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Juckende Kopfhaut – Ursachen und Tipps gegen das fiese Kribbeln

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Juckende Kopfhaut
© absolutimages - Fotolia.com

Ob bei einem Vorstellungsgespräch, bei einem Date oder beim Teammeeting – eine juckende Kopfhaut kann unangenehm sein und eine peinliche Situation hervorrufen. Wenn man sich die ganze Zeit am Kopf kratzen muss, weil es einfach nicht aufhört zu jucken, ist das schon sehr lästig. Wenn sich dann anschließend die kleinen weißen Schuppen noch auf den Schultern sammeln, dann wird es peinlich.

Es ist an der Zeit dem Kopfjucken ein Ende zu setzen, um wieder mit vollem Selbstbewusstsein in die Welt hinaus zu gehen.

Warum juckt meine Kopfhaut?

Ursachen für das Kopfjucken gibt es viele. Zuerst einmal muss geklärt werden, ob das Jucken durch innere oder äußere Einflüsse verstärkt wird.

Innere Einflüsse für juckende Kopfhaut

Bei den inneren Einflüssen steckt oft eine Hauterkrankung dahinter. In diesen Fällen ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, um eine konkrete Diagnose zu bekommen.

➤ Neurodermitis

Neurodermitis ist eine sehr bekannte Hautkrankheit. Die Haut neigt hier zu extremer Trockenheit, sodass sich schlimmstenfalls auch Ekzeme bilden können.

➩ Nähere Informationen über Neurodermitis auf der Kopfhaut und speziellen Pflegetipps finden Sie hier.

➤ Schuppenflechte

Eine ebenfalls sehr bekannte Hautkrankheit ist die Schuppenflechte (Psoriasis). Auffallend sind hier die roten mit silberweißen Schuppen bedeckten Hautstellen. Als ob diese nicht schon schlimm genug wären, juckt der Kopf höllisch. Oft sogar so stark, dass es starke Schmerzen verursacht.

➩ Welche speziellen Arten der Hautkrankheit es gibt und wie man sie behandeln kann, lesen Sie hier.

➤ Läuse und Parasiten

Läuse und Parasiten sind eine weitere Ursache, die für das ständige Jucken und Brennen verantwortlich sind. Nicht nur Kinder können von den kleinen Biestern heimgesucht werden, auch Erwachsene sind nicht davon befreit.

➩ Ein spezielles Mittel aus der Apotheke kann hier aber umgehend Abhilfe schaffen. (Tipp: Stiftung Warentest – Läusemittel)

➤ Allergie

Eine Allergie zu bestimmten Kosmetikartikeln, Shampoos oder Nahrungsmitteln muss sich nicht zwangsläufig auf die Haut am Körper auswirken. Bei vielen Menschen reagiert eben die Kopfhaut. Hier sollten Sie nicht auf eigene Faust experimentieren, sondern schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen und sich einem Allergietest unterziehen.

➤ Stress

Neben körperlichen Ursachen kann das Kopfjucken auch psychischer Ursache sein. Sind Sie oft großem Stress ausgesetzt? Das Empfinden von Stress ist bei jedem unterschiedlich. Der eine reagiert müde, schlapp und willenlos, bei dem anderen fängt der Kopf stark an zu jucken.

Legen Sie ruhig mal wieder die Beine hoch und gönnen Sie sich eine Auszeit. Wenn Sie zu Hause nicht abschalten können, eignet sich auch ein Wellnesstrip abseits von all dem Stress und Ärger.

➩ Welche Behandlungen und Bäder sich speziell zum Entspannen eignen, erfahren Sie hier.

Äußere Einflüsse für juckende Kopfhaut

Juckende Kopfhaut muss nicht zwangsläufig eine Erkrankung zur Ursache haben. Auch äußere Einflüssen spielen eine große Rolle.

➤ Falsche Haarpflege und -produkte

Wer von Natur aus schon eine empfindliche Haut hat, sollte auch besonders bei der Haarpflege darauf achten, welche Produkte er verwendet. Haarsprays, Gels, Haarlacke und Haarfarben trocknen die Haut zusätzlich aus, was das Jucken um ein Vielfaches verstärkt.

Zu häufiges oder seltenes Haare waschen kann ebenfalls eine Ursache für das Brennen und Jucken auf der Kopfhaut sein. Einfach mal beobachten und entsprechend die Routine ändern.

