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Osteoporose bei Männern – Die Behandlung

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Osteoporose bei Männern
© Africa Studio - Fotolia.com

Die Basics für die Therapie gegen das Risiko der Osteoporose besteht in einer kombinierten und ausreichenden Gabe von Vitamin D sowie Kalzium in ausreichender und ärztlich kontrollierter Menge. Zudem kann der Muskelaufbau in moderater Form und ohne die Gefährdung der Knochen eine gute Prophylaxe gegen Osteoporose bedeuten und auch die Erkrankung in ihrem Verlauf noch positiv beeinflussen.

Eine Sturzprophylaxe sollte unbedingt betrieben werden. Stolperfallen in der Wohnung und dem Umfeld des Betroffenen sollten ausgeräumt werden, um die Gefahr für einen Bruch von Knochen zu reduzieren. Jeder Knochenbruch geht mit einer Reduzierung der Knochenmasse einher, was gerade bei Osteoporoseerkrankten verhindert werden sollte.

Ist ein allgemeiner Hormonmangel diagnostiziert, wird durch den Arzt eine hormonersetzende Therapie angeordnet, die unter regelmäßiger Kontrolle des Hormonstatus durchgeführt wird. Weiterhin werden im Regelfall knochenstabilisierende Medikamente eingesetzt, die die Knochenstruktur unterstützen. Hier werden zum Beispiel Bisphosphonat Alendronat und Risedronat als hochgradig wirksame Präparate eingesetzt.

Wenn speziell bei der männlichen Osteoporose der Testosteronmangel die Entstehung der Krankheit wesentlich begünstigt, kann – oft in Kombination mit anderen Therapien – eine Sexualhomonersatztherpie durch den behandelnden Arzt vorgeschlagen werden. Hier ist eine gute und umfassende Beratung zwischen Erkranktem und Arzt erforderlich. Darüber hinaus muss auch die Lebenspartnerin in die Planung einer solchen sexualhormonersetzenden Therapie einbezogen werden.

Wissenschaftliche Studien zum Thema haben belegt, dass gerade das Bisphosphonat Alendronat bei Männern hohe Wirksamkeit mitbringt, bei denen der Testosteronmangel auslösender Faktor für die Entstehung der Osteoporose war.

Wer sich der Behandlung mit Alendronat unterzieht, sollte eine Behandlungsdauer von rund zwei bis drei Jahren einplanen, innerhalb deren Zeitraum sich aber schon deutliche Verbesserungen der Knochenstruktur und damit geringere Risiken der Knochenbrüche abzeichnen.

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