Man empfiehlt hier etwa eine halbe Stunde nach dem Essen eine Tasse des Tees zu trinken.

Sollten bei Ihnen bereits Störungen des Galleflusses vorliegen, sollten Sie auf die Verwendung von Katzenpfötchen verzichten. Auch bei vorhandenen Gallensteinleiden sollten Sie vor der Einnahme unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Denn u. U. ist es möglich, dass die Katzenpfötchen bei Gallenverschluss zu einer Kolik führen. Auch Schwangeren und Stillenden, sowie Kindern unter 12 Jahren ist die Nutzung von Katzenpfötchen nicht anzuraten. Über die Wirkung bei diesen Personengruppen gibt es nämlich noch keinerlei Belege. Bei Einnahme von Medikamenten sollten Sie die Katzenpfötchen nur nach ärztlicher Abstimmung einnehmen, denn sie enthalten Stoffe, die die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen können.