Kaffee und Tee im Vergleich - Gesundheitsfördernd oder Krankmacher?

 

Kaffee und Tee im Vergleich - Gesundheitsfördernd oder Krankmacher?

Kaffee und Grüner Tee (von welchem hier die Rede sein wird) – hier scheiden sich nicht nur die Geschmäcker. Auch die Diskussionen, welches der beiden Getränke denn nun den günstigeren Einfluss auf die Gesundheit hat, ist immer wieder aktuell. Die beiden Konkurrenten nehmen nicht nur in vielen Familien täglich den Kampf auf dem Frühstückstisch auf. Auch in gesundheitlicher Hinsicht sind sie schon seit vielen Jahren Kontrahenten.


Tatsache ist, dass sowohl Tee als auch Kaffee einige sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die in gesundheitlicher Hinsicht förderlich sind. Sogar ein gewisser Krebsschutz soll sich aus diesen Pflanzenstoffen ergeben, wenn das Getränk in moderater Menge aufgenommen wird. Auch hier gilt natürlich wieder, dass mehr nicht mehr hilft und gerade bei einem Genussmittel wie Kaffee oder Tee kann eben der zu häufige und intensive Genuss genau das Gegenteil bewirken, nämlich der Gesundheit schaden. In Maßen, nicht in Massen, genossen, haben beide Getränke einen sinnvollen Platz in der vollwertigen Ernährung.




» Kaffee und Tee zur Vorbeugung gegen Krebs?
» Darf ich bei einer Herz-Kreislauf Erkrankung Kaffee trinken?
» Kaffee oder Tee – Wer ist der bessere Wachmacher?
» Kaffee und Tee im Zusammenhang mit Kariesprophylaxe
» Entzieht Kaffee dem Körper wirklich Flüssigkeit?
» Sind Kaffee und Tee als Durstlöscher geeignet?

Kaffee und Tee zur Vorbeugung gegen Krebs?


Tee und auch Kaffee spielen bei der Vorbeugung von Krebs eine nicht unerhebliche Rolle. Die sekundären Pflanzenstoffe sind es, die beide Getränke sogar wertvoll machen. Gerade wenn zu wenig Obst und Gemüse verzehrt werden, kann der Kaffee als Quelle der sogenannten Anti-Oxidantien eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollte der Kaffee aber nicht als Ersatz für Obst und Gemüse eingesetzt werden, sondern lediglich einen unterstützenden Charakter haben in der vollwertigen Ernährung. Dass eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Anti-Oxidantien eine Minderung des Krebsrisikos bewirkt, ist durch zahlreiche Studien untermauert worden.


Im Tee sind diese Anti-Oxidantien auch vorhanden, allerdings werden sie beim Tee als Flavonoide bezeichnet. Auch diese Flavonoide haben die Eigenschaft, das Wachstum von Krebszellen hemmen zu können. Der Hintergrund der Wirkung besteht darin, dass ein bedeutsames Krebsenzym blockiert wird. Der Tumor erfährt somit eine Behinderung in seiner Metastasenbildung.


Sind Tee oder Kaffee also echte Wundermittel im Kampf gegen den Krebs? Leider ist es nicht so einfach, dass gebrüht oder aufgegossen ein Getränk den Krebs verhindern kann.


Die Entstehung von Krebs ist in vielen Ursachen begründet und so müssen für die Entstehung der Erkrankung immer die gesamten Lebensumstände genauer unter die Lupe genommen werden. Wer hier zum Beispiel die Asiaten als leuchtendes Beispiel anführt, die täglich und regelmäßig Tee trinken und insgesamt seltener an Krebs erkranken als Europäer, muss dabei auch die Ernährung insgesamt genauer in Augenschein nehmen und zudem auch den gesamten kulturellen Hintergrund genauer betrachten. Die Tatsache allein, dass mehr Tee in Asien getrunken wird, ist noch lange nicht die einzige Ursache, dass der Krebs dort seltener auftaucht.


Langzeitstudien zur Untermauerung der besseren Wirkung von Tee oder Kaffee für die Krebsprophylaxe fehlen einfach, um seriöse Informationen liefern zu können.


Darf ich bei einer Herz-Kreislauf Erkrankung Kaffee trinken?


Auch im Hinblick auf die Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben die sekundären Pflanzenstoffe große Bedeutung. Die Flavonoide im Tee haben zum Beispiel die günstige Eigenschaft, die riskante Oxidation der Fettproteine in den Blutgefäßen zu verhindern. So kann die Verstopfung der Gefäße verhindert werden.


