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Koma – Infos zu Ursachen, Therapie und Sofortmaßnahmen

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Koma Ursachen
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Das Koma gilt in der Medizin als die am schwersten ausgeprägte Variante der Bewusstseinsstörung. In diesem Status ist es nicht mehr möglich den Körper zu stimulieren und so ein Aufwecken zu bewirken. Anders als im Schlaf reichen hier Schmerzreize nicht aus, um ein Aufwecken des Betroffenen zu erzielen.

Das Koma selbst ist keine Erkrankung, allerdings ein deutliches Zeichen für eine Erkrankung, die dieses Koma auslöst. Die Bewusstseinsstörung wird in unterschiedliche Klassifikationen unterteilt, weil auch die Tiefe des Komas sich sehr stark staffelt.

» Was ist Koma überhaupt?
» Die unterschiedlichen Bewusstseinszustände
» Welche Ursachen kann Koma haben?
» Die Tiefe des Komas
» Das künstliche Koma
» Das Wachkoma
» Wie wird ein Koma diagnostiziert?
» Koma & Therapie und Erstmaßnahmen
» Koma – Gesetze und Menschenwürde

Was ist Koma überhaupt?

Beim Koma handelt es sich um einen Zustand, in dem die normale Fähigkeit des Körpers, die Umwelt wahrzunehmen und mit dieser zu kommunizieren, ausgeschaltet ist. Die Bewusstlosigkeit bewirkt, dass das Wahrnehmen von Personen, der Umwelt oder auch von Reizen beeinträchtigt ist.

Die Entwicklung eines Patienten im Koma ist sehr individuell, denn nicht nur das Koma selbst hat Einfluss auf seine Entwicklung, sondern auch die Vorerkrankung, die zu diesem Koma führt. Dabei sind aber trotz aller medizinischen Erkenntnisse noch längst nicht alle Bereiche des Komas umfassend erforscht. Wichtig für den Verlauf des Komas und die Entwicklung des Patienten ist natürlich die medizinische Versorgung.

Die unterschiedlichen Bewusstseinszustände

Unterschieden wird in verschiedene Grade des Bewusstseins beim Menschen.

  • Bewusstseinsklarheit
    Zunächst gibt es die Bewusstseinsklarheit. Hierbei ist eine völlig uneingeschränkte Wahrnehmung der Umwelt gegeben.
  • Ohnmacht
    Bei der Ohnmacht handelt es sich um eine vorübergehende Bewusstseinsstörung, die durch eine reduzierte Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff bewirkt wird. Sie wird auch als Synkope oder aber schwerer Schwindelanfall bezeichnet. Ohnmächtige sind für einen bestimmten Zeitraum nicht bei Bewusstsein, gelangen aber schnell – oftmals nach wenigen Minuten – wieder zu Bewusstsein. Wenn die Ohnmacht in eine tiefere Bewusstlosigkeit übergeht, sind Gegenmaßnahmen notwendig, damit Gehirn sowie innere Organe keine Schädigung zu verzeichnen haben.
  • Benommenheit
    In der nächsten Stufe folgt die Benommenheit. Hierbei ist eine leichte Beeinträchtigung der Klarheit zu verzeichnen, der Betroffene ist darüber hinaus schläfrig. Die sogenannte Somnolenz geht mit einer Schläfrigkeit einher, aus der der Betroffene aber wieder geweckt werden kann.
  • Intensive Schläfrigkeit (Sopor)
    Der Grad der des Sopor zeigt eine intensive Schläfrigkeit, aus der der Betroffene kaum noch geweckt werden kann.
  • Koma
    Letztlich ist die höchste Stufe der Bewusstseinstrübung das Koma. Hierbei befindet sich der Betroffene in einer tiefen Bewusstlosigkeit. Der Betroffene kann nicht mehr geweckt werden und es sind auch keine Reaktionen auf Schmerzreize zu verzeichnen.

Welche Ursachen kann Koma haben?

