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Lärche als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Lärche
© ottochka - Fotolia.com

Die Lärche, lat. Larix, gehört zur Gattung der Koniferen und ist ein Baum, der bevorzugt in Ur- und Wirtschaftswäldern wächst. Sie kann eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen. Ursprünglich stammt die Lärche aus Sibirien und dem östlichen Europa. Heute wird sie in unseren Breiten großflächig angepflanzt.

Das Besondere an der Lärche ist, dass sie alljährlich im späten Herbst ihre Nadeln abwirft. Dieses Vorkommnis ist vielen bekannt, weniger bekannt ist, dass die Lärche als Heilpflanze vielfältige Anwendung findet. Sie hilft bei vielen Hautleiden und bei Problemen des Verdauungssystems und des Harnapparates. In der Bachblütentherapie wird sie unter dem Namen Larch eingesetzt.

Der Lärche wird ein großes Spektrum an Heilwirkungen nachgesagt. Sie wirkt erweichend, erwärmend und harntreibend. Daher wird sie bei Blasenleiden, Blasensteinen, Blutungen, Würmern, Nervenschmerzen, Wunden, eiternden Geschwüren, nässenden Flechten, Grind, Bandwürmern, Durchfall, Gallensteinen und zur Förderung der Menstruation verabreicht.
Medizinisch verwendet werden dabei die Rinde, das Harz, junge Sprosse und die Nadeln.

Aus den verwendeten Pflanzenteilen wird meist ätherisches Öl gewonnen, welches innerlich vermischt mit Honig bei Blasenleiden, Blutungen und Darmkatarrhen und äußerlich für Einreibungen bei Nervenschmerzen und als Umschlag, für den Sie ein Tuch in heißes Wasser tauchen und ätherisches Öl drauftropfen, bei verschiedenen Hauterkrankungen angewendet wird. Bei der Dosierung müssen Sie allerdings vorsichtig sein, da die Lärche eine starke Wirkung hat.

In der Bachblütentherapie steht die Lärche für Bescheidenheit und Selbstvertrauen.

Aus der Rinde wird außerdem Terpentin gewonnen. Es wird in der Industrie zur Herstellung von Lacken und Klebstoffen für Glas und Porzellan verwendet.

In der Volksheilkunde wird das Lärchenterpentin ebenfalls in einigen Zubereitungen verwendet. So zum Beispiel äußerlich wegen des durchblutungsfördernden Effektes und der antiseptischen Wirkung zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden, Furunkeln, Neuralgien oder Katarrhen der Atemwege. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.

Eine einfache und wirkungsvolle Lärchensalbe können Sie zu Hause selbst herstellen. Trocknen Sie einfach die Nadeln, dann in Joghurt kochen und mit einem Tuch die Flüssigkeit rauspressen. Die Salbe kann äußerlich bei den oben beschriebenen Erkrankungen verwendet werden.