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Zimtbaum als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Zimtbaum
© Lilyana Vynogradova - Fotolia.com

Die Rinde des immergrünen Zimtbaums ist der Lieferant für den wohl schmeckenden Zimt, dessen Geschmack man von Glühwein, Bratäpfel und Zimtsternen – alles Leckereien, die man insbesondere in der Weihnachtszeit verzehrt – her kennt.

Gewonnen wird der Zimt aus der getrockneten Rinde von dünnen Zweigen des Zimtbaums. Zimtbäume sind beheimatet in den Tropen. Es gibt insgesamt 275 Arten von Zimtbäumen. Aber lediglich aus nur etwa einem halben Dutzend dieser Arten wird Zimt gewonnen – das jedoch zum Teil im großen Stil. Und das insbesondere aus den in China heimischen Arten Padang Zimt, die man auch Cassia vera nennt, sowie aus der mit ihm verwandten Art Kassia Zimt.

Bekannt ist auch der so genannte Ceylon Zimt. Im Gegensatz zu den chinesischen Sorten Padang Zimt und Kassia Zimt, die herber und etwas bitterer sind, ist der Ceylon Zimt aromatisch und ein wenig süßlich vom Geschmack. Darüber hinaus ist er heller und feiner als der Padang Zimt oder Kassia Zimt. Der Ceylon-Zimt stammt eigentlich aus Sri Lanka. Er wird heute aber auch in zahlreichen anderen tropischen Ländern Südostasiens, wie zum Beispiel in Malaysia, oder auf den Inseln Madagaskar und Mauritius, sowie den Antillen und in Brasilien angebaut.

In China kennt man Zimt schon seit mindestens 4000 Jahren. Und die alten Ägypter verwendeten Zimt schon 1600 v. Chr. als Gewürz und auch als Heilmittel.

Seit Beginn des 16. Jahrhunderts kennt man Zimt auch in Europa. Erstmals kultiviert wurde er durch die Holländer im Jahr 1770. Zimt gilt unter anderem als magenstärkendes Mittel und lindert Husten und Heiserkeit. Zimttropfen können gegen starke Menstruationsblutungen helfen. Äußerlich angewendet als warme Wickel lindert Zimt Gelenkentzündungen, Sportverletzungen und rheumatische Schmerzen.

Zimt kann man aber auch als Teeaufguss anwenden. Hierbei werden ein Löffel schwarzer Tee und eine viertel Zimtstange mit kochendem Wasser übergossen. Ein derartiger Teeaufguss kann einen geschwächten Kreislauf wieder in Schwung bringen. Gegen Nervenleiden und Depressionen soll das Kauen von einer Messerspitze frisch gemahlenen Ceylon-Zimt helfen.