» Schlaganfall
Eine wichtige Ursache für ein Koma liegt in einem Schlaganfall. Hierbei handelt es sich um einen spontanen Gefäßverschluss oder aber eine Blutung innerhalb des Gehirns. Das plötzliche Ereignis bewirkt eine Bewusstlosigkeit, die sich aus der Druckerhöhung im Schädel ergibt.

» Schädel-Hirn-Trauma
Ein Schädel-Hirn-Trauma kann ein weiterer Auslöser für Koma sein. Hierbei tritt das Koma besonders häufig dann auf, wenn aufgrund des Traumas eine Schädigung des Hirnstammes entstanden ist.

» Meningitis
Auch eine Meningitis bzw. Enzephalitis kann zu einem Koma führen. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, die in der Regel mit hohem Fieber einhergeht. In diesem Fall verläuft die Entwicklung des Komas über einen längeren Zeitraum – oftmals sogar über Stunden.

» Epileptischer Anfall
Ein epileptischer Anfall ist ein weiterer Auslöser für ein Koma. In diesem Fall ist aber sehr häufig wieder eine spontane Erholung des Betroffenen gegeben.

» Hirntumor
Auch ein Hirntumor kann Auslöser für ein Koma sein. Dieser bewirkt in der Regel eine Erhöhung des Hirndrucks. Das Koma hat hier eine langsame aber beständige Entwicklung.

» Stoffwechselstörungen
Auch Stoffwechselstörungen, die ein metabolisches Koma erzeugen, kommen als Ursache in Frage.

» Unter- oder Überzuckerung
Die Zuckerstoffwechselstörung kann durch Unterzucker oder Überzuckerung ein diabetisches Koma bewirken.

» Sauerstoffmangel
Sauerstoffmangel kann in Form von Hyposie oder Hyposämie, sowie auch einem CO2-Überschuss im Blut, zum Koma führen. Auch eine Sauerstoffannahmestörung, die sich aus der Lunge bzw. den Atemwegen ergibt, kann zu einem Koma führen.

» Nierenversagen
Eine weitere Stoffwechselstörung ist in der Niereninsuffizienz gegeben, die dann letztlich auch zu einem Koma führen kann.

» Leberinsuffizienz
Durch die Leberinsuffizienz kann sich ein sogenanntes hepatitisches Koma ergeben.

» Hormonelle Ursachen
Auch hormonale Ursachen wie die Hypophyseninsuffizienz sowie die Nebenniereninsuffizienz können in einem Koma münden.

» Vergiftungen als Auslöser für ein Koma
Sowohl durch versehentliche Einnahme von giftigen Substanzen als auch durch die Einnahme von Drogen, wie Alkohol oder andere Rauschmittel, kann sich ein Koma entwickeln. Aber auch eine medizinisch erwünschte Vergiftung, nämlich die Narkose bzw. Sedierung sowie das künstliche Koma zur Unterstützung der Heilung des Körpers gehören zu den in diesem Falle gewollten Vergiftungen, die ein Koma bewirken.

» Sauerstoffunterbrechung
Die Ursachen für ein Koma können auch andere Hintergründe haben. Dazu gehört beispielsweise die Sauerstoffunterbrechung oder die eingeschränkte Sauerstoffzufuhr für das Gehirn, wenn der Betreffende beispielsweise im Würgegriff gehalten wird.

» Flüssigkeitsmangel
Ein wichtiger Hintergrund für ein Koma ist im Flüssigkeitsmangel gegeben. Der Mediziner spricht dann von einem Volumenmangelschock, der sich beispielsweise durch einen starken Blutverlust ergeben kann.

» Allergischer Schock
Ein weiter Grund für das Koma kann ein allergischer Schock sein, der auch als anaphylaktischer Schock bezeichnet wird und beispielsweise nach einem Insektenstich auftreten kann.

» Hitzschlag
Auch Stoffwechsel- oder Elektrolytstörungen sowie ein Hitzschlag oder eine Unterkühlung können zu einem Koma führen.

