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Rundum gesund: So hilft die Kraft des Teebaumöls

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Teebaumöl Wirkung
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Teebaumöl ist ein pflanzliches Heilmittel, dessen Wirkungsweise vielfältigen Nutzen für die Gesundheit in sich birgt. Das ätherische Öl mit dem markanten Geruch stammt vom australischen Teebaum ab, der in der sumpfigen Küstenregion Australiens beheimatet ist.

Mittels Wasserdampfdestillation wird Teebaumöl aus den Zweigspitzen und Blättern des Melaleuca alternifolia gewonnen und zu dem ätherischen Öl weiterverarbeitet, wie es hierzulande bekannt ist.

Teebaumöl & ein echtes Multitalent

Das ätherische Öl beinhaltet einen hohen Anteil an Terpenen, was die hervorragende Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren erklärt. In Laborstudien, die sich mit der Wirksamkeit von Teebaumöl per Reagenzglas befassten, wurde nachgewiesen, dass Teebaumöl effektiv das Wachstum diverser Bakterienstämme, Pilzvorkommen und Viren hemmt. Dieser Umstand erklärt, warum Teebaumöl bei zahlreichen Beschwerden hilfreich und effektiv eingesetzt werden kann. Die Anwendungsgebiete erstrecken sich auf sämtliche Beschwerdebilder, die von Bakterien, Viren oder Pilzen ausgelöst oder verfestigt werden.

Anwendungsgebiete von Teebaumöl

Teebaumöl ist ein wirksames Hausmittel und kann bei etlichen Beschwerden (hier finden Sie einen Überblick aller Anwendungsfälle), die das äußere Hautbild betreffen, wahre Wunder bewirken. So hilft es beispielsweise bei folgenden Erkrankungen:

  1. Akne, Pickel und unreine Haut

    Unterschiedliche Bakterienarten sind für Pickel, Pusteln, Akne und Mitesser ausschlaggebend. Genau gegen diese Mikroorganismen geht Teebaumöl gezielt vor, da es das Bakterienwachstum hemmt oder sogar zum Stillstand bringt. Dazu ist die regelmäßige Behandlung mit Teebaumöl ein wichtiger Aspekt.

  2. Warzen

    Wenn sichergestellt ist, dass es sich tatsächlich um eine Warze handelt, kann sie mit Teebaumöl zum Verschwinden gebracht werden. Die Wirkstoffe in dem ätherischen Öl lassen die Warze regelrecht vertrocknen. Sichtbar wird dieser Erfolg, indem die behandelte Warze schrumpft und im Laufe der Zeit immer kleiner wird.

  3. Feigwarzen

    Feigwarzen werden durch einen Virus ausgelöst. Teebaumöl zeigt gegen diesen Virus höchste Effizienz. Die Geschlechtskrankheit beschränkt sich meist auf die äußeren Geschlechtsorgane, doch in Einzelfällen lassen sich die Symptome auch im inneren Geschlechtsbereich finden. In diesem Fall sollte der Arzt befragt werden, ob er eine Behandlung mit einem mit Teebaumöl getränkten Tampon befürwortet oder ob er eher eine schulmedizinische Behandlung vorzieht.

  4. Zahnfleischentzündung

    Die hauptsächlichen Wirkungsweisen von Teebaumöl zielen darauf ab, entzündungshemmend und antimikrobiell zu agieren. Genau diese zwei Eigenschaften werden bei einer Zahnfleischentzündung gebraucht, um Linderung und Besserung zu erzielen.

  5. Pilzerkrankungen

    Nagelpilz gehört zu den Erkrankungen, deren Heilungsprozess lange dauern kann. Der Vorteil bei der Behandlung mit Teebaumöl liegt darin, dass sich die Inhaltsstoffe des ätherischen Öls tief in das Gewebe rund um den Nagel einarbeiten und den auslösenden Pilz von innen her vernichten.

  6. Erkältungen

    Jeder kennt die Beschwerden einer Erkältung – harmlos, aber sehr lästig. Bei verstopfter Nase, zähem Schleim in den Bronchien oder schmerzhaftem Husten wirkt heißer Dampf wahre Wunder. Die ätherischen Öle sorgen für eine Verflüssigung des Schleimes, was zu einem erleichternden Abhusten führt.

  7. Schädlinge

    Schädlinge wie die Krätzmilbe, Zecken oder Flöhe suchen beim Kontakt mit Teebaumöl sofort das Weite. Somit bietet Teebaumöl sowohl vorbeugend, als auch im Behandlungsfall, effektiven Schutz gegen die lästigen und teilweise gefährlichen Plagegeister.

So wird Teebaumöl angewandt

In den meisten Fällen reichen wenige Tropfen Teebaumöl in der anzuwendenden Substanz aus. Wer seine Haarschuppen bekämpfen möchte, setzt einfach seinem Haarshampoo einige Tropfen des ätherischen Öls zu. Oder um eine Zahnfleischentzündung zu behandeln, werden dem Mundwasser einige Tropfen Teebaumöl zugesetzt.

Bei der Nutzung als Dampf – etwa bei Erkältung – werden dem heißen Wasser ein bis drei Tropen Teebaumöl zugegeben und der aufsteigende Dampf kann anschließend seine Wirkung entfalten.

Einzelne „Übeltäter“ können versuchsweise mit purem Teebaumöl behandelt werden. Eventuell zeigen sich allergische Reaktionen, dann darf die Behandlung mit purem Teebaumöl nicht weitergeführt werden. Bei guter Verträglichkeit wird ein Tropfen Teebaumöl auf ein Wattestäbchen gegeben und einzelne Pickel oder die Nagelbettentzündung damit betupft.