Hier ist der Kaffee im Nachteil, denn gerade im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat der Kaffee noch immer einen schlechteren Ruf als der Tee. Genau hier setzen aber neuere Studien an, um das Gegenteil belegen zu können. So ist nach ersten Erkenntnissen die Sterberate der Herz-Kreislauf-Erkrankten durch steigenden Kaffeekonsum reduziert worden.


Wer ist also besser für Herz und Kreislauf? Der Tee oder der Kaffee? Die Forschung hat hier noch wichtige Aufgaben, um einen genauen Beleg zu erbringen, wer von beiden nun der bessere Beschützer vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.


Kaffee oder Tee – Wer ist der bessere Wachmacher?


Wenn dagegen die Wirkung als Wachmacher genauer betrachtet wird, da ist dann eher ein Gleichstand zu verzeichnen. Beide Getränke können gleichermaßen ihre Wirkung tun, wenn wir morgens früh aus den Federn müssen und fit werden wollen.


Beim Kaffee sind es der Botenstoff Adenosin, der im Gehirn blockiert wird und so die geistige Fitness am Morgen mit sich bringt. Das Koffein hat nämlich eine Bindung an Kalzium und so wird das Koffein in Verbindung mit der Salzsäure im Magen sofort freigesetzt. Das heißt dann auch, dass die Wirkung des Koffein schon nach dem ersten Schluck Kaffee schnell und sehr intensiv beginnt.


Der Tee geht da etwas zurückhaltender und geruhsamer vor – langfristig aber nicht weniger erfolgreich. Das Koffein im Tee, auch gern als Tein bezeichnet,  ist wiederum an Gerbstoffe gehalten und so wird das Koffein im Tee dann erst nach und nach an den Körper abgegeben. Die Wirkung des Wachmachers Tee tritt mit geringer Verzögerung ein, hält dafür aber länger an als beim Kaffee.


Grundsätzlich bringt der Teestrauch mehr Koffein mit sich, als das die Kaffeekirsche tut. Allerdings ist es so, dass für eine Tasse Kaffee rund sieben Gramm Kaffeepulver Verwendung finden, während die Tasse Tee mit etwa einem bis zwei Gramm Tee auskommt. Genau das ist der Hintergrund, dass der Kaffee schneller seine Wirkung als Wachmacher tun kann als der Tee. Anregend wirken beide. Als Wachmacher halten sich Kaffee und Tee die Waage. Beide machen wach und so ist es nur eine Geschmacksfrage, mit welchem Getränk man den Morgen als Fitmacher beginnen möchte.


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Kaffee und Tee im Zusammenhang mit Kariesprophylaxe


Bisher haben Tee und Kaffee in gesundheitlicher und fitmachender Wirkung also einen Gleichstand zu verzeichnen. Aber einen Punktevorteil erzielt der Tee in der Kariesprophylaxe. Im Tee ist nämlich natürliches Fluorid enthalten und das kann die Zähne, wie wir alle wissen, wirksam schützen. Der Tee kann hier mit einigen Punkten Vorsprung aufwarten im Vergleich zum Kaffee, denn der hat kein Fluorid zum Zahnschutz.


Entzieht Kaffee dem Körper wirklich Flüssigkeit?


Und wie schaut es nun aus mit dem Ruf des Kaffees, dass er ein Flüssigkeitsräuber ist, der den Flüssigkeitshaushalt des Körpers völlig durcheinanderbringt?


Schon lange wird empfohlen, zu jeder Tasse Kaffee auch gleich ein Glas Wasser zu trinken und diese These wird untermauert mit der Tatsache, dass schon lange auch in Wiener Kaffeehäusern diese Tradition bekannt ist, den Kaffee immer gemeinsam mit einem Glas Wasser zu servieren. Ein gutgemeinter Rat, aber ist es auch wirklich wahr, dass der Wasserhaushalt des Körpers beim Kaffeegenuss ausgeglichen werden muss? Entzieht der Kaffee sogar wirklich Wasser im Gewebe?


