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Pestwurz als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Pestwurz
© Sabine Schönfeld - Fotolia.com

Der Name der Pestwurz leitet sich von dem lateinischen Wort "petasus" oder dem griechischen Wort "petasos" ab. Diese Bezeichnungen stehen für einen breitkrempigen Hut, der in der Antike von griechischen Schafhirten getragen wurde.

Bei Pestwurz handelt es sich um ein Korbblütengewächs. Die Pestwurz ist eine Heilpflanze und wurde bereits in der Antike gegen Krämpfe und gegen Schmerzen eingesetzt. Zu Zeiten der Pest im Mittelalter war der Glaube, dass der die durch die ätherischen Öle der Pestwurz verursachte, starke und unangenehme Geruch die Pest austreiben könnte. Im 18. Jahrhundert wurde die Pestwurz von den so genannten höher gestellten Damen als Schönheitswässerchen eingenommen.

Bei der Pestwurz handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die große grundständige Blätter hat. Die Blätter einiger Arten von Pestwurz können von 30 bis 60 cm (einige auch bis 100 cm) breit werden, und werden daher gerne als Kopfbedeckung genutzt.

Zu finden ist die Pestwurz insbesondere an feuchten Stellen in Wäldern und an Bachufern.

Die Pestwurz verfügt über zahlreiche Wirkstoffe und wir in der Naturheilkunde heute insbesondere gegen Migränevorbeugung eingesetzt. Da die Pestwurz über zahlreiche, bisher noch nicht in ihrer Wirkung bekannte Inhaltsstoffe verfügt, ist sie Gegenstand von zahlreichen Forschungsprojekten. Seit 2005 wird Pestwurz von der Europäischen Neurologischen Fachgesellschaft (EFNS) offiziell zur Migränevorbeugung empfohlen.

Für Kinder bis 12 Jahren und Privatversicherte wird das aus der Pestwurz hierfür gewonnene Extrakt sogar von den Krankenkassen in Deutschland bezahlt. In der Schweiz und in Österreich sind Mittel, die Pestwurzextrakt enthalten, nicht zugelassen.

Neben gegen Migräneanfälle wirkt Pestwurz auch gegen Heuschnupfen. Das hierfür gewonnene Extrakt verursacht als Nebenwirkung allerdings Müdigkeit.

Das Kraut der Pestwurz kann man auch für die Zubereitung von einem Teeaufguss verwenden. Hierfür benötigt man zwei Teelöffel des getrockneten Krautes. Dieses übergießt man mit ¼ Liter kochendem Wasser. Nach 15 Minuten ist es trinkfertig. Getrunken werden kann täglich dreimal eine Tasse.