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Wasser mit Wassergüssen als Hausmittel nutzen

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Wassergüsse
© rh2010 - Fotolia.com

Die heilende Wirkung von Wasser kannte bereits der Pfarrer Kneipp, der von 1821 – 1897 lebte und als Wasserheiler von Wörishofen bekannt war. Mit Wasser geht einfach alles und die Anwendungen reichen von Inhalieren über Güsse bis hin zu Bädern, bei denen der gesamte Körper oder auch nur verschiedene Bereiche sich im Wasser befinden.

Die so genannte Hydrotherapie ist schon lange bekannt und die Wirksamkeit von Wasseranwendungen bis heute unumstritten. Auch wenn die Anwendung auf der Haut stattfindet, wird die Wirkung durch die Nervenverbindungen zu den inneren Organen auch an diesen gespürt. Kalte Wassergüsse bewirken, dass der Körperbereich zunächst ein wenig unterkühlt wird und sich im Anschluss daran eine verstärkte Durchblutung einstellt, die dann auch ein intensives Wärmegefühl mit sich bringt. Toll dabei ist, dass hier lediglich durch den Einsatz von Wasser eine positive Gesundheitsbeeinflussung stattfindet.

Besonders einfach ist die Hydrotherapie zu Hause mit der Anwendung in Bäderform. Verschiedene Zusätze können die Wirkung des Wassers sinnvoll unterstützen. Und so sind sowohl Teil- als auch Vollbäder je nach Bedarf sinnvoll. Neben den warmen Anwendungen können es kalte oder aber wechselnde Bäder sein, die dann zum Beispiel stark kreislaufanregend wirken. Das Armbad mit kaltem Wasser bringt den Organismus in kürzester Zeit wieder in Schwung und müde Phasen können mit einer einfachen Anwendung überwunden werden. Toll und wirksam sind auch Fußbäder, denn sie wirken durchblutungsfördernd und kreislaufstabilisierend. Nebenher stellt sich eine entspannende Wirkung ein. Ein Wechselbad für die Füße kann bei Kreislaufproblemen angewendet werden und auch den Verlauf von Erkältungskrankheiten positiv beeinflussen. Wichtig sind nach Wasseranwendungen immer Ruhepausen, bevor der Körper wieder aktiv wird. Und bei Herzproblemen sollte zuvor der behandelnde Arzt befragt werden.

Güsse erscheinen vom Gedanken daran eher unangenehm, weil die Wassertemperatur hier bei etwa 15 Grad Celsius liegt. Aber für Verspannungen sind Güsse wirklich eine absolut wirksame Therapie. Dabei wird das Wasser auf den behandelten Körperbereich ohne Druck aufgebracht – eben so, dass das Wasser wirklich nur fließt. Gesichtsgüsse sind erfrischend und mindern Ermüdung. Und auch bei Migräne und Zahnschmerzen können kalte Gesichtsgüsse wirklich gute Hilfe bringen. Auch Entzündungen können so wirksam behandelt werden und Venenerschlaffung wird mit regelmäßigen kalten Beingüssen optimal vorgesorgt. Wichtig ist, dass die Haut nach den Güssen nur abgestreift, nicht abgetrocknet, und in warme Kleidung gehüllt wird.

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