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt hierzu ein klares „Nein“ als Antwort. Natürlich ist es nicht schädlich, zum Kaffee ein Glas Wasser zu trinken. Eine Notwendigkeit besteht aber nicht. Im Gegenteil, bei vielen Menschen ist es sogar so, dass der Kaffee zur gesamten Flüssigkeitszufuhr des Körpers zugerechnet wird und hier die gleiche Bedeutung hat wie ein Glas Wasser, ein Glas Saft oder eine Tasse Tee. Das ist auch in Ordnung so, wenn der Kaffeekonsum sich in normalen Grenzen hält. Allerdings ist es im umgekehrten auch so, dass der Harndrang bei Vieltrinkern von Kaffee auch längst nicht mehr so stark auftritt wie beim Gelegenheitsgenießer des heißen schwarzen Getränkes.


Der Kaffee hat einen harntreibenden Effekt, das ist erwiesen. Der Effekt des Harndrangs hält aber nicht an, sondern ist nur vorübergehend. Auch wer regelmäßig Kaffee trinkt, hat innerhalb eines Tages den Flüssigkeitsgehalt seines Körpers wieder im Gleichgewicht – ohne dafür Zusatzflüssigkeit aufnehmen zu müssen. Und selbst wenn bei Vieltrinkern die Wasserausscheidung höher ausfällt und auch eine erhöhte Ausscheidung von Salz, besonders Natrium, zu verzeichnen ist, so wird dieser Effekt vom gesunden Körper auch innerhalb von 24 Stunden wieder ausgeglichen. Der Kompensationsmechanismus des Körpers ist das Geheimnis, das diesen Ausgleich möglich macht.


Sind Kaffee und Tee als Durstlöscher geeignet?


Aber auch hier gibt es eine Einschränkung, denn Kaffee sollte nicht als Durstlöscher verwendet werden. Das hat aber weniger mit dem vermeintlichen Flüssigkeitsverlust zu tun, als mit der anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf. Und auch für den Tee gilt gleiches, nämlich diesen nicht als Durstlöscher einzusetzen. Gegen den Durst sollten immer Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees getrunken werden.


Wer bis zu etwa vier Tassen Kaffee täglich trinkt und damit rund 350 mg Koffein aufnimmt, tut seiner Gesundheit keinen Schaden und der Flüssigkeitshaushalt des Körpers wird nur mittelfristig beeinflusst.


Woher stammt aber die Empfehlung, ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken, was für den Tee übrigens noch nie galt?  Hier handelt es sich wohl um eine Fehlinterpretation einer Studie, bei der für die Beurteilung der Wasserversorgung des Körpers die Gesamtwassermenge als einziges Kriterium herangezogen wurde. In dieser Studie erhielten fünf Freiwillige, die in den vergangenen fünf Tagen keinen Kaffee getrunken hatten, sechs Tassen Kaffee. So ergab sich ein Verlust von Körpergewicht um etwa 0,7 kg bei den Teilnehmern. Gleichzeitig wurde eine erhöhte Urinausscheidung verzeichnet und auch die Natriumausscheidung erhöhte sich.


So ergab sich die Schlussfolgerung, dass der Kaffee dem Körper Wasser entzieht, denn die Studie wurde nur kurzfristig durchgeführt und die Kompensation des Flüssigkeitsgehaltes innerhalb von 24 Stunden wurde nicht berücksichtigt.

Tatsache war nämlich, dass die Gewichtsabnahme keine Verschlechterung des Flüssigkeitshaushaltes im Körper mit sich brachte. Ein Flüssigkeitsmangel wird durch andere Faktoren angezeigt. Der Flüssigkeitsmangel macht sich zum Beispiel durch eine erhöhte Urinkonzentration mit gelösten Teilchen und einer erhöhten Elektrolytausscheidung bemerkbar – und die konnten beide bei den Probanten nicht nachgewiesen werden.


Fazit: Kaffee in normaler und konstanter Menge schadet dem Körper nicht und auch eine zusätzliche Wasseraufnahme als Ausgleich ist nicht erforderlich.

Die Frage, ob Kaffee oder Tee bleibt wohl weiterhin eine reine Geschmacksfrage. Sowohl im gesundheitlichen Aspekt – mit Ausnahme des Fluoridgehaltes von Tee – als auch in aufmunternder Wirkung haben beide Getränke einen Gleichstand zu verzeichnen. Auch hier gilt immer, dass es sich um Genussmittel handelt, die in Maßen genossen werden sollten.









Alle Tipps und Ratschläge wurden bestmöglich recherchiert.
Sie ersetzen jedoch in keinem Fall eine ärztliche Beratung oder Untersuchung! Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.