Alle Infos zur Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

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Magenschleimhautentzündung
© Dan Race - Fotolia.com

Uns Menschen schlägt so einiges auf den Magen. Das ist zwar nur ein Sprichwort, doch dahinter verbirgt sich oft viel mehr. Magenschleimhautentzündung kann akut, oder chronisch sein. Die Ursachen können unterschiedlich sein. Bestimmte Giftstoffe können die Zellen der Magenschleimhaut angreifen und Gastritis verursachen. Die akute Form von Gastritis wird meist ausgelöst von Rauchen, Alkohol, verschiedene Giftstoffe, als Nebenwirkung von Medikamenten, insbesondere als Folge von langfristiger Einnahme von Schmerzmedikamenten, und Acetylsalicylsäure. Auch Stress, Verletzungen und Schockzustände können akute Magenschleimhautentzündung hervorrufen. Chronische Gastritis wird von der Medizin in drei Gruppen aufgeteilt.
Typ A Gastritis wird durch einen Autoimmunprozess ausgelöst, Typ B Gastritis durch das Bakterium Helicobacter pylori, und Typ C Gastritis durch Gallrückfluss, sowie durch Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR).

Der Unterschied zwischen der akuten und der chronischen Magenschleimhautentzündung ist leicht erklärt. Akute Gastritis tritt plötzlich auf und wird von Beschwerden, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, oder Schmerzen im Oberbauch begleitet. Die chronische Magenschleimhautentzündung verursacht dagegen kaum, oder gar keine Beschwerden. Deswegen sind die Folgen schwerwiegender, wenn sie nicht, oder nur unzureichend behandelt wird. Folgen einer chronischen Magenschleimhautentzündung können Magengeschwür, Magenblutungen, Magendurchbruch, oder sogar Magenkrebs sein. Auch schwere Magenschleimhautschädigungen sind häufig die Folgen einer Gastritis.

Die Diagnosestellung erfolgt in der Regel nach einer Magenspiegelung und einer Reihe anderen Untersuchungen. Bei der Magenspiegelung werden winzige Gewebeproben zu Untersuchungszwecken entnommen. Die Therapie richtet sich in jedem Fall in erster Linie nach Schwere der Erkrankung. Erste Maßnahmen können Verzicht auf Nahrung, oder einfach das Weglassen von Nahrungsmittel, sowie auslösende Faktoren sein. Weitere Therapiemaßnahmen sind eine medikamentöse Behandlung, in besonderen schweren Fällen sind chirurgische Eingriffe erforderlich.

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