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Zink – Funktion und Vorkommen in Lebensmitteln

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Zink in Lebensmitteln
© marcin jucha - Fotolia.com

Zink gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Zink kommt im Körper vor allem im Blut (hier in den roten Blutkörperchen), in den Augen, in Haut und Haare, sowie in Leber und Prostata vor. Zink erfüllt lebenswichtige Aufgaben in den Bereichen des Vitamin A-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels. Zusätzlich ist Zink unerlässlich für die richtige Funktion einiger Hormone, wie zum Beispiel Insulin, Wachstumshormonen, Hormone der Schilddrüse, sowie der Sexualhormone. Zink hat auch einige feste und wichtige Aufgaben in unserem Immunsystem.

Zink in Lebensmitteln

Zink kann im Körper nicht gut, bis gar nicht gespeichert werden, deshalb ist es besonders wichtig, dass Zink täglich mit der Nahrung dem Körper zugeführt wird. Zink wird über den Dünndarm aufgenommen und zwar im mittleren Abschnitt. Lebensmittel enthalten allgemein sehr unterschiedliche Mengen an Zink. Deshalb ist es besonders wichtig, dass man auf eine ausgewogene und vor allem abwechslungsreiche Kost großen Wert legt. Fleisch, Meerestiere und besonders Innereien enthalten größere Mengen an Zink, es ist also empfehlenswert diese in die Ernährung bewusst mit einzubeziehen. Hohen Zinkgehalt weisen auch viele Kräuter und Gewürze auf. Diese in der Küche zu verwenden wäre also eine ideale Ergänzung. Zu diesen Kräuter und Gewürzen zählen Basilikum, Kümmel, Nelken, Thymian, Salbei, Rosmarin, aber auch Estragon, Ingwer und Majoran.

Der tägliche Bedarf wird mit 7-10mg angegeben. Wobei schwangere und stillende Frauen einen leicht erhöhten Bedarf (10-11mg) haben. Weiters haben Personen einen erhöhten Bedarf an Zink, die bestimmte Medikamente regelmäßig einnehmen müssen, Leistungssportler, aber auch nach Operationen und bei Darmerkrankungen kann ein erhöhter Bedarf entstehen. Ebenso bei diversen Krankheiten, die das Immunsystem betreffen. AIDS, Diabetes, verschiedene Allergien können Grund für einen höheren Bedarf an Zink darstellen.

Zinkmangel

Zinkmangel kann man aus bestimmten Blutwerten feststellen. Die Symptome vom Zinkmangel können sein: Antriebslosigkeit, Depressionen, Lernschwäche, Haarausfall, brüchige und weiß gefleckte Fingernägel, Schädigungen der Mundschleimhaut, Störungen des Geschmacks- und Geruchssinn, Nachtblindheit, aber auch Störungen des Wachstums, sowie der sexuellen Entwicklung. Zinkmangel kann vor allem bei einseitiger Ernährung auftreten, wenn die Zufuhr von Zink nicht gewährleistet werden kann. Hier können Nahrungsergänzungsmittel, die das Spurenelement Zink enthalten Abhilfe schaffen. So wird dem Körper ein Teil, oder die gesamte Tagesdosis zugeführt.

Zinküberversorgung

Obwohl der Körper Zink nur schlecht speichern kann, sind Überdosierung und Zinkvergiftung trotzdem möglich und sie kommen auch vor. Vor allem kommen Zinkvergiftungen in Gießereien vor, durch einatmen von Zinkdampf und Zinkstaub. Auch verzinkte Gefäße können eine Zinkvergiftung verursachen (Getränke die über lange Zeit in verzinkten Gefäßen gelagert wurden etc.). Symptome einer akuten Zinkvergiftung können sein: Erbrechen, Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Übelkeit, Durchfall, metallischer Geschmack, in schweren Fällen kann es zu beschleunigter Atmung kommen, zur Kreislaufschwäche, bis zum Komatösen Zustand. Eine Therapie bildet bei Zinkvergiftung die Gabe von D-Penicillamin. Dadurch wird Zink im Körper gebunden.