➤ Temperaturveränderungen

Kalte Winterluft und dazu passend die trockene Heizungsluft ist Gift für unsere Kopfhaut. Hier kann es schon mal passieren, dass die Haut mit Jucken reagiert. Auch das Fönen der Haare im Sommer kann zu dem lästigen Brennen führen. Viel besser ist es hier, wenn Sie Ihre Haare öfter an der Luft trocknen lassen.

➤ Kopfbedeckungen

Kopfbedeckungen liegen absolut im Trend und werten jedes noch so einfache Outfit auf. Aber sind sie auch gut für unsere Kopfhaut? Nein!

Durch die entstehende Reibung wird die Kopfhaut gereizt. Dazu kommt, dass die Haut unter der Mütze schwitzt und darauf reagiert sie dann mit dem lästigen kribbeln.

➤ Falsche Lebensweise

Das Rauchen, ungesunde Ernährung und Stress nicht gut für unseren Körper ist, wissen wir. Aber kann sich diese falsche Lebensweise auch auf die Kopfhaut auswirken? Ob Sie es glauben oder nicht, aber es stimmt! Jeder Körper reagiert anders und so ist es auch möglich, dass bei dem einen oder anderen nach eine Woche Fast Food der Kopf anfängt zu jucken. Sogar die Einnahme bestimmter Medikamente kann Kopfjucken auslösen.

Schnell umsetzbare Tipps gegen den Juckreiz

Sollte das Kopfjucken ein medizinisches Problem sein, wird Ihnen Ihr Dermatologe ein entsprechendes Produkt verschreiben, welches den Juckreiz lindert. Wenn dieser Fall jedoch ausgeschlossen ist, können Sie mit einfachen Tipps dem Juckreiz ein Ende setzen.

  • Schuppenshampoo vermeiden

    Beim Kratzen fliegen viele kleine Schüppchen von den Haaren hinunter. Das bedeutet aber nicht zeitgleich, dass Sie an Schuppen leiden. Viel mehr sind es Hautschuppen, die von einer trockenen Kopfhaut kommen.

    Schuppenshampoos sind sehr aggressiv, weshalb Sie bei juckender Kopfhaut unbedingt darauf verzichten sollten. Verwenden Sie lieber milde Shampoos, die ph-neutral und ohne Silikone sind.

  • Bürsten austauschen

    Bürsten aus Metall und scharfkantigen Borsten können trockene Kopfhaut zusätzlich belasten. Es ist also besser, wenn Sie Bürsten verwenden, die Natur- oder Holzborsten haben. Sehr zu empfehlen sind auch Bürsten mit Wildschwein-Borsten. Diese regen den Stoffwechsel an und fördern die Regeneration der verschiedenen Hautschichten.

  • Olivenöl gegen trockene Kopfhaut

    Eine Massage mit Olivenöl kann auf Ihrem trockenen Kopf wahre Wunder bewirken. Massieren Sie dazu ein bis zweimal die Woche Ihre Kopfhaut mit nativem Olivenöl ein. Am besten abends, damit das Öl anschließend über Nacht einziehen kann. Am Morgen sollten Sie das Öl mit einem milden Shampoo auswaschen.

  • Haarstylingprodukte sparsam verwenden

    Haarspray und Gel sorgen für einen optimalen Halt. Gut für die sowieso schon belastete Kopfhaut sind diese Produkte aber nicht. Wer nicht vollständig darauf verzichten mag oder kann, sollte Haarspray und Co. nur sparsam verwenden.

    Ganz wichtig: Nicht auf die Kopfhaut geben, sondern nur in die Haare.

  • Meersalz schafft schnelle Linderung
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Das Salz gut für Haut und Haare ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Wer mit Neurodermitis zu kämpfen hat, wird sicher von seinem Hautarzt schon mal gehört haben, dass das Baden im Meer schmerzlindernd ist und die Haut deutlich verbessert. Wer das Meer nicht vor der Haustür hat, muss aber nicht auf die vielen guten Eigenschaften von Meersalz verzichten.

Im Handel gibt es spezielle Produkte mit Meersalz. Sehr zu empfehlen ist hierbei das Salthouse Totes Meer Therapie Kopfhaut Fluid (Bild rechts). Einfach Auftragen und schon nach der ersten Anwendung verschwindet das fiese Jucken auf der Kopfhaut. Passend dazu gibt es auch ein Shampoo, welches bei längerfristiger Anwendung ebenfalls Abhilfe schafft.