Die Tiefe des Komas

Die Einteilung des Komas erfolgt nach medizinischen Aspekten, damit also die Reaktion auf unterschiedliche Reize oder auch deren Ausbleiben. Je nach Klassifikation erfolgt generell eine Unterteilung des Komas in drei bzw. vier verschiedene Tiefengrade.

  • Koma 1. Grades
    Ein Koma ersten Grades dient der Abwehr von Schmerz für den Körper. In diesem Stadium des Komas sind die Pupillenbewegungen intakt und auch die Augenbewegungen reagieren auf eine entsprechende Reizung des Gleichgewichtsorganes.
  • Koma 2. Grades
    Der zweite Grad des Komas ist durch eine ungerichtete Abwehr auf Schmerz gekennzeichnet. Typisches Zeichen für diesen Grad des Komas ist das Außenschielen.
  • Koma 3. Grades
    Der dritte Grad des Komas bringt keinerlei Reaktionen auf Schmerzen. Der Betroffene zeigt jetzt keine Reaktionen mehr in den Pupillen. Auch alle weiteren Schutzreflexe des Körpers sind ausgeschaltet.

In der Notfallmedizin wird zur Bestimmung des Tiefegrades des Komas sowie auch zur Hilfe bei Entscheidungen für Hilfsmaßnahmen die sogenannte Glasgow-Koma-Skala herangezogen. Sie berücksichtigt sowohl tiefes Koma als auch leichte Bewusstseinsstörungen und hilft dann bei der Entscheidungsfindung für weitere Therapien – beispielsweise die Beatmung.

Das künstliche Koma

Beim künstlichen Koma oder künstlichen Tiefschlaf handelt es sich um eine Bewusstseinsminderung, die absichtlich und unter Hinzuziehung von Medikamenten durchgeführt wurde. Diese Bewusstseinsminderung wird sofort dann wieder aufgehoben, wenn das Medikament abgesetzt wird. Daher handelt es sich auch nicht um ein klassisches Koma – wird aber dennoch so bezeichnet, obwohl es sich um kein Koma im medizinischen Sinne handelt.

» Wann werden Patienten ins künstliche Koma versetzt?
Korrekt wäre die Bezeichnung Sedierung bzw. Langzeitnarkose. Bei der Sedierung handelt es sich um einen Zustand unter Kontrolle, in die der Patient gezielt gebracht wird. Gerade innerhalb einer schwierigen Phase bei der Intensivbehandlung wird diese Sedierung häufig vorgenommen, um so eine Entlastung des Patienten zu bewirken. Hierzu werden Medikamente mit unterschiedlichen Wirkungen genutzt. Sowohl Schlaf- als auch Beruhigungsmittel kommen zum Einsatz und auch Psychopharmaka werden je nach Bedarf für die Sedierung eingesetzt. Dazu können auch je nach Art des Zustandes des Patienten Schmerzmittel oder andere Narkotika genutzt werden, um höchstmögliche medizinische Ergebnisse zu erzielen.

» Was ist beim künstlichen Koma zu beachten?
Wichtig bei der Sedierung des Patienten ist eine genaue Beobachtung, eine technische Überwachung, was durch moderne medizinische Möglichkeiten sehr gut erzielbar ist. Durch die unterschiedlichen medizinischen Möglichkeiten kann die Dauernarkose so gering wie möglich dosiert werden, dabei können aber dennoch umfassende und zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. Sowohl der Stress des Patienten als auch dessen Schmerzempfindungen, Angst, motorische Reaktionen oder auch Erinnerungen können optimal beeinflusst werden. Die meisten eingesetzten Medikamente beeinflussen verschiedene Hirnleistungen – mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten.

