Alle Infos zu Blutarmut (Anämie)

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Blutarmut
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Blutarmut, fachsprachlich Anämie, entsteht häufig als Folge von Eisenmangel. Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, von dem der Körper regelmäßig Nachschub braucht. Es ist an der Bildung von den roten Blutkörperchen maßgebend beteiligt. Eisenmangel und dadurch entstehende Blutarmut trifft Frauen häufiger, als Männer. Der Grund: Frauen verlieren bei der Regelblutung und bei der Geburt eines Kindes viel Blut und dadurch auch viel Eisen. Schwangere haben zudem einen erhöhten Bedarf an Eisen. Der Mensch hat gute Eisenreserven im Körper, doch wir verlieren davon täglich eine Menge. Deswegen muss man darauf achten, dass die Reserven regelmäßig wieder aufgefüllt werden. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nehmen wir die tägliche Dosis an Eisen zu uns. Wenn ein erhöhter Bedarf besteht, oder wenn ein beginnender Eisenmangel vorhanden ist, kann man diese Reserven mit Eisenpräparaten ergänzen, bzw. auffüllen.

Blutarmut bedeutet soviel wie ein Mangel an roten Blutkörperchen bzw. am roten Farbstoff Hämoglobin. Durch Verletzungen, Menstruationsblutung, Geburt, Unfall etc. verliert man größere Mengen Blut und somit auch Eisen. Die Symptome sind blasse Haut, Schwäche, Müdigkeit, häufig auch Kopfschmerzen, Herzklopfen, oder Atemnot. Weiters sind brüchige Haare und Fingernägel zu beobachten. Um eine Diagnose zu stellen, wird das Blut labortechnisch untersucht. Es muss auch herausgefunden werden, was die Blutarmut ausgelöst hat. Zwar ist in etwa 80% der Fälle Eisenmangel die Ursache, doch es können auch andere Faktoren dafür verantwortlich sein. Nach Diagnosestellung wird eine Behandlung angesetzt, die aus der Einnahme von Eisenhaltigen Tabletten besteht. Nur in ganz seltenen Fällen ist es erforderlich Eisen als Infusion zu verabreichen. Mit einer gesunden, abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung kann man Eisenmangel und so auch Blutarmut vorbeugen. Vitamin C begünstigt die Eisenaufnahme im Körper. Einige Gerbstoffe, wie Kaffee, Schwarztee haben eher eine hemmende Wirkung.

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