Viagra – Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

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Nebenwirkungen von Viagra
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Viagra ist ein Medikament, kein harmloses Aphrodisiakum. Wie alle Medikamente kann auch Viagra somit Nebenwirkungen und auch Risiken bergen – beispielsweise, wenn das Medikament bei anderen Vorerkrankungen oder in Kombination mit anderen Medikamenten eingenommen wird. Der Inhaltsstoff Sledenafil, der in Viagra als Hauptbestandteil die gewünschte Wirkung tut, sollte nur nach Absprache mit einem Arzt und nach einer gründlichen Voruntersuchung erfolgen.

Viagra Nebenwirkungen

Wie bei vielen Medikamenten, können sich auch bei der Einnahme von Viagra Nebenwirkungen ergeben. Gut ist, dass diese Nebenwirkungen – ärztliche Verschreibung des Viagra vorausgesetzt – vorübergehender Art sind und nur mäßig ausfallen.

Kopfschmerzen
Die häufigsten Nebenwirkungen, die sich durch die Einnahme von Viagra ergeben sind Kopfschmerzen. Eine intensivere Gesichtsrötung kann auftreten, macht aber keine weiteren Probleme und ergibt sich aus der stärkeren Durchblutung des Körpers. Diese Nebenwirkungen treten relativ häufig auf, sind aber harmlos und klingen schnell wieder ab.

Verstopfung der Nase
Eher seltener verzeichnen Verwender von Viagra eine Verstopfung der Nase sowie intensiveres Herzklopfen und auch Beeinträchtigungen bei der Sicht. Hierzu gehört oft auch die verstärkte Lichtempfindlichkeit, die veränderte Farbwahrnehmung oder auch ein insgesamt unschärferes Sehen.

Sehverlust
Nur in ganz seltenen Fällen wurde berichtet, dass der Verwender für einen längeren Zeitraum nahezu den kompletten Verlust des Sehvermögens zu verzeichnen hatte. Forschungen dahingehend, ob dieser Sehrverlust tatsächlich mit der Einnahme von Viagra in direktem Zusammenhang steht, sind noch in Arbeit.

Viagra Gegenanzeigen und Einschränkungen bei der Einnahme

Einige Menschen dürfen Viagra überhaupt nicht einnehmen, weil sich ansonsten gefährliche Nebenwirkungen ergeben könnten – beispielsweise aufgrund von Vorerkrankungen.

Vorsicht bei Angina Pectoris
In keinem Fall darf Viagra verwendet werden, wenn bereits eine Medikamenteneinnahme mit Nitraten oder Molsidomin stattfindet. Diese Medikamente werden in erster Linie dann verabreicht, wenn eine Angina Pectoris besteht, also Schmerzen im Brustbereich, die sich aus den verengten Herzkranzgefäßen ergeben.

Alpha-Blocker
Weiterhin müssen Männer auf die Einnahme von Viagra in engem zeitlichem Zusammenhang verzichten, die Alpha-Blocker einnehmen. Hier ist eine Absprache mit dem Arzt erforderlich, welcher zeitliche Abstand zwischen der Einname von Alpha-Blockern sowie Viagra liegen sollte.

Wer Viagra von seinem Arzt verschrieben bekommt, sollte unbedingt mögliche bestehende Medikamenteneinnahmen mit dem Mediziner besprechen. Auch bei Unsicherheiten hinsichtlich der Einnahme von anderen Medikamenten empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Arzt.

Unverträglichkeit prüfen
Wichtig ist auch der Abgleich einer Unverträglichkeit, denn wenn nur gegen einen der Inhaltsstoffe von Viagra eine Allergie besteht, darf das Medikament nicht eingenommen werden.

Keine Einnahme bei Herz- und Leberschäden
Absolut meiden müssen Patienten die Einnahme von Viagra, wenn schwere Leberschäden bestehen, wenn bereits eine intensive Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt oder wenn eine Herzinsuffizienz bekannt ist. Auch ein kurz zuvor erlittener Schlaganfall sowie ein Herzinfarkt in naher Vergangenheit schließen die Einnahme von Viagra aus. Generelle Neigung zu niedrigem Blutdruck kann die Einnahme von Viagra unmöglich machen, hier ist ärztliche Beratung erforderlich.

AIDS und Viagra
Werden Medikamente speziell für die Behandlung von AIDS eingenommen, sind Antimykotika oder Antibiotika erforderlich, muss für die Einnahme der Arzt über die Verwendung von Viagra informiert werden, da sowohl die Wirkung als auch die Verweildauer dieser Medikamente sich im Blut verstärken und verlängern kann.

Absehen von der Einnahme von Viagra müssen natürlich auch alle Männer, die auf ärztliches Anraten über einen bestimmten Zeitraum auf sexuelle Aktivitäten verzichten sollten.

Vorsicht bei folgenden Vorerkrankungen

Liegt eine Penisverformung vor oder besteht eine Erkrankung, innerhalb derer sich der Penis in der Verhärtung verformt, ist die Einnahme von Viagra nur mit besonderer Vorsicht und unter niedriger Dosierung möglich. Auch Vorerkrankungen, die eine verlängerte Erektion des Penis mitbringen, können unter Umständen die Verwendung von Viagra ausschließen.

Weiterhin sollten Männer mit der sogenannten Hämophilie, also der erhöhten Blutungsneigung, sowie akut vorhandene Magengeschwüre auf die Einnahme von Viagra gegebenenfalls verzichten.

Viagra und Fahrtauglichkeit

Wenn nach der Einnahme von Viagra noch Autofahrten erforderlich sind, sollten erst Tests durchgeführt werden, inwieweit sich hier individuelle Veränderungen der Sehkraft ergeben oder ob Schwindel nach der Einnahme auftritt. Erst wenn diese Nebenwirkungen durch vorherige Tests ausgeschlossen sind, darf auch nach der Einnahme Auto gefahren oder Maschinen betrieben werden.

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