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Die Tiertherapie – bei uns im Test

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Tiertherapie
© pololia - Fotolia.com

Die Therapien mit Hunden, Delfinen und Pferden gehören zu den so genannten Tiergestützten Therapien und stellen Behandlungen dar, die der alternativen Medizin angehören. Durch die verschiedenen Tiere werden unterschiedliche Einsatzgebiete abgegriffen, angefangen bei neurologischen Behandlungen, über psychiatrische Methoden bis hin zur Behandlung behinderter Menschen.

Delfintherapie:

Eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse, die Rückschlüsse auf den Erfolg dieser Therapie zulassen, gibt es nicht!
Dennoch werden Delfine eingesetzt, wenn es um die Bekämpfung von Krankheiten geht, eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Belohnung des Patienten, der einen guten Therapieverlauf hinter sich gebracht hat, mit einer Begegnung mit Delfinen.
Aber auch andere Delfinprogramme werden angeboten und wachsen in ihrer Beliebtheit. Erfahrungen aus positiven Verläufen von Krankheiten finden sich auch immer wieder in der Presse wieder.

Die Delfintherapie soll zum Beispiel behinderten Kindern und Kindern mit Autismus helfen, entsprechende Geschichten sprechen für sich. Auch findet diese Therapie Anwendung bei Depressionen, Vergewaltigungsopfern oder Krebspatienten.

Zurück zu führen ist die Delfintherapie auf die Tatsache, dass diesen Tieren heilsame Wirkungen nachgesagt werden. Tatsache ist, dass es zahlreiche positive Erfahrungen gibt, so konnten sich behinderte Kinder besser entspannen, autistische Kinder konnten sich nach der Therapie länger konzentrieren und waren glücklicher, Kinder mit dem Down-Syndrom erzielten bessere Lernergebnisse und Menschen mit Depressionen sahen wieder einen Ausweg. Die Liste ist natürlich noch viel länger.

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier war schon immer etwas Besonderes, so kann es doch gut sein, dass es tatsächlich positive Auswirkungen auf Krankheiten gibt.

Wer Interesse an einer Delfintherapie hat, der sollte sich ausgiebig informieren, seinen Arzt konsultieren, denn die Kosten sind erheblich und müssen selbst getragen werden.

Hippotherapie mit Pferden:

Pferde wirken auf Patienten, die keine Angst vor diesen Tieren haben, ungeheuer beruhigend. Für die Hippotherapie werden Pferde gesondert geschult. Das Pferd und der Therapeut arbeiten dann optimal zusammen.

Bei der eigentlichen Therapie wird das Pferd als Medium verwendet, der Patient sitzt auf dem Pferderücken oder reitet langsam. Voraussetzung ist, wie gesagt, die Angstfreiheit vor Pferden.
Beim Reiten oder Sitzen werden Bewegungsimpulse vom Pferd an den Patienten abgegeben, die positiv sein können. Man kann sich vielleicht vorstellen, wie gut sich dabei ein Rollstuhlfahrer fühlt oder ein gelähmter Mensch.
Beeinflusst werden hierbei die Muskeln, aber auch Haltungsschäden kann entgegengewirkt werden. Bei anderen Patienten verbessern sich das Gleichgewichtsempfinden, das Selbstwertgefühl und die Mobilität. Nicht zuletzt werden Erkrankungen des Bewegungsapparates gelindert und Gelenksprobleme gebessert.

Auch bei dieser Therapie gibt es keinerlei Nachweise, die die Wirksamkeit beweisen, daher müsse auch hier die kompletten Kosten selbst getragen werden. Physiotherapeuten, die diese Art der Behandlung anbieten, müssen entsprechend geschult sein.

Ganz wichtig ist aber noch folgendes: Menschen mit Wirbelsäulenentzündungen, mit Anfallsleiden, mit Thrombosegefahr, mit der Bluterkrankheit oder auch mit einer Pferdehaarallergie sollten eine Hippotherapie nicht durchführen.

Hundetherapie

Nach der Ansicht der Therapeuten eignen sich Hunde besonders gut, um mit Kranken zu arbeiten. Besonders dann, wenn die Patienten Probleme mit der Kommunikation haben. So wird diese Therapieform hauptsächlich bei Gehörlosigkeit, Sprachstörungen, Ängsten und Verschlossenheit eingesetzt.

Bei Hunden spielt auch wieder ihre ganz besondere Beziehung zum Menschen eine Rolle. Sie wirken beruhigend und strahlen eine Sicherheit aus, die der Mensch unbewusst wahrnimmt.

Es gibt eine Reihe von Therapieerfolgen, die die Wirksamkeiten einer Therapie bestätigen, die Befindlichkeiten der Patienten können sich schon bei der Anwesenheit eines Hundes drastisch verbessern, allerdings darf man keine Angst vor Hunden haben und auch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben.

Bei Kindern sind die Beobachtungen sehr enorm, Kinder nehmen zum Hund sofort Kontakt auf, auch wenn sie sonst immer verschlossen sind. Das Streicheln des Fells, das Spielen und die Freude des Hundes sind positive Aspekte, die direkte Erfolge bringen. Zusammen mit dem Hund baut das Kind seine Ängste ab, ohne es zu merken.

Aber auch hier gilt: Ein Ärztegespräch muss vorher unbedingt stattfinden, damit auch der richtige Ansprechpartner gefunden wird. Das empfiehlt sich auch, um die kleine Möglichkeit offen zu halten, dass die Krankenkasse vielleicht doch die Kosten übernimmt. Die meisten Kassen tun das nicht, aber vereinzelte vertrauen auf den Erfolg einer solchen Therapie.

Weitere Therapien der alternativen Medizin:

Astromedizin | Ayurveda-Therapie | Kunsttherapie | Blutegel-Therapie | Chiropraktik | Farbtherapie | Magnetfeldtherapie | Edelsteintherapie | Therapie mit Hypnose