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Hausapotheke – unverzichtbar für jeden Haushalt

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Hausapotheke
© Sherry Young - Fotolia.com

Eine Umfrage der Apothekenumschau zeigt: 80 % der Deutschen haben eine Apotheke zu Hause. Jedoch überprüft nur etwa ein Drittel den Inhalt alle zwei Jahre, obwohl die Medikamente zumindest ein Mal im Jahr kontrolliert und bei Bedarf aufgefüllt werden sollte.

Eine Hausapotheke ist wichtig um kleinere Verletzungen zu versorgen, aber auch um die Zeit bis zum Arztbesuch am nächsten Morgen zu überbrücken, wenn am Abend ein erstes Kratzen im Hals eine Erkältung ankündigt. Tabletten oder eine Kochsalzlösung zum Gurgeln können hier die akuten Symptome eindämmen und lindern.

Was gehört hinein?

Der Inhalt einer Hausapotheke ist abhängig von der Anzahl und dem Alter der Familienangehörigen. Neben den wichtigsten Medikamenten sollten aber immer auch Verbandmaterial und Pflaster einen Platz im Notfallschrank haben. Neben den Arzneimitteln, auf die der ein oder andere wegen chronischer Krankheiten angewiesen ist – zum Beispiel Blutdruckmittel oder Antidiabetika – hier eine Liste der wichtigsten Sachen, welche unbedingt für die "Erste Hilfe" in eine Hausapotheke gehören:

  1. Medikamente
    • Schmerz- und Fiebermittel
    • Mittel gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen
    • Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen und Durchfall
    • Salbe gegen Mückenstiche, Sonnenbrand, Juckreiz (Antihistaminikum)
    • Wunddesinfektionsmittel
    • Wund- und Heilsalbe
    • Schmerzsalbe oder -gel gegen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen
  2. Verbandmaterial
    • Sterile Kompressen
    • Mullbinden und elastische Binden
    • Verbandpäckchen
    • Brandwundenverbandpäckchen
    • Heftpflaster, Verbandklammern, Sicherheitsnadeln
    • Wasserdichter Fixierverband
    • Wundschnellverband
    • Pflasterstrips, Sprühpflaster
    • Splitterpinzette
    • Verbandschere
  3. Sonstiges
    • Kühlkompresse
    • Fieberthermometer
    • Einmalhandschuhe
    • Zeckenzange

Tipp: Immer die Originalverpackungen und Beipackzettel der Medikamente aufheben. So sind stets alle Informationen und Haltbarkeiten zum Präparat griffbereit.

Regelmäßig aussortieren und auffüllen

Das Apothekenschränkchen muss mindestens ein Mal im Jahr gründlich ausgemistet werden. Auch auf abgelaufene Medikamente muss geachtet und diese gegen neue ausgetauscht werden. Denn Flüssigkeiten und Salben, Cremes und Gele sind besonders empfindlich. Wenn sie mit Sauerstoff in Kontakt kommen, setzt der Oxidationsprozess ein. In Augentropfen und Nasensprays können sich Bakterien anreichern und damit zu einer erneuten Infektion führen.

Lesetipp:  Homöopathische Hausapotheke - Alternative Mittel für den Hausgebrauch

Außerdem sollten verschreibungspflichtige Medikamente nicht länger als über die Dauer der Behandlung in der Hausapotheke lagern.

Wo sollte das Medikamentenschränkchen aufgehängt werden?

Der Medizinschrank sollte in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum gelagert werden. Auf keinen Fall im Badezimmer, dort ist es zu feucht. Am Besten eignet sich ein kindergesicherter Raum, wie zum Beispiel das Schlafzimmer. Dieser bietet sich außerdem durch seine kühle Temperatur an. Aber auch der Flur oder die Abstellkammer sind geeignete Orte.