Zervikobrachialsyndrom – Schulterschmerzen bis in den Arm, was tun?

 

Zervikobrachialsyndrom – Schulterschmerzen bis in den Arm, was tun?

Wussten Sie, dass Rücken-, Nacken-, und Schulterschmerzen an Platz 1 der häufigsten Beschwerden bei den Deutschen liegen? Frauen sind mit rund 70 Prozent betroffen. Bei den Männern ist die Zahl der Schmerzpatienten nur geringfügig kleiner, nämlich 57 Prozent.


Häufig sind Schulterschmerzen beruflich bedingt, nämlich dann, wenn die Arbeit überwiegend sitzend, sprich am Schreibtisch, ausgeführt wird. Die immer gleich bleibenden Bewegungsabläufe (Maus, Tastatur) führen zu Fehlhaltungen und dies wiederum zu den unangenehmen Schmerzen im Nackenbereich. Wenn die Schulterschmerzen allerdings bis in den Arm ausstrahlen, kann dies von der Halswirbelsäule ausgehen und muss unbedingt abgeklärt werden. Mediziner sprechen dann vom sogenannten Zervikobrachialsyndrom.


» Zervikobrachialsyndrom – Was ist das?
» Zervikobrachialsyndrom - Ursachen
» Zervikobrachialsyndrom - Symptome
» Zervikobrachialsyndrom – Behandlungsmöglichkeiten





Zervikobrachialsyndrom – Was ist das?

Wenn „normale“ Schulterschmerzen bis in den Arm ausstrahlen und mitunter auch zu Kopfschmerzen führen, kann man von einem Zervikobrachialsyndrom ausgehen. Patienten haben dann nicht nur Schmerzen im Nackenbereich, sondern verspüren auch Kribbeln bis hin zum Taubheitsgefühl. Gewöhnlich ist dann auch die entsprechende Nervenwurzel gereizt.


Zervikobrachialsyndrom - Ursachen

  • Fehlhaltungen und Zugluft
  • In erster Linie sind Fehlhaltungen die Ursache für das Zervikobrachialsyndrom. Es reicht aber auch schon aus, wenn Sie Zugluft abbekommen haben. Eine derartige Situation hat wohl jeder schon einmal erlebt, die Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sind dann meist sehr stark.
  • Blockierungen
  • Ebenso können Blockierungen im Bereich des Halswirbels als Ursache für die starken Schulterschmerzen in Frage kommen. Um die Blockierungen in Eigenregie zu lösen können Massagen hilfreich sein. Die beste Methode sind aber immer noch entsprechende Übungen.


Weitere mögliche Ursachen
  • Tumore im HWS-Bereich
  • Rheuma
  • Morbus Bechterew
  • Nervenlähmungen
  • Schleudertrauma
  • Angina pectoris

Zervikobrachialsyndrom - Symptome

Patienten spüren, wie oben schon erwähnt, starke Schmerzen in der Schulter, die bis in den Arm ausstrahlen. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule ist stark eingeschränkt. Dies kann sogar soweit gehen, dass es zu einem sogenannten Schiefhals kommt. Dann ist der Kopf stark zu einer Seite gebeugt, rechts oder links, und kann auch nicht mehr in die Gegenrichtung gedreht werden.



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Zervikobrachialsyndrom – Behandlungsmöglichkeiten

Darauf zu hoffen, dass sich die Schmerzen von allein wieder geben, ist ziemlich naiv. Sie können natürlich einiges zur Selbsthilfe tun, vernünftiger ist es aber, die Schmerzen einem Arzt vorzustellen.

➩ Wärmebehandlung

Bei einer Behandlung mit Wärme haben die meisten Patienten das Gefühl, dass sich der Schmerz löst, weil die Verspannung sich lockert. Zuhause können Sie deshalb sehr gut mit einer Rotlichtlampe therapieren. Auch ein heißes Bad wirkt schmerzlindernd und für unterwegs eignen sich Wärmepflaster zur lokalen Schmerztherapie (siehe http://www.abc-pflaster.de) bestens.

➩ Massage

Behandlungsunterstützend können außerdem Massagen sein. Am besten lassen Sie sich beraten, welche Möglichkeiten es gibt, um den schmerzlösenden Effekt noch zu erhöhen. Eine Massage mit Fango wird zum Beispiel eher erfolgreich sein. Massagen allein reichen aber in der Regel nicht aus.

➩ Krankengymnastik

Am häufigsten wird Krankengymnastik zur Therapie des Zervikobrachialsyndroms angewandt. Die Übungen sorgen nicht nur dafür, dass sich die Muskulatur entspannt, sondern auch dass diese wieder kräftiger wird. Der Krankentherapeut wird mit Ihnen besonders die Beweglichkeit der Halswirbelsäule trainieren, sowie an einer aufrechten Körperhaltung arbeiten.


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➩ Schmerzmittel und deren Alternativen

Wenn die Schmerzen extrem werden, wird der Arzt Ihnen Schmerzmittel verschreiben. Dass diese aber nicht auf Dauer genommen werden können, versteht sich von selbst. Zur vorübergehenden Entlastung der Halswirbelsäule eignet sich auch eine spezielle Manschette und in der Nacht kann ein ergonomisch geformtes Nackenkissen Linderung bringen.


Um Schulterschmerzen bis in den Arm oder generell Nackenverspannungen vorzubeugen, sind Dehnübungen besonders geeignet. Achten Sie immer auf Ihre Haltung, insbesondere dann, wenn Sie überwiegend im Sitzen arbeiten.









Alle Tipps und Ratschläge wurden bestmöglich recherchiert.
Sie ersetzen jedoch in keinem Fall eine ärztliche Beratung oder Untersuchung! Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.