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Sonnenschutz in der Schwangerschaft: Das sollten werdende Mütter unbedingt beachten

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Sonnenschutz in der Schwangerschaft
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Erhöhter Östrogen-Haushalt lässt die Haut von Schwangeren empfindlich werden. Das kann ohne Sonnenschutz verschiedenste Auswirkungen haben.

Eine Schwangerschaft ist eine sehr schöne und vor allem lebensverändernde Zeit für jede Frau. Man sagt immer, dass Frauen während der Schwangerschaft von innen heraus strahlen und den so genannten „Glow“ besitzen. Das liegt nicht nur daran, dass schwangere Frauen vor Vorfreude strahlen. Ein weiterer Grund dafür ist, dass die Haut ab dem 2. Drittel der Schwangerschaft besonders gut durchblutet wird und den baldigen Müttern somit eine schöne Ausstrahlung verleiht. Doch hier ist auch Vorsicht geboten. Denn die Haut ist während der Schwangerschaft durch den erhöhten Östrogen-Haushalt viel lichtempfindlicher und benötigt somit einen noch intensiveren Sonnenschutz. Außerdem hat zu intensive UV-Strahlung auch negative Folgen für das ungeborene Baby. Wir möchten Ihnen hier deshalb einmal die wichtigsten Punkte nennen, die Sie in Bezug auf den Sonnenschutz während der Schwangerschaft beherzigen sollten.

Auswirkungen von UV-Strahlen auf die Schwangerschaft

Sich in die Sonne zu begeben, hat nicht nur den Vorteil, dass wir schön braun werden. Sonnenstrahlen sind auch wichtig, damit der Körper ausreichend Vitamin D produzieren kann. Und das wiederum ist sehr wichtig, denn Vitamin D übernimmt viele Aufgaben in unserem Organismus. Es stärkt zum Beispiel die Knochen und hat einen Einfluss auf die Muskelkraft. Allerdings sollten Schwangere beim Sonnenbaden dennoch sehr vorsichtig sein. Denn auch, wenn dank der Sonnenstrahlen wichtiges Vitamin D produziert wird, so zerstören sie leider auch Folsäure. Diese ist jedoch bis zur 12. Schwangerschaftswoche sehr wichtig für das Baby, denn Folsäure unterstützt die Entwicklung von Rückenmark, Gehirn und Nervenzellen des Embryos. Zudem ist es für die Blutbildung der Mutter wichtig.

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Außerdem: Während der Schwangerschaft neigt die Haut aufgrund von hormonellen Veränderungen schneller dazu Pigmentflecken zu bilden. Nach der Schwangerschaft verschwinden sie in der Regel zwar wieder, während der Schwangerschaft kann übermäßiges Sonnenbaden jedoch dazu führen, dass die Pigmentflecken noch auffälliger werden. Und da diese unregelmäßigen Flecken vor allem an den Schläfen, der Stirn, am Kinn und auf den Wangen auftauchen, fühlen sich viele Frauen doch schon sehr gestört davon. Wem das so geht, der sollte intensive Sonnenstrahlung unbedingt vermeiden.

Das ist leider noch nicht alles. Neben Pigmentflecken kann es auch vorkommen, dass Sie während der Schwangerschaft anfälliger für eine Sonnenallergie sind. Diese verursacht einen juckenden Ausschlag mit rötlichen Flecken, Schwellungen und im schlimmsten Fall auch die Bildung von Bläschen. Wenn Sie an einer Sonnenallergie leiden bzw. sich diese während der Schwangerschaft gebildet hat, dann lassen Sie sich also am besten von Ihrem Arzt bezüglich einer Behandlung beraten. Denn eine Sonnenallergie ist alles andere als schön.

Das sollten Sie während der Schwangerschaft beachten

Sonnencreme in der Schwangerschaft
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Nur aufgrund der soeben genannten Punkte, müssen Sie die Schwangerschaft natürlich nicht im Haus verbringen. Sie dürfen selbstverständlich Zeit in der Sonne verbringen. Sie sollten dabei nur diese Regeln beachten:

1. Sonnencreme:

Eine Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ist das A und O in der Schwangerschaft. Ideal ist ein Sonnenschutz mit dem Lichtschutzfaktor 50. Denn bedenken Sie: Die Haut am Bauch ist während der Schwangerschaft dünner. Dadurch ist sie automatisch viel empfindlicher für einen Sonnenbrand.

Achten Sie beim Kauf einer Sonnencreme unbedingt darauf, dass diese auf mineralische Filter setzt, anstatt auf chemische Filtersubstanzen. Denn chemische Filter wandeln UV-Strahlung in Wärme um. Das wiederum kann zu Hautreizungen führen und dafür sorgen, dass Sie überhitzen. Sonnenschutzmittel mit mineralischen Filtersubstanzen sind deshalb die richtige Wahl. Sie enthalten in der Regel Stoffe wie Zinkoxid und Titandioxid, die UV-Strahlen reflektieren und verhindern, dass sie in die Haut eindringen.

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2. Luftige Kleidung und einen Sonnenhut tragen:

Auch wenn es draußen sehr heiß ist: luftige Kleidung hilft Ihnen dabei Ihre empfindliche Haut während der Schwangerschaft zu schützen. Vor allem Kleidung aus Baumwolle, Leinen und Seide sind ideal für die heißen Tage, denn diese Stoffe sind luftdurchlässig und schützen Ihre Haut so optimal vor zu viel Sonneneinstrahlung. Übrigens: helle Stoffe reflektieren das Licht besser als dunkle. Sie lassen daher auch weniger Wärme an Ihre Haut. Ein Sonnenhut ist zudem immer perfekt, um sich vor der Sonne zu schützen.

3. Mittagssonne meiden:

Zwischen 11 und 14 Uhr ist die UV-Einstrahlung am stärksten. In dieser Zeit sollten Sie sich deshalb am besten nicht in die Sonne begeben. Genießen Sie die frische Luft lieber am frühen Morgen oder am Abend in der Sonne.

Übrigens:
Laut Augsburger Allgemeine liegt der Wert der UV-Strahlung im August von 11 bis 14 Uhr zwischen sieben und acht. Das bedeutet, dass eine halbe Stunde in der Sonne schon ausreicht, um einen Sonnenbrand zu bekommen.

4. Kreislaufprobleme verhindern:

Dass Sie während der Schwangerschaft und vor allem während hohe Temperaturen herrschen körperlich anstrengende Aktivitäten meiden sollten, müssen wir Ihnen wohl nicht sagen. Was Sie jedoch auch nicht vergessen sollten, ist, Ihre Beine immer mal wieder hoch zu legen, um die Gefäße zu entlasten. Außerdem sollten Sie Ihren Körper hin und wieder etwas kühlen, um so Kreislaufprobleme zu vermeiden. Sie können z.B.:

  • ein feuchtes Tuch auf die Stirn oder in den Nacken legen
  • die Unterarme unter fließendes Wasser halten
  • lauwarm duschen
  • ein kühles Fußbad nehmen
  • viel trinken (2 bis 3 Liter Wasser oder ungesüßte Tees sind ein Muss!)
  • schwimmen gehen

Wenn die Sonne sehr intensiv ist und die Temperaturen dementsprechend hoch, dann halten Sie sich am besten in kühlen Innenräumen auf.


Foto1: Ideal ist ein Sonnenschutz mit dem Lichtschutzfaktor 50.