» Entlastung des Patienten
Unterschieden werden nicht nur die Medikamente, sondern auch deren Wirkungen auf die unterschiedlichen Patienten. Ein sehr gut sedierter Patient kann eine gute Entlastung erhalten, dennoch in den Behandlungsmaßnahmen mit den Ärzten kooperieren. Gleichzeitig kann durch die Medikamentengabe bewirkt werden, dass der Patient sich trotz seiner Kooperation bei der Sedierung später an nichts mehr erinnert – daher keine psychischen Belastungen aus seiner Behandlung mitnimmt. Die Wirkung der Medikation ist von Patient zu Patient verschieden. So kann ein Patient sehr ruhig erscheinen, sich dann später nicht mehr an Einzelheiten innerhalb der Sedierung erinnern, andere Patienten sind bei gleicher Medikation zwar nicht mehr ansprechbar aber dennoch insgesamt sehr unruhig.

Das Wachkoma

Beim Wachkoma ist eine schwere Schädigung des Gehirns zu verzeichnen. Die Funktionen des Großhirns sind stark beeinträchtigt. Das Hirn weist eine schwere Schädigung auf und die Funktionen des Gehirns sind entweder komplett ausgefallen oder sogar dauerhaft erloschen. Das Wachkoma wird auch als apallisches Syndrom bezeichnet, was übersetzt „ohne Hirnrinde“ heißt, Die Lebensfunktionen werden wie auch im Wachzustand, vom Hirnstamm erhalten. Der Patient kann allerdings mangels kognitiver Funktionen nicht mehr zum Bewusstsein gelangen. Betroffene werden wach, können sich aber mit der Umwelt weder aktiv noch passiv in Verbindung setzen. In der Fachsprache redet man beim Wachkoma von einem Persistierenden Vegetativen Status, der kurz als PVS bezeichnet wird.

Wie wird ein Koma diagnostiziert?

» Patient ansprechen
Innerhalb der Bewusstlosigkeit bzw. des Komas ist die richtige Diagnose sehr wichtig. Wer einen Menschen findet, der völlig erschlafft am Boden liegt, sollte diese Person ansprechen. Auch leichtes Rütteln kann sehr sinnvoll sein. Sind nun keine Reaktionen zu verzeichnen, ist eine Bewusstlosigkeit sehr wahrscheinlich. Jetzt ist es wichtig, ärztliche Hilfe zu holen.

» Arzt informieren und Auskunft geben
Der hinzugezogene Notarzt muss für die Ergreifung weiterer Maßnahmen genau über den Verlauf der Bewusstlosigkeit informiert werden. Begleitpersonen oder Zeugen eines Unfalls müssen so detailliert wie möglich Auskünfte über den Verlauf der Bewusstlosigkeit geben. Wichtig ist es zudem, über mögliche Vergiftungen, beispielsweise durch Alkohol oder Drogen zu berichten und so genau wie möglich Vorerkrankungen zu schildern. Hierzu gehören beispielsweise Diabetes mellitus, Schlaganfall oder Bluthochdruck. Kopfverletzungen oder der Geruch nach Alkohol können wichtige Anhaltspunkte für die Diagnose der Bewusstlosigkeit liefern.

» Erstmaßnahmen durch den Arzt
Zur weiteren Diagnose prüft der Notarzt jetzt die Vitalzeichen. Dazu werden Blutdruck, Puls und auch Atmung kontrolliert. Mit einem EKG-Gerät kann der Arzt sogar vor Ort die Herzfunktionen kontrollieren und so beispielsweise Herzrhythmusstörungen als Grund für die Bewusstlosigkeit nachweisen oder ausschließen.

Der Mediziner prüft nun die Reflexe, die Bewegungen und Empfindungen. Dazu werden auch die Augäpfel und die Pupillen in Augenschein genommen. Ein kurzer Blutschnelltest wie die Blutzuckermessung gibt weiteren Aufschluss über die Hintergründe der Bewusstlosigkeit.

» Untersuchung im Krankenhaus
Nach Erste-Hilfe-Maßnahmen sind dann Untersuchungen in der Klinik erforderlich. Hierzu gehören Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchung, Röntgenaufnahme, ein CT oder CCT des Kopfes, ein MRT, ein EEG oder auch eine Hirnwasseruntersuchung. Auch neurologische Untersuchungen können unter Umständen erforderlich werden.

