Viagra für die Frau

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Viagra für Frauen
© Antonio Gravante - Fotolia.com

Viagra ist das bekannteste Präparat, um Potenzstörungen beim Mann zu besiegen und die Lebensqualität durch gesteigerte oder wieder hervorgerufene Leistungsfähigkeit wieder zu wecken. Somit ist die Vermutung naheliegend, dass auch bei Frauen Viagra Lustlosigkeit und vermindertes sexuelles Verlangen beseitigen kann, damit das Sexleben eines Paares durch Viagra wieder ins Lot gebracht wird. Leider ist das aber nicht so einfach, wie auf den ersten Blick vermutet.

Ein neues Medikament wurde zwar bereits entwickelt, das den weiblichen Sexualtrieb anregen soll und so der Frau wieder mehr Lust auf Sex bescheren soll. Allerdings wirkt dieses Präparat völlig anders als das Viagra für den Mann, denn während bei Männern die ausbleibende Erektion auf die Blutgefäße im Genialbereich zurückzuführen ist, funktioniert die Stimulation bei der Frau über das Gehirn.

Die Wirkung geht über das Gehirn

Britischen Forschern ist es aber inzwischen gelungen, ein Medikament zu entwickeln, das genau hier wirken und den Sexualtrieb von Frauen steigern soll. Das Präparat, das hier in Arbeit ist, hat Ähnlichkeit mit einem Hormon und wirkt somit nicht gezielt auf den Genitalbereich, sondern auf das Gehirn. Schon seit der Erkenntnis, dass Viagra für Männer viele Verbesserungen im Sexualleben bieten kann, für Frauen aber leider nicht, ist die Wissenschaft damit beschäftigt, ein gleichwertiges, aber eben anders wirkendes Präparat für Frauen auf den Markt zu bringen.

Frauen brauchen mehr als nur eine Pille

Die Wirkung von Viagra ist so überzeugend wie auch simpel. Hier werden die Blutgefäße erweitert und die Steigerung der Blutzirkulation im Genitalbereich bewirkt. Dieser Effekt ist allerdings rein physikalischer Art und in der Regel ausreichend, um die Lust beim Mann weder zu steigern. Frauen sind auf dem Gebiet der sexuellen Lustlosigkeit viel komplizierter. Der große Unterschied beim Orgasmus beim Mann und bei der Frau ist, dass bei der Frau das Gehirn die größere Rolle übernimmt. Einfach ausgedrückt heißt dass, dass eine physikalische Erregung bei der Frau nicht einfach durch Steigerung der Blutzirkulation zu erzielen ist, sondern dass hier zunächst das psychische Verlangen erst ausgelöst oder gesteigert werden muss. Und das ist schwieriger, als dem Mann einfach zu einer stärkeren Durchblutung der Genitalien zu verhelfen.

Viagra für die Frau & PT-141 noch in der Forschung

Schätzungen sagen, dass allein in Europa rund 30 Prozent der Frauen eine Funktionsstörung im Bereich des sexuellen Verlangens aufweisen. Zwar kann der Sexualtrieb aufgrund der persönlichen Umstände geringer ausfallen aber auch psychologische Hintergründe spielen eine große Rolle dabei, dass ein so hoher Frauenanteil hier Funktionsstörungen aufweist. Das neue Mittel, das noch in der Erforschung ist, heißt PT-141. Dieses Präparat wirkt sich stimulierend auf das Gehirn aus und die Libido der Frau wird so gesteigert. Durch das Präparat wird ein Hormon nachgeahmt, das eine Rezeptorenbindung im Gehirn bewirkt und so auf die sexuelle Aktivität der Frau wesentlichen Einfluss nimmt. Studien haben inzwischen auch die Wirkung dieses Präparates an Männern, die auf Viagra nicht positiv reagieren, somit nicht aufgrund verminderter Durchblutung Erektionsstörungen haben, als sehr gut bezeichnet.

Präparat bei Ratten bereits erfolgreich getestet

An Ratten wurde das Präparat bereits getestet und hier konnte sowohl ein anderes Verhalten gegenüber den männlichen Tieren nachgewiesen werden als auch ein insgesamt stärkeres sexuelles Begehren des anderen Geschlechtes. Die gesteigerte Dosierung des Präparates ergab in allen Studien ein gesteigertes Verlangen der weiblichen Ratten. Der nächste Schritt der Erforschung des Präparates ist der Test an Frauen.

Nützliches für die Menopause

Besondere Bedeutung schreiben die Forscher der Wirksamkeit des Präparates bei Frauen in der Menopause zu. In dieser Zeit sinkt das Verlangen nach Sexualität bei fast allen Frauen. Dazu gesellen sich Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen. Genau hier kann das neue Präparat neben einer gesteigerten Sexualität auch noch die weiteren Nebenwirkungen der Menopause reduzieren – so die Hoffnungen der Wissenschaftler auf eine vielfältige Nutzbarkeit des neuen Präparates in Kombination mit anderen Präparaten.

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