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Wegwarte als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Wegwarte
© M. Schuppich - Fotolia.com

Die Wegwarte gehört zur Familie der Korbblütler. Sie blüht von Juli bis September.
Für die Wegwarte kennt der Volksmund weitere Namen, zum Beispiel Feld- Cichorie, blaue Sonnenwende, Sonnenwirbel, Wegleuchte, oder aber auch wilde Endivie. Darüber hinaus wird die Wegwarte auch noch als Zichorie, als Hindeg und Hindlauf, sowie Hindläufte, Hindluft, Hundsläufte bezeichnet. Und Irenhart, verfluchte Jungfer, Kattenworz, Rauhärig, Sonnendraht, Sonnenwedel, Sonnenwirbel, Wandelistengel, Wasserwart, Wegeleuchte, Wegluge, Wegweise, Wendel sind weitere Bezeichnungen für die Wegwarte.

Die Wegwarte hat himmelblaue Blüten. Als Standort bevorzugt sie überwiegend Wegränder, daher wohl auch der Name. Im Altertum und im Mittelalter war die Wegwarte als Zauberkraut bekannt und als solches war sie sehr wertvoll. Als Kaffeeersatz spielt sie bereits schon seit dem 16. Jahrhundert eine wichtige Rolle.

Die Wegwarte enthält neben Inulin und Bitterstoffen auch Intybin und Zucker, sowie Harz und Kalisalze und Cichoriin, aber auch Gerbsäure, ätherisches Öl und Mannan, Petein und auch Lacoulin.

Für die Herstellung für Heilmittel werden im Sommer sowohl Blätter, als auch Blüten und die Wurzeln der Wegwarte gesammelt. Für die innerliche Anwendung kann man Wegwarte in Teeform anwenden. Der Aufguss besteht dabei aus 20 g der Wurzel der Wegwarte und 180 ml Wasser. Die Wurzel wird dabei fünf Minuten im Wasser angebrüht. Ein so zubereiteter Tee wirkt zum Beispiel gegen Magenverschleimung und Magendrücken. Bei dieser Anwendung werden Magen, Leber und Niere gereinigt. Das Aufgussgetränk wirkt harntreibend. Darüber hinaus wird überflüssige Galle ausgeschieden.

Wegwarte hilft auch bei Leberverstopfung, Gelbsucht und bei Milzbeschwerden. Der aus den Blättern gewonnene Saft wirkt schweißtreibend und wird bei Verdauungsschwäche eingesetzt. Der Saft gilt auch als Mittel zur Unterstützung einer Behandlung bei Zuckerkrankheiten.

Entzündungen an den Augen können mit einer aus den Blättern und Blüten zu Brei zermatschten Masse behandelt werden, den man in eine Breipackung füllt. Nebenwirkungen bei der Anwendung von Zubereitungen aus Wegwarte sind keine bekannt.