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Kraftsport Mythen – So vermeiden Anfänger die 5 häufigsten Fehler

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Kraftsport Mythen
© Minerva Studio - Fotolia.com

Um den Kraftsport und insbesondere um das Bodybuilding ranken sich allerlei Mythen. Viele dieser Behauptungen und Klischees sind aber derart unerhört, dass selbst erfahrenen Trainern einfach nur die Haare zu Berge stehen.

Die wichtigste Frage die Sie sich als Anfänger oder aber auch Fortgeschrittener stellen sollten: „Welche Ziele will ich erreichen?“ Denn danach richtet sich unter Umständen die gesamte Trainingsart aber auch der Trainingsablauf.

Kraftsport oder Bodybuilding

Bevor wir mit den 5 größten Kraftsport-Mythen aufräumen, will ich für Sie eine klare Aufteilung in Kraftsport und Bodybuilding machen. Denn Kraftsport ist nicht gleich Bodybuilding oder umgekehrt. Sicher gehört das Bodybuilding zum eigentlichen Kraftsport dazu, ist aber eher als eine Unterkategorie zu sehen. Wie bereits eingangs erwähnt spielt hierbei die persönliche Zielvorgabe eine sehr große Rolle.

Während ein Kraftsportler den Sport ausübt, um eben mehr Kraft (Masse) aufzubauen, will der Bodybuilder durch die Definition seiner Muskulatur, diese besser zur Geltung bringen. Natürlich gehen beide Sportarten nahtlos in einander über, dass trifft gerade dann zu wenn jemand zuerst Masse aufbaut um diese dann später zu definieren.

Damit Sie sich jedoch vor den häufigsten Fehlern schützen können, finden Sie hier unsere Top 5 der größten Kraftsport-Mythen.

Mythos Nummer 1: Definitionstraining während einer Diät

Hält man eine Diät, sollte man mit möglichst vielen Wiederholungen trainieren, um die Muskeldefinition voranzutreiben. Diese Regel sollten Sie gleich wieder vergessen! Selbstverständlich sind wir während einer Diät darauf erpicht, soviel Muskelmasse zu erhalten wie möglich. Das erreicht man allerdings nicht durch ein Training mit vielen Wiederholungen, sondern über eines mit wenigen Wiederholungen und schweren Gewichten.

Mein Tipp: Stellen Sie ihren Trainingsplan so auf, dass Sie pro Übung zwei Sätze einplanen mit 8 bis 12 Wiederholungen.

Mythos Nummer 2: Niemals auf den Eiweißshake verzichten

Es stimmt: Eiweißpräparate, wie zum Beispiel die Whey Proteine bei Body Attack, sind für Kraftsportler durchaus sinnvoll. Zur Bedarfsdeckung sind sie vor allem während Diätphasen regelrecht unabdingbar! Sie sollten allerdings darauf achten, dass Ihnen der Fitnesstrainer nicht ständig vor und nach dem Training ein kostenpflichtigen Studio-Shake andreht. Denn woher will er wissen wie hoch Ihre tägliche Proteinzufuhr wirklich ist!

Mein Tipp: Rechnen Sie mit 3 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (100 kg = 300 Gramm). Diese Menge sorgt für eine gute Proteinzufuhr.

Mythos Nummer 3: Muskelauf- und Fettabbau zur gleichen Zeit

Durch Sport werden die Muskeln trainiert und Fett abgebaut & soweit geht die Rechnung auf! Also müsste man doch auch gleichzeitig Muskelberge auf- und Fett abbauen können! Das funktioniert leider nicht! Während man nämlich für den Fettabbau die Ernährung dahingehend umstellen muss, dass der Körper die Fettreserven angreift, ist für Muskelaufbau in aller Regel eine „Ernährung über Bedarf´´ notwendig. Man muss sich also für eine Seite entscheiden!

Mythos Nummer 4: Muskelkater durch Laktat

Um den Muskelkater rankten sich schon immer viele Mythen und
streng genommen wissen wir bis heute nicht wirklich, wie der Muskelkater entsteht. Man ist sich mittlerweile jedoch relativ sicher, dass es sich um die Schädigung kleinster Elemente unserer Muskelfasern durch zu starke Beanspruchung handelt. Das ist nicht schlimm, da die Muskelfasern recht schnell wieder heilen! Laktat (Milchsäure) hat mit dem Muskelkater hingegen herzlich wenig zu tun!

Mein Tipp: Falls Sie mit Muskelkater trainieren wollen, können Sie das gerne machen. Nur gehen Sie nicht aufs ganze, denn auch der Muskel braucht zeit für die Regeneration.

Mythos Nummer 5: Bloß kein Salz einnehmen

Dass man als professioneller Bodybuilder tunlichst auf Salz verzichten sollte, ist so ziemlich der größte Blödsinn, der mir im Zusammenhang mit Kraftsport-Mythen einfällt. Natürlich sollten Sie (auch als Nicht-Bodybuilder) den Salzkonsum nicht übertreiben, doch Natrium ist ein wichtiger Mineralstoff, ohne den wichtige Systeme unseres Körpers wie das Gehirn, das Nervensystem aber auch die Muskulatur nicht in der Lage wären, ihre volle Leistungsfähigkeit zu entfalten. Daher gilt: Kein Salzverzicht!

Anzahl der Trainingstage

Häufig entsteht bei der Frage, nach der Anzahl der Trainingstage das Vorurteil: „Wer nicht täglich trainiert, kann keine Fortschritte erkennen.“ Die Aussage ist natürlich völliger Quatsch, denn wie bereits beim Mythos 4 erwähnt braucht der Muskel eine Regenerationszeit. Fällt diese Phase allerdings zu kurz aus, verzehrt sich der Muskel selbst und kann dadurch nicht wachsen. Daher ist es gängige Praxis zwischen den Trainingstagen einen Ruhetag einzulegen. Auch wenn Sie einen Wechsel des Trainingsplans anstreben ist es ratsam sogar bis zu einer Woche zu pausieren oder nur ein sehr leichtes Training zu absolvieren.