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Weide als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Weide Rinde Heilpflanze
© Heike Rau - Fotolia.com

Die Weide ist eine sehr vielfältige Pflanzengattungsart, denn es existieren etwa 450 Weiden-Arten. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über alle Teile der nördlichen so genannten gemäßigten Zone bis hin zur Arktis, wobei einige Arten auch in den Tropen und in den südlichen gemäßigten Zonen anzutreffen sind.

Die Weide bevorzugt in der Regel feuchte Böden. Die einzelnen Bestandteile der Weide werden für verschiedene Anwendungszwecke eingesetzt. Die Zweige der Weide, insbesondere die der Korbweide werden für die Herstellung von Körben verwendet.

Aber auch in der Naturheilkunde findet die Weide, bzw. deren Rinde Verwendung und das schon seit ca. 3500 Jahren. Diese kann getrocknet oder als Tee aufgebrüht werden. Die Rinde von Weide enthält neben Gerbstoffen auch noch Salicin sowie acylierte Salicinderivate, wie Salicortin, Fragilin, Populin. Vor allem aber das Salicin wird im Körper zu Salicylsäure metabolisiert und Salicylsäure, die fiebersenkend und schmerzlindernd wirkt und der Grundstoff des Medikamentes Aspirin ist.

Je bitterer die Rinde, die im frühen Frühjahr gesammelt wird, desto heilkräftiger ist sie. Einen besonders hohen Gehalt an Salicin haben die Purpurweide (salix purpurea), die Reifweide (salix daphnoides) und die Silberweide (salix alba).

Das aus der Weidenrinde hergestellte Aufgussgetränk sollte man nur kurz ziehen lassen, denn bei längerem Ziehen lassen lösen sich die in der Rinde enthaltenen Gerbstoffe.

Wie auch das Medikament Aspirin, wirkt das Trinken von einem Aufgussgetränk aus der Rinde der Weide gegen fieberhafte Erkrankungen, Erkältung, Grippe, rheumatische Erkrankungen, Arthrose und gegen Kopfschmerzen.

Aus der Rinde der Weide kann man aber auch ein Fußbad zubereiten. Hierzu schüttet man den aus 1 bis 2 Esslöffeln Weidenrinde hergestellten Tee ins Badewasser. Das so zubereitete Fußbad hilft dann zum Beispiel gegen Fußpilz und gegen Schweißfüße.

Auch wirkt es zudem erweichend auf die Hornhaut, was man sich dann wieder zu nutze machen kann, wenn verhornte Stellen am Fuß mit Fußsalbe behandeln möchte. Hühneraugen kann man mit einer Weidenrindentinktur, die vorsichtig auf Hühneraugen gepinselt wird, behandeln.