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Haut straffen nach erfolgreichem Abnehmen – 5 effektive Methoden & Übungen vorgestellt

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Haut straffen
© Kalim - Fotolia.com

Endlich abnehmen. Ein Traum vieler übergewichtiger Männer und Frauen. Eine Ernährungsumstellung, viel Sport und Durchhaltevermögen sollen dabei helfen, dass die Kilos purzeln.

Ist der lange und oft steinige Weg geschafft, sind nur die Wenigsten überglücklich. Denn nach dem Abnehmen leiden viele an schlaffer Haut. Besondere Problemzonen sind der Bauch, die Beine, speziell die Oberschenkel und der Po. Dass die herunterhängende Haut zu großer Unzufriedenheit führt und die Freude über den Gewichtsverlust ziemlich schnell abebbt, ist nur allzu verständlich.

Ursache für schlaffe Haut

Die schlaffe Haut kommt natürlich nicht einfach so. Während Ihrer Zunehmphase (oft auch Schwangerschaft) dehnt sich die Haut. Während sich beim Abnehmen die Fettzellen zurückbilden, bleibt die Haut im gedehnten Zustand und fällt sozusagen in sich zusammen. Hinzu kommt, dass viele Menschen unter einem schwachen Bindegewebe leiden. Ein schwaches Bindegewebe ist erblich bedingt und nimmt im Alter sogar noch zu. Denn hier wird weniger Elastan und Kollagen produziert. Somit erhalten die Hautzellen weniger Nährstoffe und werden schlaff.

Ganz toll, werden viele jetzt sicher denken. Da nehme ich den Kampf gegen die Kilos auf mich, schaffe es voller Stolz und scheitere jetzt an den hängenden Hautfalten, die auch Fettschürze genannt werden. Ganz so ist es natürlich nicht. Man kann die hängende Haut zwar nicht wegzaubern, dafür gibt es aber einige Methoden und effektive Übungen, die die Haut straffer werden lassen.

Methoden und Übungen für eine straffe Haut

1. Regelmäßig eincremen

Die Haut benötigt nicht nur von innen viel Feuchtigkeit, sondern auch von außen. Dies erreichen Sie, indem Sie Ihre Haut regelmäßig eincremen. Im besten Fall machen Sie das auch schon während des Abnehmens. Lassen Sie das Eincremen zu einer Art Ritual am Abend oder Morgen werden, bei dem Sie Ihre Haut mit sanften Massagegriffen verwöhnen. Das fördert die Durchblutung und lässt die Haut strahlen.

2. Peelings für eine bessere Durchblutung

Neben dem Eincremen können auch spezielle Peelings dafür sorgen, dass die Haut straffer wird. Bei einem Peeling wird die Haut besser durchblutet, wodurch sie anschließend straffer und geschmeidiger aussieht.

Für das Peeling können Sie ein beliebiges Produkt aus dem Handel nehmen oder selbst eins herstellen. Dazu etwas Öl mit Zucker oder Kaffeesatz vermischen und die jeweiligen Problemzonen damit massieren. Sie können aber auch eine Massagebürste oder einen speziellen Peelinghandschuh (wie z.B. diesen hier) verwenden. Damit wird die Haut nicht nur besser durchblutet, Sie entfernen mit dem Handschuh auch gleich noch abgestorbene Hautschüppchen und Hautunreinheiten.

Wichtiger Hinweis: Durch Cremen und Peelen kann sich die Haut zwar optisch verbessern, sie kann sich aber nicht von allein komplett zurückbilden. Das gilt vor allem bei stark überschüssiger Haut.

3. Gezielte Übungen für die Problemzonen

Die Kilos sind sicher nicht von ganz allein gepurzelt. Neben einer gesunden Ernährung haben Sie garantiert auch Sport getrieben. Das ist auch wichtig. Allerdings sollten Sie wissen, dass Joggen, Walken, Fahrrad fahren, Schwimmen und Co. zwar die Pfunde purzeln lassen, nicht aber für Muskeln in den jeweiligen Bereichen sorgen.

Auch hier gilt: Am besten schon während der Diät mit einer Kombination aus Ausdauersport und Fitness beginnen. Das macht es Ihnen zum Schluss nicht so schwer. Empfehlenswert sind Übungen, die die speziellen Problemzonen trainieren. Effektive und erfolgversprechende Übungen zeigt Ihnen z.B. Veronica Gerritzen in diesem Youtube-Video.

