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Krauseminze als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Krauseminze
© sulupress - Fotolia.com

Die Krauseminze, lat. Mentha piperita, gehört zu der Familie der Lippenblütler. Am bekanntesten in dieser Familie ist die Pfefferminze. Die eine große Ähnlichkeit mit der Krauseminze aufweist.

Die Krauseminze ist eine 30 bis 60 Zentimeter hoch wachsende, mehrjährige, winterharte und sehr wuchsfreudige Pflanze. Sie ist im Grunde genommen anspruchslos und ideal für den eigenen Kräutergarten. Ihr auffallendstes Merkmal sind die stark duftenden Blätter, die beim Zerreiben einen intensiven Duft nach Kaugummi hervorbringen.

Der wahre Ursprung der Krauseminze ist nicht bekannt. Vermutet wird der Mittelmeerraum. In Europa kommt sie selten vor und wird fast ausschließlich in Gärten gezüchtet. Weitere Anbaugebiete finden sich in China, Nordamerika und Indien.

Weiter ist die Krauseminze unter den Namen Ährenminze, Frauenminze, Grüne Minze und Grüne Rossminze bekannt. Verwendet werden die Blätter und Blattstängel im frischen oder getrockneten Zustand. Die Ernte der Blätter ist jederzeit möglich, sobald die Pflanze eine Höhe von 15 bis 20 Zentimeter erreicht hat. Die Blattstängel zum Trocknen ernten Sie vor oder nach der Blüte.

Die Krauseminze wird in der Medizin in allen Fällen eingesetzt, in denen auch Pfefferminze Verwendung findet. Diese sind zum Beispiel Schwäche und Reizbarkeit der Verdauungsorgane wie Blähungen, Magenkrämpfe, Koliken oder Erbrechen, sowie alle davon ausgehenden Krankheiten, Menstruationsbeschwerden, Unterleibskrankheiten, Nervenfieber und vielem mehr.

Durch das Fehlen von Menthol ist sie für Kinder und empfindliche Kranke oft verträglicher als die Pfefferminze. Auch in der Tierheilkunde findet die Krauseminze bei ähnlichen Beschwerden wie bei den Menschen Verwendung.

Ebenso vielfältig wie die Anwendungsgebiete der Krauseminze ist die Zubereitung derselben. So können Sie Tees zur Linderung von Beschwerden bei Magen – Darm – Erkrankungen und zur Unterstützung der Gallen- und Leberfunktion selbst herstellen oder fertig kaufen, Öl aus Krauseminze zum Einreiben bei Erkältungskrankheiten auftragen und vieles mehr.

Tee aus Krauseminze oder anderen Minzarten eignet sich hervorragend als bekömmlicher Familientee zum täglichen Genuss. Schön ist es daher, wenn Sie selber diese im Kräutergarten oder Pflanztopf im Fenster haben. Weil die Krauseminze so vielseitig ist, findet sie natürlich nicht nur in der Medizin Verwendung. In der Küche ist sie ebenso ein gern gesehenes Kraut. Ihre Verwendungsmöglichkeiten sind hier schier unerschöpflich. Sie passt zu Lamm, Fisch, Gemüse, Salaten, Soßen, Desserts und vieles, vieles mehr. Der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt.