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Molke- oder Hanfprotein: Was ist besser für den Körper?

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Molkeprotein Hanfprotein
© Elena Schweitzer - Fotolia.com

In der Regel nehmen wir über die Nahrung genügend Proteine zu uns. Wer Sport treibt, benötigt aber eine Extraportion für den Muskelaufbau. Doch welches Protein ist nun besser?

Wer schon einmal im Fitnessstudio war, der wird sicherlich gesehen haben, dass viele Sportbegeisterte nach dem Training einen Shake trinken. Was das ist? Es ist ein Eiweißshake. Den trinken die meisten Sportler, um ihre Muskeln zu „füttern“, denn Eiweißpulver bringt den Muskelstoffwechsel auf Hochtouren und lässt sie wachsen. Mit Proteinpulver können Sie also besser Muskelmasse aufbauen. Keine Fettmasse wie mit zu vielen Kohlenhydraten.

Warum muss es nun aber gerade ein Eiweißshake sein? Muss es nicht. Sie können stattdessen auch Magerquark essen. Aber wer hat den im Fitnessstudio schon in der Sporttasche? Einfacher ist es also einen Proteinshake zu sich zu nehmen, um den Muskelaufbau zu beschleunigen.

Ist Eiweißpulver beim Sport ein absolutes Muss?

In der Regel benötigt unser Körper nicht unbedingt Eiweißpulver, da wir den Bedarf an Eiweißen auch problemlos über eine ausgewogene Ernährung decken können. Ein gesunder Mensch sollte pro Tag etwa 0,9 Gramm Proteine pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Das schaffen wir locker über eine ausgewogene Ernährung. Wer nun jedoch Sport treibt, der reizt seine Muskeln, die daraufhin förmlich Appetit auf Proteine bekommen. Jetzt ist es also sinnvoll noch eine Portion Proteine zu sich zu nehmen.

Welches Eiweißpulver ist das beste?

Wer beim Schlendern durch die Regale im Supermarkt mal etwas aufmerksam ist, dem wird schnell auffallen, dass man vom Proteinpulver-Angebot förmlich erschlagen wird. Und auch das Internet bietet eine riesige Auswahl an Eiweißpulver an. Ich möchte hier einmal die am meisten verwendeten Proteinpulver gegenüberstellen und ihre Vor- und Nachteile miteinander vergleichen:

❍ Molkeprotein (Whey):

Am größten ist wohl das Angebot an so genannten Molkeproteinen, auch Whey genannt. Dabei handelt es sich um Proteine, die in Milch vorkommen. Der Milch wurde das Fett und die Kohlenhydrate so gut wie entzogen, so dass nur die reinste Form von Molkeprotein übrig bleibt. Das Besondere an Whey: es lässt den Aminosäurespiegel im Blut nach der Einnahme zügig in die Höhe schnellen und liefert den Muskeln somit genau dann Baumaterial, wenn sie es benötigen.

Das Problem: Das Molkeprotein enthält keine Ballaststoffe und ist somit weniger gut verträglich, da es nicht besonders förderlich für den Darm und die Verdauung ist. Es kann sogar zu einer Übersäuerung führen.

❍ Hanfprotein:

Hanfsamen bestehen zu rund 20 Prozent aus Protein. Das Besondere: Hanfprotein enthält alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst aufbauen kann und die er deshalb mit der Nahrung zu sich nehmen muss. Darunter sind auch Aminosäuren, die besonders gut für den Muskelaufbau sind. Das Beste: das in Hanfsamen enthaltene Protein kann von unserem Körper sehr leicht zu körpereigenen Proteinen umgewandelt werden, ohne dass dabei „Abfall“ zurückbleibt. Denn das, was vom Körper nicht verwertet werden kann, belastet z.B. Leber und Nieren.

Ein entscheidender Vorteil gegenüber Molkeprotein: Hanfprotein liefert nicht nur viel Eiweiß, essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine, es liefert zudem auch Ballaststoffe. Diese sind in Molkeprotein oft nicht enthalten und können somit zu Verdauungsproblemen führen. Mit Hanfprotein passiert Ihnen das nicht, da alle Inhaltsstoffe den Proteinstoffwechseln ankurbeln und die Verdauung von Eiweiß optimieren. Außerdem vermitteln sie ein langes Sättigungsgefühl und verhindern somit, dass Sie während einer Diät zu viel Essen.

Übrigens:
Sie müssen keine Angst vor einer psychoaktiven Wirkung haben. Hanfprotein wird aus industriellem Hanf gewonnen, welcher nur eine unbedeutende Menge (weniger als 1 Prozent) des Tetrahydrocannabinol (THC) enthält. Laut Aussagen der Verbraucherzentrale NRW e.V. müssen Sie auch keine Angst haben, dass es durch den Konsum von hanfhaltigen Lebensmitteln zu einem positiven Drogentest kommen kann.

Fazit:

Wenn Sie Proteinpulver zu sich nehmen möchten, um Muskelmasse aufzubauen, dann greifen Sie lieber auf Hanfprotein zurück. Es ist reicher an Vitaminen und Mineralien als Molkeprotein und enthält Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung sorgen. Außerdem können Sie mit einer ausreichenden Zufuhr an Ballaststoffen chronische Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis und Diabetes mellitus vorbeugen.

Ich habe beim Einkaufen mal die Augen offen und Ausschau nach Hanfprotein gehalten. Ich habe es noch nicht in jedem Laden gesehen. Sie müssen nun aber nicht wieder auf Molkeprotein zurückgreifen. Sie können nämlich beispielsweise Hanf Protein beim Versandhaus Vitaminexpress bestellen. Hier haben Sie sogar die Auswahl zwischen verschiedenen Sorten. Sie können z.B. die naturbelassene Variante wählen, eine mit Rote-Beeren-Geschmack oder eine angereichert mit vitalstoffreichen Superfoods.

Hanfprotein können Sie übrigens genauso wie Molkeprotein verwenden. Sie können daraus Shakes machen, es als Backzutat verwenden oder es für andere leckere Gerichte nutzen. Ein Rezept für einen Hanfprotein-Smoothie habe ich z.B. auf www.paleotogo.de gefunden. Und ein Rezept für Proteinriegel auf schrotundkorn.de. Sie können es wie gesagt aber auch für sämtliche andere Gerichte nutzen.