Sehr effektiv für den Muskelaufbau sind auch Übungen mit Thera-Bändern. Viele Übungsanleitung dazu finden Sie beispielsweise unter thera-band.de.

4. Ernährung und viel Flüssigkeit

Mit dem Erreichen des Wunschgewichts ist die gesunde Ernährung nicht vorbei. Um dem Jojo-Effekt keine Chance zu geben, sollten Sie sich weiterhin bewusst und gesund ernähren. Sehr wichtig, um das Bindegewebe zu stärken, ist das Vitamin C. Dieses ist unter anderem auch für die Herstellung von Kollagen zuständig. Und das wiederum braucht die Haut, um straffer zu werden. Schon ein Glas Orangensaft sorgt für einen Vitamin-C-reichen Start in den Tag.

Zur gesunden Ernährung gehört übrigens auch das reichliche Trinken. Etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee sollten Sie über den Tag verteilt trinken. Das sorgt für eine glatte Haut.

5. Operativer Eingriff

Wenn alle oben genannten Vorschläge nicht den erwarteten Erfolg erzielen oder die Haut einfach zu stark hängt, können Sie auch eine Körperstraffung (in Fachkreisen: Bodylifting) in Betracht ziehen. Oft gibt es leider keine andere Möglichkeit die überschüssige Haut loszuwerden. Das kommt vor allem bei Menschen vor, die 30 bis 40 kg oder mehr abgenommen haben. Es sollte aber der letzte Ausweg sein. Schließlich ist eine OP ein Eingriff in den Körper, der immer mit gewissen Risiken verbunden ist. Zudem sollten Sie sich klar vor Augen halten, dass so eine OP immer Narben hinterlässt. Wie viele das im Einzelfall sind, kommt nicht nur auf die Anzahl der Körperregionen an, sondern hängt leider auch oft vom Chirurgen ab.

Die Experten von kollerplast.at nehmen das Bodylifting beispielsweise an mehreren Regionen gleichzeitig vor, um die Narbenanzahl so niedrig wie möglich zu halten. Beim zentralen Bodylift werden z.B. die Hauptproblemzonen von Bauch, Gesäß, Flanken und Außenseiten der Oberschenkel in einer Operation gestrafft. Der Vorteil: es entsteht dabei nur eine Narbe in der Bikini-Zone. Und dann gibt es auch noch das obere Bodylift, bei dem Brüste und Arme in einer Operation gestrafft werden.

Was passiert bei der Körperstraffung?

Während der OP wird die überflüssige und schlaffe Haut komplett entfernt. Anschließend wird die restliche Haut so miteinander vernäht, dass eine straffe Bauchdecke, straffe Oberschenkel oder eben ein straffes Gesäß entsteht.

Wer übernimmt die Kosten für die OP?

Das ist nicht pauschal zu sagen. Es kommt auf den jeweiligen „Fall“ an. In gravierenden Fällen mit stark überhängenden Hautfalten, bei denen sich in den Zwischenräumen Ekzeme oder Entzündungen bilden, kann es vorkommen, dass die Krankenkasse den Eingriff bzw. einen Anteil übernimmt.

Am besten nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Hausarzt auf. Diese werden Sie beraten und können Ihnen im besten Fall weiterhelfen.

Meine Tipps zum Schluss:

Lassen Sie sich Ihren Abnehmerfolg nicht nehmen. Mit der richtigen Haltung und der optimalen Kleidung können Sie die schlaffe Haut super kaschieren. Probieren Sie einfach mal folgende Tipps aus:

  • Laufen und sitzen Sie stets in aufrechter Haltung. Haben Sie einen gebogenen Rücken, sieht man auch die Falten mehr.
  • Vermeiden Sie Hüfthosen, auch wenn sie jetzt noch so verlockend sind. Greifen Sie lieber zu hoch geschnittenen Hosen, das kaschiert den Bauch.
  • Schummeln Sie ruhig. Shapewear-Unterwäsche, Korsetts und Corsagen sorgen dafür, dass die überschüssige Haut zusammen gehalten wird. Ein cooles Shirt drüber und Sie fühlen sich gleich viel besser.
  • Auch Accessoires wie Gürtel und breite Bänder kaschieren die schlaffe Haut.
  • Im Sommer statt zum Bikini einfach zum Badeanzug greifen.

Auch wenn diese Methoden nicht dazu dienen die Haut straffer zu machen, so geben sie Ihnen doch ein besseres Lebensgefühl. Und schließlich ist die schlaffe Haut bei allen Methoden nicht innerhalb weniger Minuten verschwunden. Haben Sie Geduld.