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Selbstmedikation und ihre möglichen Folgen

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Die richtigen Medikamente für Kinder
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Ein von fachkundiger Hand sorgfältig auf den kranken Menschen abgestimmtes homöopathisches Mittel kann sanft und nebenwirkungsfrei die Heilung herbeiführen. Wer im Selbstversuch homöopathische Arzneien anwendet, muss mit Stolpersteinen oder sogar Gefahren für die Gesundheit rechnen. Das reicht von fehlerhafter Diagnose und der Wahl des ungeeigneten Mittels über die falsche Dosierung (Häufigkeit, Potenzhöhe) bis zur Verschleierung und Verschleppung von Krankheiten.

Wenn man sich als Laie mit homöopathischen Arzneien selbst medikamentiert, kann man mit einer Reihe möglicher Folgen rechnen:

  1. Das Mittel zeigt keinerlei Wirkung. Hieraus zieht mancher den fehlerhaften Schluss, dass die Homöopathie an sich nicht wirkt.
  2. Es treten neue Symptome auf, die aber rasch verschwinden, wenn man das Mittel absetzt. Das bedeutet, man hat eine Art Arzneimittelprüfung am eigenen Leib erlebt – auf die gleiche Weise stellte Hahnemann fest, dass Chinarinde dieselben Symptome erzeugt wie Malaria, wenn man sie als Gesunder einnimmt.
  3. Manche Symptome verschwinden. Das bedeutet leider jedoch noch nicht, dass wirklich die Ursache der Krankheit beseitigt wurde.
  4. Ein kunterbuntes Durcheinander verschiedener homöopathischer Mittel oder Komplexpräparate lässt vielleicht sogar alle Symptome verschwinden. Wenn aber die Ursache nicht zufällig mit behandelt wird, hat der Mensch zwar vielleicht keine Symptome mehr, ist aber dennoch nicht gesund. Die Krankheitsursache ist nur unterdrückt (wie sonst mit allopathischen Medikamenten). Das kann nicht nur dazu führen, dass stärkere Probleme ignoriert werden, weil die entsprechenden körperlichen Warnsignale nicht mehr auftauchen. Sondern es erschwert in jedem Falle die medizinische Behandlung, weil das Krankheitsbild verfälscht ist.
  5. Wer zu niedrige Potenzen giftiger Ausgangssubstanzen verwendet, kann sich schaden.

Insgesamt besteht bei der wahllosen Selbstmedikation die Gefahr, dass man die Schwere einer Krankheit unterschätzt und sich deshalb nicht oder zu spät in Behandlung begibt.

Fachkundige Behandlung ist sicherer

Kurz: homöopathische Arzneien sind nicht so harmlos, wie häufig in den Medien beschrieben. Man sollte sie nicht wahllos einwerfen und wie Bonbons essen, sondern als ernstzunehmende Medizin nur unter fachkundiger Anleitung verwenden.

A propos fachkundig: Ein Wochenend-Workshop macht noch keinen guten Homöopathen… Hahnemann und seine Schüler studierten die Mittel und ihre Wirkungen über einen langen Zeitraum – und was empfahl doch Meister Hahnemann? „Macht’s nach, aber macht’s genau nach!“

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