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Zehn Dinge für die Reiseapotheke

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Reiseapotheke
© racamani - Fotolia.com

Jedes Jahr wenn wieder die Urlaubszeit beginnt, werden auch die Reiseapotheken zusammengestellt, denn leider wird man auch fern von daheim oft nicht von Beschwerden und Krankheiten verschont. Dabei muss man vor allem als Fernreisender immer berücksichtigen, dass im Urlaubsland meist ganz andere Bedingungen herrschen als zu Hause, und dass der Körper sich auf neue Situationen und Umweltbedingungen einstellen muss, was nicht immer ganz ohne Komplikationen abläuft.

Eine Reiseapotheke muss je nach Reiseziel natürlich etwas unterschiedlich zusammengestellt werden, denn Fern- und Abenteuerreisen erfordern zum Beispiel eine ganz andere Vorbereitung als Pauschalreisen mit Unterkunft im Hotel oder Reisen innerhalb Deutschlands.
Generell lassen sich jedoch einige wichtige Hauptbestandteile festhalten, die in keiner Reiseapotheke fehlen sollten. Denn mit einer solchen Grundausstattung erspart man sich im Fall von Beschwerden eine Menge Stress und muss sich auch bei einer Reise innerhalb Deutschlands nicht erst auf die Suche nach einer Apotheke machen.

Standardarzneimittel

Zunächst einmal sind Schmerzmittel, Medikamente gegen Durchfallerkrankungen sowie Mittel gegen Erkältungen und grippale Infekte Standardarzneimittel, die in jede Reiseapotheke gehören. Kopfschmerzen treten oft auch im Urlaub auf, bedingt durch Luft- und Klimaveränderungen. Durchfall und Magen-Darm-Erkrankungen sind vor allem bei Reisen in südlichere Länder häufige Infektionen, die durch das ungewohnte Essen sowie andere Bakterienstämme vor Ort entstehen können.

Desinfektionsmittel & Verbandsmaterial

Weitere wichtige Bestandteile einer Reiseapotheke sind zudem Desinfektionsmittel, eine desinfizierende Salbe gegen kleinere Verletzungen, Pflaster und Verbandsmaterial. So ist man dann auch im Urlaub in der Lage, kleinere Blessuren selbst zu versorgen und gegen eindringende Keime und Bakterien wirkungsvoll zu schützen.

Fieberthermometer

Ein Fieberthermometer darf natürlich auch in keiner Reisapotheke fehlen, damit man bei auftretenden Krankheiten durch das Fiebermessen auch selbst eindeutig bestimmen kann, ab wann ein Arzt zu Rate gezogen werden sollte. Denn generell sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass eine Reiseapotheke lediglich der Versorgung leichterer Beschwerden und Erkrankungen dient, und dass bei ernsteren Zuständen immer möglichst schnell eine professionelle medizinische Hilfe erforderlich ist.

Sonnenschutz & Mittel gegen Sonnenbrand

Die Haut ist im Urlaub in vielen Fällen ebenfalls ganz besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor allem eine hohe Sonneneinstrahlung in südlicheren Gebieten, aber auch Kälte und Feuchtigkeit bei Reisen in den Norden stellen Extremsituationen für diese dar. Dementsprechend gehören hochwertige Hautpflegecremes und ein wirksamer Sonnenschutz ebenfalls in die Reiseapotheke. Zudem sollte ein kühlendes Gel gegen Sonnenbrand, Verbrennungen und Insektenstiche ebenfalls nicht fehlen.

Alles auf einen Blick

Dementsprechend sollte eine Standard-Reiseapotheke als die zehn wichtigsten Bestandteile also Schmerztabletten, Durchfallmittel, Erkältungsmedikamente, Desinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe, Pflaster, Verbandsmaterial, ein Fieberthermometer, Hautpflegecreme, Sonnenschutz sowie ein kühlendes Gel enthalten. Je nach Reiseziel und persönlicher gesundheitlicher Situation sollte eine solche Reiseapotheke dann noch zusätzlich aufgestockt werden. Wenn man regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen muss, sollte man diese ebenfalls in ausreichender Menge mit in die Reiseapotheke hineinpacken.

Rücksprache mit dem Hausarzt

Bei Reisen in sehr abgelegene Regionen ohne Zivilisationskontakt sollte man sich zudem mit seinem Hausarzt besprechen und sich möglicherweise Antibiotika gegen ernstere Infektionen verschreiben lassen, um sich im Notfall zunächst einmal selbst behelfen zu können. Wer in Regionen reist, bei denen es sich um Malariagebiete (Malaria) handelt, der sollte sich ebenfalls mit seinem Hausarzt oder auch mit einem Tropenmediziner besprechen und die entsprechende Malariaprophylaxe mit in die Reiseapotheke hineinpacken.

Die eigentliche Reiseapotheke sollte dabei möglichst praktisch und übersichtlich gestaltet sein und nicht allzu viel Platz wegnehmen, damit sie bequem in das Reisegepäck hineinpasst. So gibt es in viele Reiseausrüstungsläden praktische Falttaschen mit zahlreichen Fächern, welche sich hervorragend als Reiseapotheke eignen. Weiterhin sollte die Reiseapotheke aus einem möglichst unempfindlichen und wasserabweisenden Material bestehen, damit die Medikamente gut gegen Feuchtigkeit und Umwelteinflüsse geschützt sind. Neben den entsprechenden Medikamenten empfiehlt es sich zudem auch, seinen Impfpass mit in ein Fach der Reiseapotheke zu packen, damit man diesem im Notfall mit allen wichtigen Angaben bereit liegen hat.