Start Familie

Pubertätsprobleme können auch Ängste sein

92
0
TEILEN
Hormonelle Veränderungen - Nicht sichtbar, aber einschneidend
© Sabphoto - Fotolia.com

Eltern müssen jetzt durch klare Statements ihre Standpunkte behaupten, denn wenn der Junge jetzt innerhalb der Familie nicht ausreichend Reibungspunkte erfährt, wird er sich andere Wege suchen, seine Grenzen abzustecken. Provokationen sind die Folge und die können sich durch ein Absacken in der Schule, durch Alkohol- und Drogenkonsum oder durch andere Verhaltensweisen zeigen, mit denen der Junge jetzt seine Grenzen finden möchte.

Eltern sind jetzt gefordert, Geduld zu haben zwischen dem pubertären Übermut, der Jungen überkommt und der Grenzüberschreitung klare Abgrenzungen zu finden. Das richtige Maß an Freiheit und Grenze zu finden, ist für Eltern jetzt eine wichtige Aufgabe, um den Jungen in seiner weiteren Entwicklung zu fördern, aber nicht zu große Freiheiten aufkommen zu lassen oder aber die Grenzen zu eng zu stecken. Ein Austausch mit Freunden kann hier hilfreich sein. Andere Eltern mit Kindern im gleichen Alter haben ähnliche Probleme, aber häufig andere Ansichten und ein Austausch kann für beide Seiten gewinnbringend sein.

Ein einmaliger Ausrutscher, wenn der Sohn spät in der Nacht betrunken von der Party kommt, kann akzeptabel sein, denn Ausrutscher gehören zum Erwachsenwerden dazu. Wiederholt sich dieses Verhalten oder zieht der Junge sich über lange Zeit komplett zurück, dann sollten Eltern sich nicht schämen, Hilfe von Profis zu akzeptieren.

Erziehungsberatungsstellen bieten Eltern mit pubertierenden Söhnen wichtige Hilfen an. Auch dann, wenn die Jungen sehr starke Ängste im Hinblick auf die Pubertät ausstehen oder aber Zwänge im Verhalten sich einschleichen oder wenn gar Drogen ins Spiel kommen. Auch steigende Gewaltbereitschaft kann beim Jungen ein Grund sein, die Jungendhilfe in Anspruch zu nehmen, um weitere Ausbrüche zu verhindern.

zurück