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Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz? – Antwort und Möglichkeiten zum Sparen vorgestellt

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Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz? - Antwort und Möglichkeiten zum Sparen vorgestellt
© maho - Fotolia.com

Schöne Zähne und das bis ins hohe Alter? Natürlich träumen wir alle davon, aber nur die wenigsten schaffen das ohne Hilfe vom Zahnarzt. Zwar heißt es immer: Pass auf deine Zähne auf und pflege sie, denn Zahnersatz ist teuer! Irgendwann trifft es aber so gut wie jeden, sodass auch Sie sich sicherlich irgendwann mit diesem Thema beschäftigen müssen.

Ob nun nach einem Unfall in jüngeren Jahren oder im Alter – wenn die Zähne nicht mehr ganz so stabil sind und ein Zahnersatz dringend nötig wird, ist guter Rat gefragt. Spätestens wenn es ernst wird, kommt dann die Frage auf, wie viel eigentlich die Krankenkasse übernimmt und wie viel Patienten selber tragen müssen.

Wie viel zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz?

In der Regel bezahlt die gesetzliche Kasse egal ob bei Brücken, Prothesen oder Kronen grundsätzlich immer 50 Prozent der Regelversorgung. Der Zuschuss orientiert sich dabei aber an den günstigsten Materialien und Techniken, die eingesetzt werden können. Egal wie viel der Zahnersatz letztendlich kostet, die Kasse erstattet also immer den gleichen Betrag.

Als Patient müssen Sie demnach also immer die andere Hälfte der Kosten übernehmen und entsprechend mehr zahlen, wenn Sie hochwertigere Materialien eingesetzt bekommen möchten. Doch dies ist der Punkt, bei dem es dann so richtig ins Geld gehen kann, denn ein hochwertiges Inlay kostet schon bis zu 600 Euro, ein Implantat um die 1000 Euro.

Wie kann ich beim Thema Zahnersatz sparen?

Wenn Sie stets auf Ihre Zahngesundheit achten und schon von Anfang an über das Thema Zahnersatz nachdenken, haben Sie gleich zwei Möglichkeiten, wie Sie im Falle des Falles sparen können.

➤ Möglichkeit 1 – Bonusheft:

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse haben Sie die Möglichkeit ein Bonusheft zu führen. Dabei handelt es sich um ein Nachweisheft für regelmäßige Zahnarztbesuche. Und dieses Heft ist bares Geld wert. Können Sie schließlich nachweisen, dass Sie einmal im Jahr bei einer Untersuchung beim Zahnarzt gewesen sind, dann belohnt Ihre Krankenkasse dies mit einem Plus an Zuschuss.

Diesen Zuschuss erhalten Sie aber erst, wenn Sie über einen Zeitraum von fünf Jahren lückenlos nachweisen können, dass Sie regelmäßig beim Zahnarzt waren. Für diese fünf Jahre erhöht sich der Festzuschuss zum Zahnersatz dann um 20 Prozent. Nach 10 Jahren sogar schon um 30 Prozent (siehe Beitrag der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein).

➤ Möglichkeit 2 – Zahnzusatzversicherung:

Da Zahnersatz sehr teuer werden kann, wundert es nicht, dass die privaten Krankenkassen schon vor Jahren einen Markt für sich entdeckt haben: Zahnzusatzversicherungen für gesetzlich Krankenversicherte. Und dieser Markt boomt, denn schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, bekommen Sie die Kosten für den Zahnersatz erstattet. Diese Versicherung greift allerdings nur dann, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Schönheitsverbesserungen an den Zähnen müssen Sie also nach wie vor selbst tragen.

Doch der Abschluss einer solchen Versicherung ist auch nicht immer ganz ohne. Denn bei Versicherungsbeginn dürfen keine Beschwerden oder Diagnosen bekannt sein. Nur bei unbekanntem Risiko gilt diese Versicherung. Dafür profitieren Sie aber, wenn Sie keine Leistungen beanspruchen, denn dann garantiert ein Schadenfreiheitsrabatt beispielsweise einen vergünstigten Beitrag.

» Tipp:
Achten Sie vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung darauf, dass diese im Falle eines Zahnersatzes bis zu 80 oder sogar 100 Prozent der Kosten ohne Summenbegrenzung übernimmt.