Die Schilddrüse - Kleines Organ mit großer Wirkung

 

Die Schilddrüse - Kleines Organ mit großer Wirkung

Die Schilddrüse ist ein sehr kleines Organ, das sich direkt an der Kehle des Menschen befindet. Tückisch ist die Schilddrüse deshalb, weil sie bei Fehlfunktionen zahlreiche Symptome im Körper aufkommen lässt. So können sowohl die Müdigkeit als auch die große Unruhe, die Gewichtszu- oder –abnahme wichtige Symptome sein, die eine Fehlfunktion der Schilddrüse anzeigen. Mit ihren rund 25 Gramm Gewicht ist die Schilddrüse im Körper trotzdem ein sehr einflussreiches Organ mit großer Wirkung. Hier werden nämlich viele Hormone aus Jod sowie aus den Aminosäuren gebildet. Funktioniert das Organ nicht richtig, ist großer Aufwand erforderlich, um die Probleme aufzudecken. Nicht selten bringt die Schilddrüse dabei Probleme mit, die auch bei anderen Organerkrankungen zu finden sind, was die Suche letztlich kompliziert machen kann.


» Die Funktionen der Schilddrüse im Körper
» Welche Krankheiten kann die Schilddrüse bekommen?
» Gesunde Schilddrüse – kann ich dafür etwas tun?
» Wie spüre ich eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse?
» Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen
» Ablauf einer Szintigraphie der Schilddrüse
» Wann ist eine Schilddrüsenoperation erforderlich?
» Wozu dient die Radiojodtherapie der Schilddrüse?
» Der Zusammenhang zwischen Schilddrüsenunterfunktion und Diabetes
» Hashimotot-Thyreoiditis führt zur Entzündung der Schilddrüse
» Biopsie der Schilddrüse - Wann ist eine Gewebeentnahme notwendig?
» Wird die Schilddrüse bei einer Schilddrüsenoperation entfernt?



Die Funktionen der Schilddrüse im Körper

Die grundsätzliche Funktion der Schilddrüse besteht darin, Jod im Körper zu speichern und die jodhaltigen Schilddrüsenhormone Thyroxin sowie Trijodthyronin und Calcitonin zu bilden. Die Schilddrüsenhormone spielen bei Energiestoffwechsel sowie auch beim Zellwachstum im gesamten Organismus eine wichtige Rolle. Auch der Erhalt der Knochensubstanz ist der guten Funktion einer gesunden Schilddrüse zu verdanken.


Welche Krankheiten kann die Schilddrüse bekommen?

Die Schilddrüse kann sich entzünden. Seltener für die Entzündung sind hierbei Bakterien verantwortlich, öfter hingegen sogenannte Autoimmunprozesse. Hier richtet sich der Abwehrprozess des gesamten Körpers gegen das eigene Gewebe und nicht selten dabei auch gegen die Schilddrüse. Schilddrüsenkrebs ist die schlimmste Folge dieses Autoimmunprozesses. Es kann auch zu Knötchenbildungen und daraus resultierenden Fehlfunktionen der Schilddrüse kommen. Die Über- und Unterfunktion kann aber auch ohne Knötchenbildung auf der Schilddrüse gegeben sein.


Gesunde Schilddrüse – kann ich dafür etwas tun?

Abwechslungsreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung sind für den gesamten Körper und eben auch für die Schilddrüse sehr wichtig. Das kleine Organ benötigt dafür auch eine ausreichende Versorgung mit Gemüse. Drei Hände voll hören sich nicht viel an, sind aber für die meisten Menschen nicht umsetzbar. Die gute Vitaminversorgung ist für die funktionierende Schilddrüse sehr wichtig. Leichter lässt sich der ausreichende Verzehr der Gemüsemenge durch einen sinnvollen Mix aus Salat, Gemüse und einer Portion Gemüsesaft umsetzen.



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Wie spüre ich eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse?

Die Gewichtszunahme und große Müdigkeit sowie auch Konzentrationsmangel und sinkende Leistungsfähigkeit sind typische Anzeichen der Unterfunktion der Schilddrüse. Auch Depressionen können aus einer Unterfunktion des Organs entstehen. Dagegen wird die Überfunktion durch Nervosität, innere Unruhe, plötzliche Gewichtsabnahme aus einem Gefühl von Ausgebranntheit angezeigt. Erschöpfungen am Nachmittag trotz ausreichend Schlaf sowie auch Herzrasen können die Folge der Überfunktion sein. Letztlich kann eine Überfunktion der Schilddrüse auch eine Osteoporose mitbringen. Alle Probleme können gleichermaßen von vielen anderen Organen, aber eben auch von der Schilddrüse her kommen.


Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen

Die Ultraschalluntersuchung ist im Regelfall die erste Untersuchung der Schilddrüse. Hier ist die günstigste Möglichkeit der Kontrolle der Schilddrüse gegeben. Wird beim Ultraschall eine optisch einwandfreie Schilddrüse dargestellt, bestehen in 90 Prozent der Fälle auch keine Probleme bei der Funktion der Schilddrüse.

Die nachfolgende Untersuchung der Schilddrüse ist die Laboruntersuchung. Hier werden die Schilddrüsenhormone untersucht. Gerade entzündliche Prozesse lassen sich durch eine spezielle Kombination von Antikörpern im Blut so im Labor sehr genau nachweisen.