Mit der Koma Skala –wie dem Glasgow Coma Scale kann eine Bewusstlosigkeit in einen Schweregrad eingegliedert werden.

Koma & Therapie und Erstmaßnahmen

Das Koma ist ein sehr ernster gesundheitlicher Notfall. Hier sind sofortige und korrekte Therapiemaßnahmen erforderlich, die mit einer Erste-Hilfe beginnen. Danach erfolgt eine Behandlung der Ursachen für das Koma.

» Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf Koma
Findet man eine Person in einem Koma vor oder fällt jemand in der eigenen Anwesenheit in ein Koma, dann können Sofortmaßnahmen sehr hilfreich sein und ggf. sogar das Leben der Person retten.

  • Wichtig ist es daher zunächst, den Bewusstlosen anzusprechen. Reagiert die Person auf diese Ansprache nicht, dann kann leichtes Rütteln auch zu einem Aufwachen des Betroffenen führen.
  • Neben der Ergreifung der Erstmaßnahmen sollte man unbedingt sofort Hilfe suchen, sich aber weiterhin um den Komapatienten kümmern. Wichtig ist es, die Atmung zu prüfen, denn ansonsten können sich innerhalb kurzer Zeit Schädigungen des Gehirns oder anderer Organe durch Sauerstoffmangel ergeben.
  • Der Kopf der bewusstlosen Person sollte nach hinten geneigt werden. Dabei ist es wichtig, das Kinn anzuheben, damit die Atemwege frei sind. Die Atmung sollte regelmäßig durch Beobachtung, Hören und auch Fühlen kontrolliert werden, da sie auch innerhalb der Bewusstlosigkeit noch aussetzen kann.
  • Wichtig ist es zu beobachten, ob sich der Brustkorb hebt und senkt. Kontrollieren sollte man zudem, ob Atemgeräusch aus Mund und Nase des Betroffenen zu verzeichnen sind.
  • Bis der Notarzt eintrifft, sollten Puls und Atmung regelmäßig kontrolliert werden.
  • Atmet der Bewusstlose normal, dann ist es wichtig, die Person in eine stabile Seitenlage zu bringen, bis der Notarzt eintrifft – dabei sollten Atmung und Puls weiterhin unter Kontrolle bleiben.
  • Ist keine regelmäßige Atmung zu verzeichnen und befindet sich die Person in einem Koma, dann sollte zunächst der Notarzt informiert werden. Danach muss die Herz-Lungen-Wiederbelebung aufgenommen werden, bis der Notarzt eintrifft.
  • Erst wenn der Notarzt vor Ort eintrifft, dürfen Kontrolle und andere Maßnahmen an den Mediziner abgegeben werden.

Die Intensivstation ist bei diesen Patienten nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen die erste Anlaufstelle, damit die Hintergründe für die Bewusstlosigkeit ermittelt werden können. Sowohl ein Schlaganfall als auch ein Herzinfarkt, sowie zahlreiche andere Faktoren, die zur Bewusstlosigkeit geführt haben, können so nacheinander geprüft werden, bis dass der Auslöser für die Bewusstlosigkeit gefunden wurde.

Koma – Gesetze und Menschenwürde

In vielen anderen Ländern ist die Rechtsprechung einfach geregelt, wenn ein Patient schon zu Zeiten des Bewusstseins und im Besitz seiner körperlichen und geistigen Kräfte ein Patiententestament erstellt hat und hier seine Wünsche im Bezug auf einen Umgang beispielsweise bei einem dauerhaften Koma niedergeschriebnen hat. In Deutschland ist die Patientenverfügung zwar inzwischen möglich – allerdings für den behandelnden Mediziner ein Agieren auf dünnem rechtlichem Eis. Eindeutige Rechtsprechung gibt es nicht – auch wenn der Patient ausdrücklich und detailliert niedergeschrieben hat, wie er mit dem Fall des eigenen dauerhaften Komas umzugehen wünscht.

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