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Klatschmohn als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Klatschmohn
© askaternoy - Fotolia.com

Ob man ihn als Klatschrose, Feuerblume, Feldmohn, Blutblume, Feldrose oder Flattermohn bezeichnet, gemeint ist doch immer der allseits bekannte Klatschmohn, der zur Familie der Mohngewächse gehört.

Nahezu an jeder Wiese Europas, Nord-Afrikas und Asiens begegnet uns diese einjährige Pflanze mit einer blutroten, etwa 5 bis 10 cm großen Blüte, die von Mai bis Juli blüht. Die Pflanze kann teils gar bis zu 90 cm hoch wachsen. Die noch nicht aufgeblühten Knospen, aus denen später einmal die leuchtend roten Blüten entstehen, hängen an den behaarten Stängeln nach unten. Diese Stängel sind außergewöhnlich dünn und kaum verzweigt.

Der Klatschmohn besitzt zudem längliche Blätter, die einfach oder doppelt gefiedert sein können und enthält Milchsaft. Der Fruchtknoten des Klatschmohns reift zu einer Kapsel heran, doch Verwendung finden einzig und allein die getrockneten, roten Blütenblätter.

Klatschmohn wächst übrigens immer wieder an denselben Stellen, da er sich selbst aussät. Solange der Boden nicht gestört wird, taucht der Klatschmohn also immer wieder auf.

Die Blüten des Klatschmohnes erhalten ihre rote Farbe durch deren hohen Gehalt an Anthocyanen. In den Samen findet man fettes Öl und eine vergleichsweise große Menge an Linolsäure. Vor allen Dingen in dem Milchsaft des Klatschmohns sind Alkaloide enthalten. Allerdings darf man ihn nicht mit dem Schlafmohn verwechseln, der auch noch Opiumalkaloide enthält.

Deshalb ist der Klatschmohn auch nur gering giftig einzustufen. Und auch dies geschah nur, weil einige Kinder die frischen Pflanzenteile gegessen hatten und bei ihnen danach Übelkeit und Magenschmerzen auftraten. Die Verwendung von getrockneten Klatschmohnblüten dagegen ist unbedenklich. Sie werden zumeist zur Verbesserung des Aussehens unterschiedlicher Teemischungen verwendet.

Aber auch Weidetiere haben bereits mit Vergiftungserscheinungen auf Klatschmohn reagiert. Allerdings geschah dies nur, wenn sie größere Mengen davon zu sich nahmen.

Die Kronblätter des Klatschmohns wurden übrigens früher zur Herstellung von roter Tinte verwandt. Das war sicher auch zu der Zeit, als der Klatschmohn noch den Ruf einer bedeutenden Heilpflanze genoss.