Eine weitere Untersuchung der Schilddrüse stellt die sogenannte Szintigraphie dar. Sie offenbart die Wirkungsweise der Schilddrüse. Die Schilddrüsenknoten lassen sich hier besonders gut untersuchen, wobei genau zwischen den kalten und den heißen Knoten unterschieden wird. Während die kalten Knoten im Szintigramm keine Funktion zeigen, bilden die sogenannten heißen Knoten zu viele Hormone. Nachfolgend nach der Szintigraphie kann auch eine Punktion der Schilddrüse erfolgen, wenn bei Knoten in der Schilddrüse Krebsverdacht besteht.


Ablauf einer Szintigraphie der Schilddrüse

Bei der Szintigraphie wird eine Untersuchung mittels schwach radioaktiven Substanzen vorgenommen. Diese werden vor der Untersuchung in die Vene eingespritzt. Die Strahlenmenge, der ein Körper dabei ausgesetzt wird, entspricht in etwa einer Röntgenuntersuchung von Hand oder Fuß. Die eingespritzte Substanz nimmt innerhalb des Körpers ein Verhalten wie Jod an, das ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist. Auch hier wandert die injizierte Substanz in die Schilddrüse, wird aber dort anders als das Jod nicht eingebaut. 20 Minuten nach der Injektion kann die Aufnahme der Schilddrüse mittels Szintigraphie erfolgen.


Wann ist eine Schilddrüsenoperation erforderlich?

Viele Faktoren können eine Schilddrüsenoperation erforderlich machen. Allein schon dann, wenn die vergrößerte Schilddrüse aufgrund ihrer Größe mechanische Probleme im Hals verursacht, kann eine Operation erforderlich sein. Auch ein Krebsverdacht macht die Operation notwendig.


Wozu dient die Radiojodtherapie der Schilddrüse?

Die Radiojodtherapie stellt eine gute Alternative zur Operation der Schilddrüse dar. Hier kann radioaktives Jod in Kapselform eingenommen werden. Dieses strahlt rund drei Millimeter innerhalb des Gewebes. Das Jod wird nun in den Bereich der Überfunktion der Schilddrüse gebracht und kann dort das überschüssige Gewebe zerstrahlen. Die Radiojodtherapie muss nach deutschem Recht unter Strahlenschutzbedingungen durchgeführt werden. Die Therapie wird auf einer speziellen Therapiestation durchgeführt und diese darf vom Patienten während der Behandlungsdauer nicht verlassen werden. Auch Besucher sind während der Therapie nicht zulässig. Für mindestens 48 Stunden wird der Patient während dieser Behandlung von anderen Menschen abgeschirmt. Besonders heiße Knoten und auch die gesamte Überfunktion der Schilddrüse können mit dieser Therapieform behandelt werden.


Der Zusammenhang zwischen Schilddrüsenunterfunktion und Diabetes

Bedingt durch die Unterfunktion der Schilddrüse wird der Blutzuckerspiegel reduziert. Eine Überfunktion hingegen erhöht den Blutzuckerspiegel. Für beide Auswirkungen ist aber eine starke Funktionsstörung der Schilddrüse Voraussetzung, bis letztlich ein Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nachgewiesen werden kann. Die Fehlfunktion der Schilddrüse lässt allerdings die Einstellung des Blutzuckerspiegels generell schwieriger werden – eine Kombination beider Erkrankungen unabhängig voneinander macht eine genauere Kontrolle der Insulingaben erforderlich.


Hashimotot-Thyreoiditis führt zur Entzündung der Schilddrüse

Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung der Schilddrüse, die namentlich nach dem japanischen Forscher benannt wurde. Es handelt sich hier um eine Autoimmunerkrankung, die anfänglich eine akute Entzündung der Schilddrüse bewirkt. Die Erkrankung wird oft nicht frühzeitig erkannt, weil zunächst nur eine leichte Überfunktion diagnostiziert wird. Zunächst vergrößert sich die Schilddrüse hier, während sie im Verlauf der Erkrankung ständig kleiner wird und letztlich nicht mehr genügend Hormone produzieren kann. Als Hormonersatztherapie wird hier Thyrioxin verabreicht, um die Funktion der Schilddrüse für den Körper zu ersetzen.


Biopsie der Schilddrüse - Wann ist eine Gewebeentnahme notwendig?

Die so genannte Biopsie ist immer dann sinnvoll, wenn bei Schilddrüsenknoten der Verdacht auf Bösartigkeit besteht. Stark wachsende Knoten können die Biopsie notwendig werden lassen und auch derb strukturierte Knoten sind ein Anlass für eine Gewebeentnahme. Auch die Ultraschalluntersuchung, die ein bestimmtes Knotenbild darstellt, kann eine Biopsie notwendig machen, bei der Gewebe für genauere Untersuchungen entnommen wird. Hier entscheidet der Einzelfall.


Wird die Schilddrüse bei einer Schilddrüsenoperation entfernt?

Hier spielt die Erkrankungsform eine wichtige Rolle. Die Operationsmethoden bei der Schilddrüse haben sich inzwischen auf zwei Formen reduziert. Entweder wird die Schilddrüse komplett entnommen oder es wird lediglich der Schilddrüsenlappen entfernt. Sind beispielsweise auf beiden Seiten der Schilddrüse Knoten zu finden, ist oftmals nur die komplette Entfernung der Schilddrüse sinnvoll, die dann von einer Hormonersatztherapie gefolgt werden muss.

Ein gutes Forum für Betroffene gibt es auf http://www.forum-schilddruese.de/. Dort stehen Broschüren zum Download bereit und ein Lexikon mit Fragen und Antworten zur Verfügung.









Alle Tipps und Ratschläge wurden bestmöglich recherchiert.
Sie ersetzen jedoch in keinem Fall eine ärztliche Beratung oder Untersuchung! Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.